Dienstag, 28. Juli 2026

Ein "Überlebenspaket" für meine Kollegen

Meine Kollegin wird mich demnächst für mindestens fünf Wochen vertreten. Im letzten Jahr vertrat sie mich schon mehrere Monate. Inzwischen hat sie alles in unserem Arbeitsbereich einmal durchgespielt und steckte mich locker in die Tasche, traute sie sich mehr zu. Wir ergänzen uns großartig. Wo ich nur die halbe Information erfassend und "Avanti Dilettanti!" rufend vorwärts presche, kommt sie sorgsam überlegend und alles abwägend hinterher und fängt mich notfalls wieder ein.

Ein "Überlebenspaket" mit allerlei Süßem für die Kollegen, die mich in den nächsten Wochen vertreten werden.

Da meine Kollegin selbst auch chronisch krank ist, gerade wieder für längere Zeit ausfiel und Angst hat, die Vertretungszeit nicht durchzustehen, wird sie bei Bedarf von zwei weiteren Kollegen unterstützt. So ist unser Team halt: Wir halten uns bei Problemen nicht mit der Suche nach Schuldigen auf, sondern finden Lösungen. Fast alle von uns arbeiten in Teilzeit, kennen das tägliche Jonglieren mit chronischer Erkrankung, Kindern, zu pflegenden Angehörigen, einem Tag, der hartnäckig nur 24 Stunden hat usw. Wir lamentieren nicht. Wir lösen. 

Häkelblumen erinnern meine Kollegen daran, dass sie bitte meine Blumen gießen mögen.

Ich habe meinen Kollegen ein kleines "Überlebenspaket" gestaltet mit Geld für Eis für kühle Köpfe; Keksen, falls ihnen jemand auf den Keks geht; Studentenfutter, falls harte Nüsse geknackt werden müssen; Brausepulver, falls ihnen zum Aufbrausen ist; Geld für Kaffee für wache Köpfe, Ingwer-Immun-Shots für alle Fälle und einen Häkelblumenstrauß mit der Bitte, meine Büro-Flora nicht zu vergessen. 

In der Kaffee-Tasse ist neben Schokolinsen Geld für die eine oder andere Tasse Kaffee. Ich wollte keinen Gutschein für ein Café kaufen, damit meine Kollegen frei wählen können, wohin sie gehen möchten.

Meine Kollegin bekommt außerdem noch ein Paar Socken, damit sie weiß, dass sie keine kalten Füße bekommen muss. 

Bananensocken für die meistens kalten Füße meiner Kollegin.

Ich hoffe, alle haben Spaß an dem "Paket". 

Auch in der Eistüte ist neben Schokolinsen Geld für Eis für kühle Köpfe. Auch hier wollte ich meine Kollegen nicht auf einen bestimmten Eisladen festlegen und verschenkte deswegen keinen Gutschein.

Die Verpackung ist übrigens Upcycling: Der Karton der letzten Wollbestellung wird umhüllt von einem Plakatmuster unserer aktuellen Kampagne. Die Plakate wollte ich eigentlich entsorgen, aber da hagelte es Proteste. Eines der Plakate wurde ganz sorgfältig wieder auseinander gefaltet, gebügelt (das ist kein Scherz!) und an die Wand gehängt. Am liebsten hätten die Kollegen es an die Wand gegenüber meinem Büro gehängt, aber das wäre ohne bauliche Veränderungen nicht möglich gewesen. So kam es an die Wand neben dem Büro meiner Kollegin. Passt bestens. Ein regennasses und arg knittriges Plakat, das ich zufällig nach einem Termin im Auto mit nach Hause nahm, wurde nach dem Trocknen zur Ummantelung des Päckchens.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag, zum Flickensalat und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Sonntag, 26. Juli 2026

Samstagsplausch KW 30/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCXXXII

In dieser Woche schaffte ich es endlich, den Wagen des Gatten zu verkaufen. Der Abschied fiel aufgrund vieler Erinnerungen schwer. Der Ankäufer war zum Glück empathisch, und ich schaffte es, eine Freundin zu fragen, ob sie mich begleiten kann. Sie hatte Zeit, kam sogar mit ihrem Wagen, so dass wir zusammen zurückfahren konnten (und auf dem Hinweg übernahm sie die Führung, als sie merkte, dass wir uns verfuhren - sonst hätte ich den Autohändler nicht gefunden).

Jetzt ist wieder etwas verschwunden, das dem Gatten viel bedeutet. Ich versuche mich daran aufzubauen, dass ich systematisch die Schritte gehe, die wir in den letzten Lebenswochen des Gatten gemeinsam besprachen, aber das ist kein Trost. 

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich, mich im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 332. Die Trauer bleibt meine Weggefährtin. Sie ist nur erträglich, wenn ich konsequent verdränge, dass der Gatte niemals wiederkommt. Das Leben ohne den Gatten ist unendlich schwer. Er fehlt in jeder Sekunde, bei jedem Atemzug.  

In dieser Woche kamen sowohl die Nachricht über die Hinterlegung des Erbscheins beim Notar als auch ein herzerwärmender Brief der Ostsee-Tante mit Geburtstagsfotos an. Während der Reha werde ich die Ostsee-Tante besuch, so ist zumindest der Plan, und nach der Reha hole ich den Erbschein vom Notar ab. Bei dem Termin lasse ich auch gleich meine Patientenverfügung aufsetzen. Dann ist das auch erledigt, kann ich hoffentlich beruhigt abtreten. 

Im Büro hätte ich meinen Vertretungen gerne einen sauberen Schreibtisch übergeben, aber wir erleben bei zwei Kooperationspartnern gerade Dramen, weil sich ein 78jähriger und ein 77jähriger um eine 42jährige streiten. Das führt dazu, dass ich, ausgerechnet ich, in dieser Woche sehr oft Sätze begann mit: "Um das Gespräch mal wieder auf die Sachebene zu holen ..." Mittlerweile sind Juristen involviert. Damit sind wir eigentlich raus, aber das sieht einer der beiden Kooperationspartner anders. Vorgestern spätnachmittags eskalierte es nochmal. Ich bin gespannt, was meine Kolleginnen nach meiner Rückkehr erzählen (sie wissen, dass ich während der Reha auch jederzeit erreichbar bin, aber erfahrungsgemäß nutzen sie das nicht, und ich lasse den Dienstrechner zu Hause). 


Marina Weisband sagt treffend: "Der Islamismus braucht die AfD und die AfD braucht den Islamismus. Beide sind sich darin einig, dass Frauen, Queere und andere einfach weniger wert sind. Beide nehmen dankbar an, dass ihre Mitglieder durch den anderen radikalisiert werden." Meine Gedanken sind bei den Opfern, Angehörigen und Freunden des Attentats in Berlin. Wer weiß, wie dicht wir beim zweiten CSD in der lindgrünen Hölle einem Anschlag waren, denn am Rande der Veranstaltung wurden zwei Jugendliche mit Messern verhaftet, die die Veranstaltung störten. Und ich bezweifle, dass die "Queers for Palestine", die dort sprachen, nach dem gestrigen Anschlag in Berlin zu Verstand kommen. Es ist faszinierend, wie man so voller Antisemitismus sein kann, dass ausblendet, das Homosexualität in Gaza mit dem Tode bestraft wird. 

Schwiegermutter und Tante geht's den Umständen entsprechend gut. Schwiegermutter ist fünsch, weil ich nicht so wollte wie sie, und warf wieder mal wütend den Telefonhörer auf die Gabel. Zum Glück bin ich durch meine Mutter trainiert im Umgang mit Narzissten. Sorgen mache ich mir um die über 90jährige Strick-Nachbarin, die immer schwächer wird. 

Im Laufe der Woche klappte ich zusammen, konnte vor Schmerzen nicht weiter, obwohl vollgepumpt mit Schmerzmitteln. Zum Glück stand das Karlchen in der Tiefgarage, so dass ich tatsächlich 500 m mit dem Auto fuhr - zu Fuß hätte ich es nicht mehr geschafft. Zum weiteren Glück bekam ich einen Parkplatz beim Haus. Am nächsten Tag kramte ich den Rest Hormone hervor, den ich noch hatte, und nahm eine Tablette. Abends brauchte ich schon keine Schmerztabletten mehr, und nach jetzt vier Tagen bin ich quasi komplett schmerzfrei. Ich hoffe sehr, dass die neue Gynäkologin die Hormonersatztherapie fortführt. Ansonsten werde ich mir zwangsläufig ein Präparat aus Yamswurzel bestellen und eine Hormonersatztherapie ohne ärztliche Begleitung machen. Schön ist anders, aber die Schmerzen machen mich kirre (und ständig hochdosierte Schmerzmittel einnehmen zu müssen, ist ja nun auch nicht unbedingt gesund).

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Dienstag, 21. Juli 2026

Mützchen für "Das große Stricken"

Ich habe lange überlegt, ob ich bei "Das große Stricken" eines Smoothie-Herstellers mitmachen, denn die Aktion ist wenig nachhaltig. Ich bezweifle, dass die Mützchen weitergenutzt werden. 

Die kleinen Mützchen entstanden aus Bordmitteln, also mit dem, was gerade da war: Wollreste und Knöpfe. So musste ich nichts neu kaufen.

Dann hatte ich aber so viele kleine Wollreste über, dass ich mich doch entschloss, Mützchen zu stricken. Alternativ hätte ich die Kleinmengen als Füllwatten-Ersatz nehmen können. Insgeamt entstanden aus diversen Reste 15 Mützchen.

Viele, viele bunte Mützchen ...

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Sonntag, 19. Juli 2026

Samstagsplausch KW 29/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCXXXI

Als ich diese Woche abends mit dem Karlchen aus Hamburg nach Hause fuhr, war es noch hell genug, um am Blumenfeld am Autobahn-Kreisel zu halten und Sonnenblumen mitzunehmen. Das war allerdings leichter gesagt als getan, denn in vielen Blüten schliefen Hummeln! Das war wirklich ultraniedlich! Die Hummeln ließen sich auch gar nicht stören. Ich fand schließlich fünf Sonnenblumen ohne Schläfer. Ich hätte auch Gladiolen nehmen können, denn die standen anders als vor drei Wochen auch schon in voller Blüte, aber mir war noch nicht nach Herbst.  

Generell war die Woche ziemlich nervenaufreibend für mich Sensibelchen. Ich kaufte anscheinend ein E-Bike, das in der Reha auf mich wartet. Ich wollte eigentlich nur eins für die Dauer der Reha ausleihen und erst im kommenden Jahr beim hiesigen Händler ein kleines Lastenrad mit Platz für einen Wasserkasten und einen kleinen Hund kaufen. Jetzt hat es sich so ergeben, dass in der Reha ein imolarotes Kompaktrad mit genau diesen Anforderungen auf mich wartet. Es wird spannend, das Rad nach der Reha nach Hause zu bekommen. Der Händler ist sich sicher, dass es samt Gepäck in mein Karlchen passt. Ich bin mir sicher, dass es nicht in mein Karlchen passt, schon gar nicht samt Gepäck.

Sollte ich recht behalten, bringt es mir der Händler vorbei, wenn er einen hier in der Nähe wohnenden Kumpel besucht. Die Übergabe erfolgt dann autobahnnah in einer Dorfkneipe ... Ich vermute, ich lasse das Rad lieber per Spedition liefern. 

Jedenfalls freue ich mich wahnsinnig auf das Rad. Der Gatte hatte ohnehin den Plan, nach dem Umzug E-Räder zu kaufen, weil sie für die Distanzen in der lindgrüne Hölle einfach ideal sind, er weniger Autofahrten machen wollte. In der Reha gibt es einige Touren, die ich schon beim letzten Mal lieber mit dem Rad gemacht hätte als mit dem Karlchen, aber im Winter wollte ich kein Rad leihen. 

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich, mich im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 331. Die Trauer bleibt meine Weggefährtin. Sie ist nur erträglich, wenn ich konsequent verdränge, dass der Gatte niemals wiederkommt. Das Leben ohne den Gatten ist unendlich schwer. Er fehlt in jeder Sekunde, bei jedem Atemzug.

Kommende Woche wird das Auto des Gatten verkauft. Der Termin steht. Das wird ein sehr schwerer Tag. Ich wollte den Verkauf unbedingt noch vor Reha-Beginn hinter mich bringen. Je länger ich zögere, um so schwerer wird es. Dabei weiß ich, dass der Gatte viel sachlicher, weniger emotional an das Thema herangegangen wäre. Ich versuche mir das immer wieder in Erinnerung zu rufen, auch, wenn es schwer fällt. Der Gatte wollte nach dem Umzug einen Wagen verkaufen, aber ich bin mir sehr sicher, dass er lieber das Karlchen verkauft hätte als seinen Wagen, denn der bietet mehr Stauraum. Für mich alleine brauche ich aber nicht so viel Stauraum. Was nicht ins Karlchen passt, wird geliefert. 

Schwiegermutter und Tante geht es den Umständen entsprechend gut. Tante hat inzwischen den Wohnungsschlüssel von ihrer "Hilfe" zurückbekommen und an den Pflegedienst übergeben. Das ist in jeder Hinsicht sinnvoll. Seitdem die "Hilfe" weiß, dass sie nicht erben wird, kommt sie nicht mehr, will auch nicht mehr Tantes Wohnung auflösen und das Geld davon haben. Aber klar, um's Geld ist es ihr nie gegangen ... Ein Nachbar bot Tante an, ihr Getränke mitzubringen. Er fährt ohnehin einmal in der Woche zum Getränkehändler und muss mit seinen Kisten an Tantes Wohnung vorbei. Ansonsten gibt es direkt in Tantes Straße einen Getränkehandel, der auch liefert. Schwiegermutter ist inzwischen nahezu blind. Das ging dann jetzt doch rasend schnell. Sie wird zudem immer verwirrter. Mal gucken, was das wird. Vorerst trägt sie mit Fassung, dass ich am Geburtstag des Gatten nicht mit ihr ans Grab fahren werden, weil ich in der Reha bin. 

Im Büro ist Ferienruhe, was ganz gut tut. So kann meine Kollegin nach längerer Krankheit langsam anfangen, muss nicht sofort in die Vollen gehen, kann viele Pausen machen. Alle schwierigen Themen haben wir vor meiner Reha soweit erledigt, dass Entscheidungen erst nach meiner Rückkehr getroffen werden müssen. Zwei Kollegen stehen zudem zur Unterstützung meiner Kollegin bereit. 

Ansonsten steht meine Urlaubsplanung für's kommende Jahr weitgehend. Ich habe da wohl einen gewissen Nachholbedarf ... 

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Montag, 13. Juli 2026

#12von12 im Juli 2026

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt wie jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! Hier kommen meine Juli-Bilder. 

#1: Heute weckt mich der Kirmeshase.

#2: Dem Gatten guten Morgen sagen. Draußen ist es sonnig, weswegen der Rollladen bis mittags unten bleibt.

#3: Der tolino beschloss gestern auf Seite 108, dass die Leihfrist von "Tod an den Landungsbrücken*" abgelaufen ist. Die Leihfrist geht zwar noch 15 Tage, aber auch nach einem Neustart ist der tolino nicht davon zu überzeugen. 

#4: Auch bei diesem Buch* zickt der tolino. Wie gut, dass ich bald wieder Kindle Unlimited* haben werde und beide Bücher darüber lesen kann. Ich mag einfach nicht auf dem Taschentelefon lesen.

#5: Der Wochenplan muss umgestellt werden, denn die dicken Bohnen aus dem Glas, die es heute geben sollte, entpuppten sich als ein Glas Pflaumen.

Vor einem Jahr war der Gatte im Krankenhaus, und es war ungewiss, ob er wieder nach Hause kommt. Fast acht Wochen später durfte er wieder nach Hause kommen - zum Sterben. Ich denke in diesen Tagen und Wochen oft an die letzte Zeit, die ich mit dem Gatten erleben durfte. Auch wenn wir seit Beginn seiner Erkrankung im November 2020 wussten, dass unsere gemeinsame Zeit schnell zu Ende sein kann, hofften wir doch bis zuletzt auf ein Wunder. Weiterleben ohne den Gatten fällt mir unendlich schwer. 

#6: Mal gucken, ob die Konzentration heute reicht, um den vor vier Wochen angefangenen Häkel-Blumenstrauß fertigzustellen.

#7: Ich denke, das sieht so aus, wie es aussehen soll.

#8: Schnell noch die Socken für eine Kollegin fotografieren, damit ich sie verpacken kann zum Verschenken.

#9: Die Hitze ist ideal zum Wäschetrocknen.

#10: Gestrickt wird heute natürlich auch. Der Lulu Slipover wächst rasend schnell.

#11: Blick in den Abendhimmel.

#12: Wenn der tolino zickt, lesen ich halt analog. Der aktuelle Sörensen-Band* ist der erste, den ich nicht vom Gatten zum Hochzeitstag geschenkt bekam.

Der Blick in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 12. Juli 2020 waren wir mit Schwiegermutters Umzug beschäftigt, war der Gatte noch gesund. Am 12. Juli 2021 war der Gatte schon krank, der Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente gestellt, lebte er sich gerade im neuen Status Quo ein. Drei Jahre später stellten wir einen Antrag auf Pflegestufe. Am 12. Juli 2022 lebte meine Mutter seit einer Woche im Pflegeheim und war guter Dinge, während wir uns darauf einrichteten, ihr Haus zu unserem zu machen. Am 12. Juli 2023 pendelten wir seit einem Jahr, stolperten von einer Handwerkerpleite in die nächste und hofften auf ein baldiges Baustellen-Ende. Am 12. Juli 2024 wollten wir eigentlich nur ruhig auf der Baustelle vor uns hin leben, aber das Schicksal sah anderes mit uns vor und stellte unser Leben vier Monate später auf den Kopf. Am 12. Juli 2025 war der Gatte zum sechsten Mal in diesem Jahr im Krankenhaus, ahnten wir nicht, dass unsere gemeinsame Zeit bald zu Ende sein sollte. / *Affiliate links