Montag, 4. April 2016

Montagsfreuden: Regen-Impressionen vom Kunsttempel in der Kunststätte Bossard

"Was machen wir denn heute?", frug der Gatte. "Wir fahren in die Kunststätte Bossard", antwortete ich und setzte angesichts der Fragezeichen in seinem Blick hinzu: "Das ist so'n expressionistisches Gesamtkunstwerk in der Nordheide. Mudderns will da hin." "Deine Mutter will sich Entartete Kunst ansehen?!", sagte er entgeistert. Er weiß, wie Mudderns tickt. "Wir sagen ihr nicht, dass es entartet ist, dann merkt sie es nicht", befand ich pragmatisch. Ich weiß eben auch, wie Mudderns tickt.

Detail am Kunsttempel - mit Osterei. 
Ostersonntag sollte Mudderns mal wieder ausgelüftet werden. Ich hatte sie gebeten, sich einen Ausflug auszusuchen, denn zum üblichen Brunch hatten wir keine Lust. Wobei: Hätte Mudderns auf Brunch bestanden, wäre es auch in Ordnung gewesen, denn es geht ja darum, Zeit miteinander zu verbringen, egal wo.

Der Kunsttempel, auch "Lichtkathedrale" genannt. 
Mudderns entschied sich für einen Ausflug zur Kunststätte Bossard. Dahin wollte ich schon länger mal mir ihr, aber bislang hatte sie keine Lust.

Fassade des Kunsttempels.
Leider war uns das Wetter nicht hold: Kaum hatten wir den Parkplatz erreicht, öffnete Petrus die Schleusen, goß es in Strömen. Wir retteten uns erst ins Café im Hof, aber als dort sechs Personen beschlossen, alle Gäste Reise nach Jerusalem spielen zu lassen, damit sie an einem Zweiertisch in der hintersten Ecke Platz finden, flüchtete erst ich, dann der Gatte und schließlich Mudderns.

Im Kunsttempel.
Im Regen das Gesamtkunstwerk mit Klostergarten, Baumtempel, Monolithenallee und was es sonst noch so in der großen Gartenanlage zu entdecken gibt, zu erkunden, machte keinen Spaß. Daran änderte auch die wetterfeste Kleidung nichts.

Triptychon. 
So erkundeten wir letztlich nur den Kunsttempel. Warum der auch "Lichtkathedrale" genannt wird, wurde selbst an diesem trübtimpseligen Ostersonntag deutlich. Bei besserem Licht oder gar bei Sonnenschein muss die Wirkung gewaltig sein.

Detail der Fassade des Kunsttempels.
Mudderns beschloss nach wenigen Minuten, dass sie bei besserem Wetter wiederkommen wird, und ich werde sie gerne begleiten. Einstweilen fuhren wir ins Hof&Gut, um uns bei Kaffee und Kuchen aufzuwärmen.

Dieser Beitrag nimmt teil an den Montagsfreuden, denn wenn auch der Regen keine Freude war, der Kurzbesuch in der Kunststätte war es.

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