Montag, 16. Mai 2016

Der Garten im Mai (Teil I von II)

In diesem Monat habe ich so viel Garten gewühlt, dass ich schon jetzt eine erste Zusammenfassung poste. Am ersten Mai machte ich schon mal klar Schiff und sortierte einiges an Pflanztöpfen und Mörtelwannen aus, das ich auf meiner Facebook-Seite zum Verschenken anbot - ich will mich einfach nicht mehr mit so viel Zeugs belasten. Alles fand rasch ein neues Zuhause - andernfalls hätten wir es am Brückentag zum Recyclinghof gefahren.

Wir haben den Balkon schön - na gut, die Bepflanzung der Balkonkästen fehlt noch.
Wobei: Zum Recyclinghof mussten wir trotzdem, denn der Gatte zerlegte die morschen Sitzbänke, die er für den Balkon baute. Nachdem die weg waren, räumte ich den Balkon komplett leer, wischte feucht durch und beschloss, mit endlich von meinem geliebten Klapptisch zu trennen.

Morsche Holzbänke werden zerlegt.
Der Klapptisch begleitet mich schon seit 1995. Als wir fünf Jahre später zusammenzogen, kaufen wir einen zweiten, und der Gatte baute eine abnehme, klappbare Verlängerung, so dass wir locker mit acht Personen essen konnten. Beide Tische leisteten uns gute Dienste und erlebten viele Feste, aber sie passen leider nicht mehr zu unserem Einrichtungsstil.

Erstes improvisiertes Abendessen auf dem Balkon. 
Über die Facebook-Seite der Kombüse fanden schließlich beide Tische ein neues Zuhause. Einer wohnt jetzt bei Kollegin II, was mich besonders freut, da sie genau so einen Tisch für ihre kleine Küche suchte. Auf dem Balkon wohnt nun ein Askholmen-Klapptisch, den wir bei Bedarf auf die Terrasse tragen können. Statt neue Stühle zu kaufen, zogen zwei von der Terrasse auf den Balkon - die können bei Bedarf auch wieder umziehen.

Sauerampfer, Liebstöckel und Salbei.
Auf der Gartenseite füllen sich langsam die Hochbeete.

Rosmarin vor Schwarzer Johannisbeere.
Bei Budni kaufe ich ein paar Hängetöpfe für die Paneele, in die der Gatte Abflusslöcher bohrte. In die Töpfe kommen einjährige Kräuter. Die mehrjährigen teilen sich ein Hochbeet mit dem Lorbeer.

Basilikum.
Absolute Überraschung ist die Schwarze Johannisbeere. Die sollte eigentlich schon lange entsorgt sein, weil sie nie trug, aber botanische Tiefflieger, die wir sind, übersahen wir inmitten der Himbeere einen Teil, der zu einem stattlichen Strauch wurde und für unsere Verhältnisse reichlich Früchte ansetzte. Offensichtlich mag es die Schwarze Johannisbeere, wenn wie im letzten Sommer Gerüstbauteile auf ihr gelagert werden ...

Schwarze Johannisbeere. Mal gucken, ob wir welche ernten können.
Botanische Tiefflieger, die wir sind, hielten wir die Johannisbeere sogar zuerst für zwei Weinstöcke - bis wir die Blätter genauer betrachteten. Wir setzen also zwei Weinstöcke auf die Verlustliste des letzten Jahres. Dafür berappelte sich der dritte, den der Gatte ganz sicher für tot hielt. Als ich die Mörtelwanne, in der er gepflanzt war, leerte, sah ich kleine Triebe.

Zwei Tomatenpflanzen zogen auch ein, wollen aber nicht so richtig wachsen. Dies ist einfach kein Tomatengarten.
Ich kürzte den Stock, beschnitt die Wurzeln und pflanzte ihn mit reichlich TerraPellet-Dünger ins neue Hochbeet. Er treibt brav weiter aus.

Das Insektenhotel ist bezugsfertig.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Pflanzen mit dem neuen Dünger entwickeln - TerraPellet scheint ja ein Wunder an Nachhaltigkeit zu sein.

Bezugsfertiges Vogelnest. Ich muss jedes Mal an Schwedenurlaub denken, wenn ich es sehe.
Ansonsten können wir auf der Gartenseite noch nicht viel tun, solange die Amsel dort brütet. Seit Freitag sind alle vier Küken geschlüpft. Wenn ich auf dem Sofa sitze und stricke, sehe ich die Eltern im Fütterungsstress. Das ist entzückend zu sehen.

Ich bin völlig fasziniert von den Nestbauskills der Amseln. Verbaut wurden unter anderem alte Insektenschutzfenster und Nylonfäden. 
Bis die Kleinen flügge sind, bleibt der Hibiskus im Wohnzimmer, damit wir die Vogelfamilie nicht noch mehr stören, als wir es ohnehin schon tun, wenn ich im Garten Wäsche aufhänge, Kräuter hole oder Blumen gieße.

Amseleier.
Ich versuche zwar, die Zeiten zu nutzen, wenn keiner der Elternbvögel auf dem Nest sitzt, aber das klappt nicht immer. Immerhin konnte ich in einer Brutpause schon mal unsere beiden Sonnenschirmen und ein paar gläsernen Windlichter befreien - im April-Rückblick ist zu sehen, dass die quasi das Nest stützten. Es hält Gott sei Dank auch so.

Amselküken, frisch geschlüpft. Inzwischen haben schon alle vier die schützende Eierschale verlassen. 
Als ich überlegte, was wir für den Garten brauchen, fiel mir auf, dass uns Kübelfüße fehlen. Eigentlich wollte ich über das Himmelfahrtswochenende welche aus Beton gießen, aber dann fielen mir wieder mal die unzähligen Steine, die wir in diversen Urlauben sammelten, vor die Füße.

Kübelfüße aus Steinen.
Ich suchte welche zusammen, die in etwa die gleiche Höhe haben, und stellte Töpfe und Schalen darauf. Es geht, aber ob ich dabei bleibe oder doch noch Kübelfüße gieße, weiß ich noch nicht.

Erstes Stricken auf dem geputzten Balkon, noch ohne Tisch.
Nach den Eisheiligen soll die Orange in den Garten umziehen, müssen die Gurken und Zucchini in größere Töpfe. Drei Balkonkästen warten noch auf die Gemüsesaat, und ich überlege, ob ich in die großen Ficustöpfe Wurzeln oder Salat säe - Platz genug wäre.

Dieser Beitrag nimmt teil an den Montagsfreuden.

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