Donnerstag, 5. Mai 2016

Der Garten im April 2016

Als wir vor 13 Jahren in diese Wohnung zogen, freuten wir uns über die Terrasse mit kleinem Rasenanteil, Mandelbaum, Koniferen und Sträuchern, die der Vormieter setzte. Wir können das nach unseren Wünschen gestalten, hieß es. Was wir nicht ahnten: Wir müssen seit 2011 jedes Jahr alles wieder neu gestalten, weil es irgendwelche Baumaßnahmen gibt, die uns daran hindern, den Garten (oder auch nur die Terrasse) zu nutzen.

Magnolie.
Im letzten Jahr wurde der komplette Garten platt gemacht, weil die Fassade wieder mal neu gestaltet werden musste (mir war bislang unbekannt, dass man wohl das spätestens alle zehn Jahre macht).

In diesem Jahr wird sicher wieder aus irgendeinem Grund spätestens im August wieder ein Gerüst im Garten stehen, aber bis dahin legen wir ihn neu an - etwas reduzierter, um im Notfall alles schnell zu Schwiegermutter schaffen zu können (an die Hochbeetkästen können nämlich Griffe geschraubt werden, dann sind sie tragbar).

Das Fundament wird gelegt.
Ich bin sehr dankbar, dass der Gatte inzwischen wieder körperlich in der Lage ist, Gartenarbeit zu machen, denn das war einige Jahre nicht der Fall. Als erstes wurden auf der sonnigen Seite Steine verlegt als Fundament für drei Hochbeete - wir verarbeiteten das, was da war: Steine der ehemaligen LGB-Schienenführung.

Fertiges Fundament. 
Darauf kamen drei Hochbeete mit Palisade, um die hässliche, ewig vermooste Trennwand abzudecken (eine Reinigung ist zwecklos, es sei denn, sie erfolgte wöchentlich, aber mensch hat ja auch noch andere Hobbies).

Die Hochbeete stehen.
In die Hochbeete zogen die Pflanzen ein, die überlebten: Pfingstrosen, Waldmeister, Lorbeer, Himbeere und zwei von einst drei Weinstöcken. Hier ist noch Platz für ein paar Kräuter, und eigentlich möchte ich noch eine Blaubeere oder Schwarze Johannisbeere - mal schauen. An die Palisade kann auch noch der eine oder andere Kräutertopf.

Erstmal eine Schicht Kompost, dann Erde und zum Schluss die Pflanzen.
Unter einem Fenster wurden ebenfalls noch ein paar Steine verlegt. Hierhin kommen die Orange, die noch im Wohnzimmer im Winterquartier ist, und Saisonpflanzen wie Gurken und Tomaten. Ich hätte auch gerne wieder ein Zitronenbäumchen. Mal schauen, ob mir eines über den Weg läuft.

Noch ein bisschen kahl, aber das wird schon werden. Pfingstrosen, Waldmeister, Lorbeer, Himbeere und Wein im neuen Quartier. 
Außerdem steht da die Hortensie, die in den Topf des ehemaligen Springbrunnen umziehen durfte - den Springbrunnen haben wir stillgelegt, weil er zu selten in Betrieb war.

Bausatz.
An dem Platz, wo früher ein von Wein umrankter Gartenschrank stand, steht jetzt ein Regal mit Pflanzkästen für Gemüse. Der Platz ist schön sonnig und war deswegen schon immer zu schade für einen Schrank. Auf die halbschattige Fensterbank zieht bald der Hibiskus aus dem Wohnzimmer um, und zwei Pflanzkästen mit Radieschen und Salat finden da auch noch Platz.

Fertiger Bausatz, provisorisch befüllt.
Auf der schattigen Gartenseite steht ein Pflanztisch, der die Box mit den Sitzauflagen vor der Witterung schützt. Daneben steht das letzte der alten Hochbeete, in dem noch Efeu und eine Clematis wachsen. Für alles andere ist die Seite zu dunkel, weswegen da ein neuer Gartenschrank hin soll. Die Clematis würde ich dann in das Pfingstrosenbeet setzen, in der Hoffnung, dass die sich vertragen. Auf den Efeu kann ich gut verzichten, er sollte nur die Trennwand verdecken.

Ein Beet voller Hasen.
Erfreulicherweise hat die Magnolie die letzten Bauarbeiten überstanden - um sie und die Fliederbeere machte ich mir die meisten Sorgen, denn sie wuchsen genau an der Stelle, die sich die Fassadenbauer als Durchgang zum Garten aussuchten (der wäre ein Stück weiter zwischen zwei Koniferen gewesen). Außerdem wurde auf und an beiden Bäumchen jede Menge Baumaterial abgestellt. Die Fliederbeere hat dadurch sehr gelitten, zeigt aber erste, zarte Triebe, so dass ich hoffe, sie berappelt sich wieder.

Unkaputtbar ist der Bambus. Er droht gerade alles zu überwuchern. Ich wäre beim Kauf nicht im Traum darauf gekommen, dass es noch Sorten ohne Rhizomsperre gibt. Die Zähmung des Bambus steht ganz oben auf der Gartenarbeitsliste für Mai.

Amsel im Nest.
Übrigens haben wir auch in diesem Jahr wieder einen Hotelgast: Eine Amsel brütet im Terrassenregal, wo vor zwei Jahren schon ein Rotkehlchen seinen Nachwuchs aufzog. Der Platz ist doof gewählt, denn eigentlich ist direkt daneben unsere Sitzecke. Mal schauen, wie wir uns arrangieren. Aber ich bewundere die Nestbaufähigkeiten. Im Herbst muss ich unbedingt daran denken, das Regal abzuhängen, denn der Platz ist echt ungünstig.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen