Dienstag, 17. Oktober 2017

#12von12 im Oktober 2017

Auch in diesem Monat sammelt Caro von Draußen nur Kännchen wieder 12 Impressionen vom 12. des Monats. Hier sind meine.

#1: Ab ins Büro.
Ich arbeite gerade mal in meinem eigentlichen Job, habe eine Woche vertretungsfrei. Der Chef ist auf Dienstreise, dementsprechend anstrengend wird mein Tag, aber die erste Stunde nutze ich wie üblich zum dienstlichen Zeitunglesen (ja, damit verdiene ich mein Geld) und frühstücke dabei.

#2: Frühstück.
Der erste Anruf des Tages gilt aber dem Vorstellungsgespräch, das ich am nächsten Tag habe. Ob ich auch eine Stunde später kommen kann? Klar, dann muss ich mich nicht so hetzen. Den Chef freut das zwar nicht, weil ich dann parallel zu einer Pressekonferenz weg bin, aber ich denke gerade mal nur an mich.

#3: Packen.
#4: Packen.
In zwei Tagen zieht unsere Abteilung um. Eigentlich will ich erst am nächsten Tag packen, aber in den Nachbarbüros wird schon so fleißig gepackt, dass ich nervös werde und kurzerhand auch beginne, einzupacken.

#5: Wie heiße ich? Wo komme ich her? Wo will ich hin? Die Farbe verrät das Stockwerk, in das es geht.
#6: Die IT will wissen, was wo stehen soll. Ich bin gespannt, ob sie sich nach meinen Wünschen richtet. 
#7: Zu-erledigen-Liste für den nächsten Tag schreiben.
Zwischendrin läuft der normale Büroalltag weiter. Auf eine richtige Mittagspause verzichte ich wieder mal, aber ich nehme mir kurz Zeit für Postkarten an Meşale Tolu Çorlu (über die Ameisen, die nach Australien reisen wollten) und Deniz Yücel (über das Forellenquintett).

#8: Postkarten an Meşale Tolu Çorlu und Deniz Yücel.
Dusseligerweise merkte ich nicht, dass die Briefmarken ausgingen und kann die Karten erst Montag abschicken.

#9: Hausarbeit (Symbolfoto).
Zu Hause ist erstmal Hausarbeit angesagt. Ich nehme Wäsche ab und wasche anschließend zwei Ladungen, denn für den nächsten Tag ist gutes Wetter angesagt. Das möchte ich ausnutzen. Dann kruschteln der Gatte und ich in der Küche, bevor er das Abendessen kocht.

#10: Abendessen. Es gibt Schweinefilet mit Steinpilzen und Bandnudeln.
Nach dem Abendessen plumpse ich auf's Sofa und stricke, während der Gatte noch einen Cappuccino serviert.

#11: Am Kleid weiterstricken.
Ich will unbedingt noch den Kragen fertig bekommen und komme deswegen später ins Bett, als gut für mich ist ... Bevor mir die Augen zufallen, lese ich noch etwas in "Agatha Raisin und der tote Friseur*".

#12: Lesen*.
Bücher und Serie gefallen mir gleichermaßen gut, was selten vorkommt.

Und jetzt gucke ich mal, was die anderen am 12. Oktober so machten. Ach ja, Rezepte gibt es wieder in der Kombüse.

Samstag, 14. Oktober 2017

Samstagsplausch KW 41/17: Rückzug

Heute zieht unser Büro wieder zurück an den alten Standort. Die Zeit verging rasend schnell. Selbst, dass wir einen Monat länger als geplant bleiben mussten, weil der alte Standort nicht rechtzeitig fertig wurde, hat mich nicht gestört. Und dabei hatte ich anfangs so viel Bammel! Jetzt finde ich es fast schade, dass wir schon wegziehen, denn ich hätte gerne in den Mittagspausen noch ein, zwei Stadtspaziergänge gemacht. Aber mangels Mittagspause fielen die Spaziergänge aus. Muss ich wohl doch mal am Wochenende her.

Der Umzug ist ein bisschen holprig, anders als beim Hinzug. Der fand nämlich in den Ferien statt, waren uns die wichtigen Herren unter den Füßen weg. Diesmal mussten wir am letzten Schultag packen. Chef und Blaumänner hatten auswärtige Termine, kamen erst am späten Nachmittag und wollten dann noch arbeiten. Sie hatten schlichtweg vergessen, dass Schreibtische, Telefone und PCs schon seit dem Vormittag abmontiert waren, um Montag am neuen Standort parat zu sein. Hier schlichen also bis zum Abend Anzugträger mit Laptop unterm Arm auf der Suche nach einem noch einigermaßen eingerichteten Büro über die Flure ...

Diese entzückende Sechziger-Jahre-Trinkgläser waren ein Umzugsfund.
Anders, als hier befürchtet, war es am Zwischenstandort doch ganz kommod. Ich sehe vor allem, wie viel Geld ich sparte, weil ich in der Mittagspause nicht shoppen ging, mir nur selten was zu essen kaufte. Und dabei hielt ich mich schon für sparsam! Jetzt lockt wieder das Einkaufszentrum, und ich bin gespannt, ob ich mich zügeln kann. Gleichzeitig werde ich die Möglichkeit, bei Me like Falafel zu essen, vermissen. Falafel gehört zu den Speisen, die ich für mich alleine nicht selbst mache und deswegen nur selten esse.

Und ich werde mein großes Büro vermissen, denn mein normales ist winzig. Außerdem konnte ich in den letzten sieben Monaten meine Bürotür schließen und Bilder aufhängen. Beides geht im normalen Büro nicht. Da ist mein Büro Durchgangszimmer, und mir sind private Bilder / Gegenstände verboten (im Gegensatz zu Kollegin I und Kollegin II, die ihr Büro mit allerlei Gedöns und Plüschtieren dekorieren dürfen, obwohl es, anders als mein Büro, repräsentativen Charakter hat).

Was von der Fotowand übrig blieb.
Für Montag, den ersten Arbeitstag am neuen Standort, habe ich schon eine große Tasche voller Schuhe für den Schuster und Klamotten für den Änderungsschneider, denn die beiden gingen mir wirklich ab (anders als ursprünglich befürchtet, Bäcker und Schlachter). Zwar gibt es beides auch im Einkaufszentrum bei uns um die Ecke, aber nicht in der Qualität.

Was ich nicht schaffte, war der Stellenwechsel vor dem Umzug, so, wie ich ihn mir Ende März vornahm. Mit dem Versetzungsantrag zog's sich hin, weil ich zustimmte, erst noch Coaching und Mediation zu versuchen, dann noch offene Fragen hatte, die sich jetzt erst klärten.

Ich darf mit ganz viel Luftpolsterfolie spielen.
Das Coaching sollte einerseits mich in der aktuellen Konfliktsituation stärken, andererseits bei der Entscheidung, ob ich einen Stellenwechsel möchte, helfen, denn bis auf den Konflikt bin ich ja ganz glücklich mit meinem Job. Dachte ich zumindest. Im Coaching wurde dann aber deutlich, dass es mich belastet, dass ich auf der aktuellen Stelle keine Entwicklungsmöglichkeiten habe. Irgendwann machte ich eine Positiv-Negativ-Liste, und auf der Positivliste standen nur zwei Punkte - Einkaufszentrum und Trinkwassersprudler.

Klar werde ich mehr vermissen, aber dennoch fühlt sich die Entscheidung richtig an. Ich bin jetzt gelassener. Ich möchte ein Viertel weniger arbeiten, suche also eine Teilzeitstelle, möchte gerne wieder mehr gestalten und wieder die Gleitzeitregelung nutzen können. Trotz Coachings und Mediation, die ich weitgehend als gescheitert ansehe, setzt mir zudem der Vertretungsdienst so sehr zu, dass ich mit allerlei psychosomatischen Beschwerden zu kämpfen habe und nach jeder Vertretung erstmal malad bin. Das kann's ja nicht sein.

Zum letzten Mal aus der baufälligen Tiefgarage fahren.
So läuft das mit der Versetzung doch erst seit drei Wochen richtig an. Ich hoffe sehr, dass sich bis Jahresende was Neues ergibt, weiß aber, dass es mit meinem Profil schwierig ist.

Im letzten halben Jahr schrieb ich zwei Bewerbungen, hatte zwei Vorstellungsgespräche - das zweite gerade gestern. Ich habe das Talent, bei Vorstellungsgesprächen "auf einem sehr guten zweiten Platz" zu landen, was etwas nervt. Wir sind ja nicht bei Olympia, wo 'ne Silbermedaille auch ganz hübsch ist. Dementsprechend bekomme ich noch ein individuelles Vorstellungsgesprächscoaching, das mir aufzeigt, woran's hakt. Es kann natürlich auch nur an meiner Nase liegen.

Es bleibt also spannend, zumal ich dusseligerweise vergaß, zu fragen, wann man mir denn mitteilt, dass ich den zweiten Platz belegte. Ich vermute, das Ergebnis wird mir Anfang November mitgeteilt, denn hier dauern Entscheidungsprozesse ein wenig länger (auf der aktuelle Position brauchte es sieben Monate, bis alles in trockenen Tüchern war.). Bis dahin mache ich es mir im neuen alten Büro so kommod wie möglich und gucke weiterhin nach neuen Stellen.

Ein schönes Wochenende und eine gute Woche!

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch

Donnerstag, 12. Oktober 2017

RUMS 41/17: Regenbogenknöpfe aus Polymer-Clay-Modelliermasse [Tutorial]

Als ich jüngst für drei Projekte Knöpfe brauchte, setzte ich mir in den Kopf, dass sie regenbogenfarben sein sollten. Das alleine war kein Problem, denn die hätte ich kommod im Großpack bestellen können. Mein Problem war, dass ich auch zwei große Knöpfe brauchte, aber nur welche mit maximal 2,5 cm Durchmesser fand.

Viele, viele bunte Knöpfe.
Also machte ich sie kurzerhand aus Modelliermasse selbst. Polymer, am Bekanntesten unter der Marke "Fimo", ist ein Material, mit dem ich gerne öfter arbeiten würde, aber wie viele Bastler habe ich mehr Ideen als Zeit.

Das sieht doch schon fast nach Knopf aus.
Bei Søstrene Grene (und sicher auch woanders) gibt es Polymer Clay in Stangen - ideal für Knöpfe. Ich suchte mir sieben passende Farben aus, legte sie zu einer dicken Stange zusammen, rollte ein bisschen, damit sie sich verbinden und schnitt für die beiden großen Knöpfe dicke Scheiben ab. Die rollte ich etwas flacher, bis sie einen Durchmesser von ca. 5 cm und ca. 7 cm erreichten. Anschließend rundete ich die Knöpfe noch etwas.

Ein Knopf wird in Form gebracht.
Für die sechs kleinen Knebelknöpfe schnitt ich eine Scheibe von der dicken Stange ab und rollte sie aus, bis sie einen Durchmesser von ca. einem halben Zentimeter und eine Länge von ca. 6 Zentimetern hatte. Daraus schnitt ich dann sechs Stücke, die ich etwas in Form brachte.

Sechs kleine Knebelknöpfe.
Schließlich mache ich mit einem Zahnstocher Löcher in die Knöpfe, damit ich sie später auch annähen kann, und gab sie bei 130°C in den Ofen. Die kleinen Knebelknöpfe nahm ich nach 15 Minuten raus. Die beiden großen Knöpfe ließ ich 30 Minuten im Ofen und ließ sie dort auch über Nacht auskühlen.

So ein Knopf braucht auch Löcher.
Schließlich überzog ich die Knöpfe noch mit Lack, damit sie auch die Waschmaschine überstehen. Bei den Knebelknöpfen habe ich da auch wenig Bedenken, aber die Stücke mit den großen Knöpfen wasche ich lieber mit der Hand, denn ich habe Angst, dass die Knöpfe brechen.

Einer der runden Knöpfe im Einsatz.

Dieser Beitrag geht rüber zu RUMS und zu Crealopee.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

#WMDEDGT 10/17

Jeden Monat am 5. fragt Frau Brüllen "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?", kurz WMDEDGT?

Ich bin seit Mitte September mal wieder im Vertretungsdienst. Bis Mitte Januar werde ich nur tageweise an meinem eigentlichen Arbeitsplatz sein (mit Glück ist der November vertretungsfrei, aber das sehe ich noch nicht). Stattdessen vertrete ich entweder Kollegin I oder Kollegin II oder auch beide. Aber wenn ich, wie aktuell, Kollegin II vertrete, entlastet mich Kollegin I. Das ist schön. Mit ihr arbeite ich gerne zusammen.

Heute habe ich Frühdienst, muss eine Stunde früher los als sonst. Ich überhöre zwei Wecker, registriere zum Glück aber, dass der Radiowecker ausgeht und realisiere, dass ich nicht liegenbleiben darf. Auch, wenn ich spät dran bin, nehme ich mir die Zeit für einen Kaffee und bestätige per Mail ein Vorstellungsgespräch in der kommenden Woche. Zudem habe ich vor zwei Wochen endlich offiziell um meine Versetzung ersuchen können (daran arbeite ich ja schon seit Ende März). Das geht jetzt also alles seinen Gang.

Der Gatte wacht auf, als ich in der Haustür stehe. Er ist gerade krankgeschrieben, hat eine hartnäckige Bronchitis. Wir sprechen kurz darüber, wie's ihm geht, was bei ihm anliegt, dann fahre ich los.

Ich habe Glück und komme gut durch den Verkehr, denn im Laufe des Morgens sorgen ein Wasserrohrbruch, ein querstehender Lkw und eine überspülte Autobahnauffahrt für Verkehrschaos. Hinzu kommt die fast schon obligatorische S-Bahn-Weichenstörung. Heißt unterm Strich: Unsere frühen Termine beginnen verspätet, weil kaum einer pünktlich da ist.

Ruhig ist der Vormittag nicht, das Telefon klingelt schon vier Minuten nach Dienstbeginn. In meinem eigentlichen Job habe ich die erste Stunde normalerweise meine Ruhe und komme meiner Pflicht, der täglichen Zeitungslektüre, nach. Das geht im Vertretungsdienst nicht. Wenigstens sind Chefs und Blaumänner beschäftigt, so dass mir nicht noch von allen Seiten eilige Aufträge um die Ohren fliegen.

Der Tag ist gefüllt mit klassischen Sekretariatstätigkeiten. Ich bin froh, dass ich mit Kollegin I zusammenarbeite - mit ihr verstehe ich mich besser als mit Kollegin II. Die vertrete ich gerade, und trotz Mediation und Vertretungsleitfaden weiß ich, dass ich keine Chance habe, meine Arbeit auch nur ansatzweise richtig zu machen. Dementsprechend ist mir schlecht, mag ich weder essen noch trinken. Vertretungsdienste sind gut für die Figur.

Gegen halb drei kommt der Pförtner vorbei und guckt, ob wegen des Sturms alle Fenster geschlossen sind. Wir sind verdutzt. Welcher Sturm? Das Büro, in dem ich gerade arbeite, geht zu einem Innenhof. Da ist es windstill, ist der Himmel strahlend blau, scheint die Sonne. Was draußen los ist, ahnen wir, als die erste Anrufer melden, sie kämen verspätet zum Termin, da keine U-Bahnen mehr fahren, und die ersten Meldungen von Sturmschäden an unseren diversen Gebäuden ankommen.

Unwetter? Wassen für'n Unwetter? Kaum zu glauben, dass rund um das Büro ein Orkan tobt. Zum Innenhof hin ist nichts davon zu merken.
Wir checken die Medien, und schnell ist klar, dass ein regulärer Feierabend für mich keinen Sinn macht, da ich gar nicht nach Hause käme. Die S-Bahn fährt nicht, und die Busse haben ebenfalls wegen umgestürzter Bäume Probleme, sind zudem überfüllt. Wenn die Busse nicht durchkommen, komme ich mit dem Auto auch nicht durch, klar.

Fahrer II kommt von einem Termin und meldet, auf den Straßen geht nichts mehr, weil viele Bäume umgestürzt und die Ausweichstrecken überlastet seien. Zum Glück muss heute niemand nach Berlin, sind alle Termine in Hamburg, denn inzwischen ist der Bahnverkehr eingestellt.

In der nächsten Stunde kommen zwar Meldungen rein, dass U- und S-Bahnstrecken wieder teilweise befahrbar sind, aber die S1 Richtung Wedel bleibt dicht. Ich hätte jetzt zwar Feierabend, biete aber Kollegin I an, länger zu bleiben, um sie mitzunehmen, denn sie wohnt nur 10 Fahrminuten von mir entfernt. Sie will dafür eine Stunde früher gehen, nur sind die Chefs, mit denen wir das absprechen müssen, in Sitzungen. Als die zu Ende sind, ist es weit nach 18 Uhr.

Kollegin I bespricht mit der Chefin, dass sie am nächsten Tag meinen Frühdienst macht, da ich inzwischen seit 10 Stunden ohne Pause im Büro bin, und wir machen uns auf den Weg. Wir brauchen knapp zwei Stunden von Hammerbrook bis Iserbrook, sitzen aber warm und trocken.

Kollegin I ruft zwischendrin noch meinen Mann an, denn ich vergaß total, ihm zu sagen, dass ich später komme. Er machte sich schon sorgen, da er hörte, dass eine Frau in einem Opel von einem Baum erschlagen wurde. Er weiß zwar, dass ich nachmittags nicht in Horn unterwegs war, aber so'n Tagesablauf kann sich ja auch mal spontan ändern. 

Bei uns hat der Sturm noch nicht mal die leere Gießkanne umgeworfen, aber an der Querstraße sind dicke Äste heruntergekommen - direkt neben der Bushaltestelle.

Ich werfe die Büroklamotten ab, schlüpfe in bequeme Kleidung, falle auf's Sofa und rufe Mudderns an, um zu hören, wie sie das Unwetter überstand. Bei ihr ist Gott sei Dank auch alles in Ordnung.

Der Gatte serviert Klopse, grüne Bohnen mit Kräuter-Bernaise und Kartoffeln zu Abendessen. Ich stricke noch lange, denn am nächsten Tag kann ich ja länger schlafen. Vorm Einschlafen lese ich noch ein bisschen, aktuell "Agatha Raisin und die tote Urlauberin*".

*Affiliate link.

Dienstag, 26. September 2017

Rezension: "Mord in Schönbrunn" von Beate Maxian

Die Reihe um die Wiener Journalistin Sarah Pauli, die immer wieder über Verbrechen stolpert, lese ich gerne, nicht zuletzt auch wegen ihres Wien-Bezugs.

"Mord in Schönbrunn*" ist der sechste Band der von Beate Maxian geschriebenen Reihe und wie alle davor auch zu lesen, wenn mensch die anderen Bände noch nicht kennt. Aber es ist auch schön, sie in der Reihenfolge zu lesen, um zu sehen, wie sich die Figuren entwickeln.

In Schönbrunn bietet sich der Wiener Polizei ein grausiges Bild: Mitten im Park des Schlosses liegt – auf Rosen gebettet und in ein Brautkleid gehüllt – die Leiche einer Frau.

Die Tote ist keine andere als die vor fünf Jahren verschwundene Ex-Verlobte des prominenten Wiener Hoteliers Felix Beermann, der in wenigen Tagen seine neue Liebe heiraten will. Und ausgerechnet diese neue Liebe, Valentina, findet bei ihrer üblichen Joggingrunde durch den Schlosspark die Tote.

Pauli, die für eine Sonderausgabe des "Wiener Boten" gerade über Hochzeitsbräuche recherchiert, macht der Fall misstrauisch. Und als sie kurz darauf eine geheimnisvolle Botschaft mit Bezug zu dem Fund in Schönbrunn erhält, beginnt sie zu ermitteln. Dabei stößt sie auf weitere mysteriöse Spuren, die sie in gefährliche Nähe zum Täter bringen ...

Gewohnt routiniert lässt Maxian ihr Personal agieren, und die Leserin ist schnell drin im Kosmos der Protagonistin Pauli, in ihrem Alltag in der Redaktion des "Wiener Boten". Diesmal tauchen die Leser ein in die Welt der Grimmschen Märchen, der Weddingplanner und der Hochzeitsbräuche.

Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich sehr spannend. Erst nach mehreren Wendungen ist klar, wer der Täter ist. Maxian schreibt packend und bildhaft, nimmt den Leser schnell für sich ein.

Jüngst erschien der siebte Band der Reihe, "Die Prater Morde*". Ich freue mich drauf.

Fazit: Solider spannender Wien-Krimi, nicht nur für Sarah-Pauli-Fans!

Verlagsangaben zum Buch: Beate Maxian / Mord in Schönbrunn / Taschenbuch / 416 Seiten / € 8,99 / ISBN: 978-3-442-48296-2 / Verlag: Goldmann

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

* Affiliate links