Freitag, 16. Oktober 2026

#12von12 im Oktober 2026

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! 

#1: Da ich heute zu Hause arbeite, lässt mich Schnuffi schlafen, bis es hell ist.

#2: Dem Gatten guten Morgen sagen.

#3: In der Vase sind gerade sogenannte Herbst-Tulpen. Sie duften unwahrscheinlich intensiv. 

#4: Arbeiten.

Heute ist Montag, Heimbüro-Tag. Diese Tage sind normalerweise entspannt, aber seitdem ich zwei Mal in der Woche mit Reha-Nachsorge beschäftigt bin, ist jeder Tag verplant. So ist denn auch der heutige Tag eng getaktet.

#5: Auf zur großen Einkaufstour!

#6.

#7: Ich habe vielleicht ein My zu viel eingekauft, aber zumindest habe ich Wolle und genügend Schnobkram für Halloween. Letzteres war dem Gatten wichtig.

#8: Es ist nicht mehr zu leugnen, es wird Herbst. Ich starte in die Kaminsaison.

#9: Das wird das Abendessen.

#10: Füße hoch und stricken. Ich muss am Lulu Slipover die Armausschnitte und die Knopfleisten breiter machen.

#11: Der weite Weg zum Einkaufen hat sich gelohnt. Ein winziger Farbunterschied ist zwar sichtbar, wenn beide Garne nebeneinander liegen, aber im fertigen Häkelstück wird das nicht der Fall sein. 

#12: Das Kuschel-Rudel will vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Der Blick in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 12. Oktober 2020 bekam der Gatte eine schlechte Diagnose. Damals ahnten wir noch nicht, das es nicht die einzige bleiben wird. Damals ahnten wir auch nicht, dass Mudderns Haus und Garten mitsamt Apfelbaum heute uns gehören würden. Am 12. Oktober 2021 wartet der Gatte auf die Verrentung, bin ich malad, gibt es einen Krebsverdacht, der sich zum Glück nicht bestätigt. 

Am 12. Oktober 2022 hätten wir nicht gedacht, dass wir ein Jahr später immer noch zwischen Wohnung und Haus pendeln, weil die Baustelle nicht fertig wird. Am 12. Oktober 2023 hofften wir, dass wir bis Ende des Jahres umgezogen sind. Am 12. Oktober 2024 waren wir das letzte Mal gemeinsam auf Mallorca im Urlaub. Am 12. Oktober 2025 sonntagsfrühstückte ich das letzte Mal gemeinsam mit dem Gatten. Uns sollten noch neun gemeinsame Tage vergönnt sein. / *Affiliate link

Dienstag, 13. Oktober 2026

Copenhagen calling: Schal und Mütze aus Jensen Yarn von Isager

Wenn ich verreise, gucke ich gerne, ob es zu dem Reiseziel auch ein Strickmuster gibt. Hört sich schräg an, klappt aber verblüffend oft. 

Die Mütze passt notfalls auch dem Großfuß-Hasen.

Schmückt ungemein.

Als feststand, dass ich nach Kopenhagen fahre, guckte ich natürlich auch nach einem passenden Strickmuster. Ich wurde fündig bei Isabell Kraemer. Die Wolle für Copenhagen calling kaufte ich in, genau, Kopenhagen, und zwar bei Sommerfuglen.   

Der Großfuß-Hase kann auch Schal tragen.

Der entzückende kleine Laden liegt mitten in der Stadt, unweit des Schlosses, nur ein paar Schritte entfernt von der Fußgängerzone Strøget.

Der Schal im Ganzen. Nein, das da rechts ist kein Loch, sondern ein unglücklich fallender Schatten.

Das Muster im Detail.

Ich entschied mich für Jensen Yarn von Isager. Es ist reine Schurwolle, relativ rauh, vielleicht zu rauh für einen Schal, das wird sich zeigen. Ich mochte jedenfalls die Farben und entschied mich deswegen für das Garn. Auch wenn der Himmel während unseres Kopenhagen-Urlaubs meistens blau war, passen die grau-blauen Farben doch perfekt zum dänischen Himmel, finde ich. Und außerdem bin ich eh kein Kuscheliges-Mohair-Typ.

Das Garn, noch ungestrickt und in Kopenhalgen.

Ich hatte noch genug Wolle übrig für eine Mütze. Das graue Garn könnte sogar noch für Handstulpen reichen. Wir werden sehen.

Im Mai lässt es sich prima für den Winter stricken.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag, zum Flickensalat und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln! / *Affiliate links

Samstag, 10. Oktober 2026

Samstagsplausch KW 41/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCXLIII

Die Woche war trotz vieler schöner Verabredungen schwer und anstrengend. Normale Menschen schöpfen aus dem Zusammensein mit Freundinnen Kraft. Mich kostet es Kraft, denn es stresst mich, unter Menschen zu sein, so lieb sie auch sind. Hinzu kommt, dass ich gerade die finale Lebensphase des Gatten sehr intensiv wieder erlebe. Vor einem Jahr begann die Zeit, in der es nicht mehr zu leugnen war, dass der Gatte sterben würde, unterhielten wir uns über seine Beerdigung, schrieben wir unser Testament, ließen wir uns nicht mehr alleine, um jeden gemeinsamen Moment zu nutzen. Es war nicht geplant, dass mich der Gatte alleine lässt. Ich versuche, Tag für Tag irgendwie weiter zu machen, auch wenn es keinen Grund mehr gibt. 

In der Nordheide kann der Himmel Drama.

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich, mich im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 343. Die Trauer bleibt meine Weggefährtin. Sie ist nur erträglich, wenn ich konsequent verdränge, dass der Gatte niemals wiederkommt. Das Leben ohne den Gatten ist unendlich schwer. Er fehlt in jeder Sekunde, bei jedem Atemzug.

Ich war bei einem Handwerkerkurs im Oberhafen-Quartier und kann nun endlich einigermaßen mit der Makita des Gatten umgehen. Ich habe inzwischen auch ein Ladegerät gekauft, denn in dem Chaos der beiden Werkstätten des Gatten war kein Passendes zu finden. Ich kann auch wieder mit Schlagbohrer oder Bohrhammer umgehen, und mein Hohlraumdübel saß im ersten Versuch. Jetzt muss ich Schlagbohrer und Bohrhammer nur noch finden. Ich musste die ganze Zeit daran denken, wie der Gatte und ich an genau so einem wunderschönen Spätsommertag vor 15 Jahren durch die HafenCity stromerten, wie sehr er das damals genoss, wie sehr ihm das quirlige Treiben im Oberhafen-Quartier heute gefallen hätte.

Zusammen mit der Sandkastenfreundin überraschten wir die dritte im Bunde zu ihrem runden Geburtstag. Die eine hatte Angst, dass die andere nicht feiern würde, weil schwere Zeit und überhaupt. Wir wollten also nur schnell ein paar Blümchen, Kuchen und Geschenk klammheimlich vor ihre Tür stellen. Nun ja, wir crashten ihre Party! Großes Gelächter auf allen Seiten, und wir durften nicht ohne Kaffee und Kuchen weiter. Danach machten wir zu zweit eine kleine Radtour, damit ich meine Radfahr-Angst ablege. Wobei: Ich habe keine Angst vorm Radfahren. Ich kann nur nicht Bremsen, Aufsteigen und Absteigen. Bremsen, Stehen, Fallen ist eins. So bescheuert es ist, werde ich tagelang unsere kleine Anwohnerstraße rauf und runter fahren, um Bremsen, Aufsteigen und Absteigen zu üben - wie vor 55 Jahren, als meine Mutter mir Radfahren beibrachte. Ich habe keine Lust, mich von meinen Ängsten einschränken zu lassen. 

Ich habe einen ganzen Tag auf einer Tagung überstanden. Solche Termine stressen mich extrem, und ich war froh, dass ich den Tag darauf außerplanmäßig ins Heimbüro konnte. 

Ich habe gelernt, was ein Taxi vom Hamburger Hauptbahnhof in die lindgrüne Hölle kostet. Ich hätte auf diese Erfahrung verzichten können, aber als über eine Stunde immer noch kein SEV in Sicht war, ich zudem in Harburg nicht weitergekommen wäre, weil dort aufgrund eines Gaslecks keine Züge hielten, machte ich mich auf eine Suche nach einem Taxi. Ich war nicht die einzige, es gab kaum Taxen. Also sprach ich einen jungen Man an, der gerade in eines einstig, ob er zufällig nach Harburg fahre. Er bejahte, und als geklärt war, dass wir uns die Kosten teilen, stieg ich mit ein. Der Taxler war dann so nett, mich weiter in die lindgrüne Hölle zu fahren. Ich habe jetzt auch die Uber-App für den Fall, dass so etwas nochmal passiert.  

Ich hatte Besuch von einer Strickfreundin, die ich drei Jahre lang nicht da, weil es leider keine Yarncamps mehr gibt. Ich war beim Stricktreffen, das diesmal mehr als gut besucht war. Ich habe bei meiner Strickgruppe anscheinend einen Ruf weg. Ich kam später. Eine war neu dabei und wurde gefragt, wie sie vom Treffen erfuhr: "Ich habe da vor drei Wochen eine am Bahnhof angesprochen, die so einen schönen Schal trug. Die fragte, ob ich auch stricke, und erzählte, wann und wo ihr euch trefft. Ich weiß nicht, wie sie heißt." Alle im Chor: "Ach, Sabine!" Später beklagte sich eine aus der Gruppe, sie müsse schon wieder was für ihre Tochter stricken, die nicht stricken kann, und sie kommt gar nicht mehr zu ihren Projekten. Prompt kam: "Stell' sie mal Sabine vor." Die "Strickliesels", denen ich während der Reha Stricken beibrachte oder wieder ans Stricken heranführte, stricken übrigens immer noch.

Ich habe mit den beiden Sandkastenfreundinnen einen Wellness-Nachmittag in einer Therme verbracht. Am einem usseligen Herbsttag genau das Richtige, aber für mich auch ein enormer Stressor, weil viele Menschen und laut. 

Der Herbst macht mir gerade zu schaffen. Ich bedauere schon, dass ich mir so viel vornahm, dass ich nicht einfach eingekuschelt zu Hause sitzen und striekcn kann. Aber das ist auf Dauer ja auch keine Lösung.

In Sachsen-Anhalt reagieren machttrunkene Faschisten, unterstützt von BSW und CDU. Es ist schwer, damit umzugehen. Faschismus ist wieder Normalität, rückt im Landtag von Sachsen-Anhalt auch buchstäblich in die Mitte. Die Demokratie ist am Ende.  

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse. 

Mittwoch, 7. Oktober 2026

#WMDEDGT 10/26: Ein Jahr weiter, irgendwie

Heute ist wieder der fünfte Tag des Monats, und Frau Brüllen fragt "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?", kurz WMDEDGT? Vielen Dank für's Sammeln!

Heute ist Montag, normalerwiese ein entspannter Arbeitstag im Heimbüro. Heute aber nehme ich an einer Tagung in Hamburg teil. Heißt: Pünktlichst aufstehen und über eine Stunde eher los als sonst. Oder anders: Ich verlasse das Haus bei Sonnenaufgang und betrete es erst wieder bei Sonnenuntergang. So ein langer Tag ist ungewohnt und fordert mich Sensibelchen. Mich fordert auch, dass die Tage kürzer werden, dass es dunkel ist, wenn ich aufstehe, und dunkel ist, wenn ich nach Hause komme. Die schon lange verrentete Kollegin, die stets verneint, ließ sich ja weiland von Oktober bis März krankschreiben, weil sie befand, es sei ihr nicht zuzumuten, bei Dunkelheit zur Arbeit zu gehen bzw. bei Dunkelheit nach Hause zu kommen. Joa, kann man machen. Ich hingegen mag Arbeit und Kolleginnen zu sehr für so einen Move. Meine Ärztin würde so was auch nicht mitmachen. 

Der morgendliche Blick auf's Taschentelefon sagt mir nicht nur, dass ausnahmsweise mal kein Zug ausfällt, sondern auch, dass der Gatte vor einem Jahr kaum noch etwas aß - ein klares Zeichen dafür, dass seine allerletzte Lebensphase begann. Zwei Wochen später sollte er sterben.

Ich bin rechtzeitig am Bahnhof. Der Zug ist erfreulich leer und pünktlich, so pünktlich, dass ich beim Umsteigen eine S-Bahn ausfallen lassen kann, weil sie mir zu voll ist. Der Umstieg von der S-Bahn in den Bus bereitet mir kurz Probleme, denn ich stelle fest, dass ich an diesem S-Bahnhof noch nie umgestiegen bin. Außerdem bin ich so ein Land-Ei geworden, dass mich die Großstadt irritiert. Ich finde die Bushaltestelle, komme am Ziel an und finde den Tagungsort mithilfe der Hochbahnwache. 

Die Tagung ist super inklusiv und achtsam usw. Dass ich dennoch unter 100 Menschen die einzige mit Maske bin, überrascht mich nicht. Corona ist ja längst vorbei, und dass es immer noch Menschen gibt, die sich und andere schützen, interessiert nicht, Achtsamkeit hin oder her. 

Vormittags kommt meine Vertretungskollegin. Wir freuen uns, dass sie es geschafft hat, denn nach der letzten Infektion vor einem halben Jahr ist sie so schwach, dass kaum noch was geht. Aber klar, es ist nur eine Erkältung. Wir finden zwei Plätze am Rand mit einem Tischchen, auf den ich den Luftfilter stellen kann. Heißt für uns beide: Zwei Stunden ohne Maske. Danach geht meine Vertretungskollegin wieder. Der Tag darf nicht zu lang sein für sie. Für mich geht die Tagung noch bis halb fünf weiter - mit Maske, klar. Ich habe keinen Bock auf Erkältung, Grippe, Corona. 

Kurze Masken-Pause auf dem Weg zur Bushaltestelle. Ich brauche etwas, bis ich den richtigen Bus finde. Dass ich hier mal 40 Jahre lebte, hier regelmäßig umstieg, scheint komplett vergessen. Wegen einer Baustelle ist die Haltestelle an der S-Bahn verlegt, verpasse ich fast den Ausstieg, werde zum Glück stutzig, als sich der Bus fast leert. Ich finde den S-Bahnhof und bin zügig am Hauptbahnhof, wo es chaotisch wird, weil Verspätungen. Immerhin fallen die Verstärkerzüge nicht aus, so dass ich die beiden verspäteten übervollen Züge fahren lasse und den ziemlich leeren Verstärkerzug nehme. Da aufgrund der Verspätungen jetzt drei Züge fast gleichzeitig fahren, bin ich zwar eine halbe Stunde später zu Hause als geplant, aber pünktlich. 

Auf dem Hinweg ging die Sonne auf der anderen Seite auf.

Mittlerweile bin ich nicht nur müde und erschöpft, sondern trotz des guten und reichlichen Mittagessens auch hungrig. Ich beschließe, beim Asia-Imbiss vorbeizugehen. Nach ziemlich genau zwölf Stunden bin ich wieder zu Hause, habe Wan Tan und Ente süß-sauer dabei. Zu Hause ist das Licht an - ich ertrage es immer noch nicht, in ein dunkles, leeres, stilles Haus zu kommen. Normalerweise würde der Gatte auf mich warten, hätte das Abendessen fertig (oder, wenn ich wie heute etwas mitbringe, den Tisch gedeckt) und den Kamin angefeuert. Seit dem Tode des Gatten sind zwei Lampen über Zeitschaltuhr gesteuert, damit ich nicht in ein dunkles Haus komme, läuft den ganzen Tag das Radio, damit ich nicht in ein stilles Haus komme. Energieverschwendung, ich weiß. 

In der Nordheide kann der Himmel Drama.

Die Straßenklamotten abwerfen, abschminken und zu Abend essen. Ich schaffe mit Müh und Not den Montagskrimi, unterbrochen von den Sandkastenfreundinnen, die uns für einen Wellness-Tag verabreden. Den Wellness-Tag haben wir gestern einer von uns dreien zum runden Geburtstag geschenkt, und die andere besteht nun auf zügige Einlösung des Gutscheins. Da die Beschenkte diese Woche Urlaub hat, wird der Gutschein schneller eingelöst, als mir lieb ist. Ich muss meine Impftermine umbuchen und den Rehasport absagen. Gnarf. Ja, nee, doch, ich freue mich auf den Freundinnen-Tag. 

Ich verabrede mich mit einer Strick-Freundin und ertappe mich dabei, wie ich zum ersten Mal frage, ob sie zu mir kommen möchte. Bislang fragte ich immer noch, ob jemand zu uns kommen möchte. Vielleicht akzeptiere ich langsam, dass das alt-neue Haus nicht mehr unseres ist, sondern meins, egal, wie saehr ich mir wünschte, es wäre anders.

Auf dem Heimweg hatte ich mich bei der Chefin für den kommenden Tag im Echt-Büro abgemeldet, worüber ich angesichts meiner Erschöpfung mehr als froh bin. Ich falle ins Bett, lese* nur noch ein paar Zeilen und werde fast zehn Stunden schlafen.  

Der Blick zurück in die ersten fünf Corona-Jahre: Am 5. Oktober 2020 war der Gatte noch gesund und fuhr ins Büro, gab's eine Kundgebung für einen jüdischen Studenten, der am Vortag vor der Synagoge niedergeschlagen wurde, wo gerade Sukkot gefeiert wurde. Einzelfall, klar. Am 5. Oktober 2021 beschäftigte mich ein Krebsverdacht, der sich Gott sei Dank als unbegründet herausstellte. Am 5. Oktober 2022 war Yom Kippur. Am 5. Oktober 2023 ahnte niemand, dass die Hamas zwei Tage später eine Menschenjagd veranstalten sollte - das schlimmste Pogrom seit Ende der Shoah. Am 5. Oktober 2024 waren der Gatte und ich auf Mallorca, nicht ahnend, dass es unser letzter gemeinsamer Urlaub dort werden sollte. Ein Jahr später steht der Gatte am Ende seines kurzen Lebens. Zwei Wochen später sollten wir für immer getrennt sein. / *Affiliate link

Dienstag, 6. Oktober 2026

Decke, Mützchen und Bananensocken aus Drops Baby Merino für einen kleinen Prinzen

Ich freue mich, wenn ich für Babys und Kleinkinder stricken kann, und so war klar, dass ich auch etwas stricken werde, als mir F. erzählte, dass sie ein sechstes Enkelchen bekommen wird. 

Ein Beißring in Hasenform an einer Schnullerkette.

Meine Wahl fiel auf eine Babydecke, denn die kann man ja immer brauchen. Ich kannte auch nicht den Geschmack der Familie, wollte die Großmutter nicht fragen, denn es sollte eine Überraschung sein. Kleidung schied also aus, obwohl es so entzückende Baby-Pullis gibt.

Bananensöckchen für kleine speckige Beinchen.

Beim Muster war für mich wichtig, dass es Struktur hat, der neue Erdenbürger also ein paar haptische Reize bekommt, und das es möglichst mindless zu stricken ist. So kam ich auf das Muster Petit Prince, ein Drops Design. Putzige Randnotiz: Das Baby wurde tatsächlich ein kleiner Prinz, denn nach drei Mädchen freute sich die Familie über einen Jungen. Das wusste ich aber bis zur Nachricht über die geglückte Geburt nicht.

Ein Mützchen für den neuen Nestling.

Die Wolle, Drops Baby Merino in einem sanft-leuchtenden Gelb, reichte auch noch für ein Mützchen (ebenfalls ein Drops Design) und Bananensocken.

Der Zirkus-Hase präsentiert Mützchen und Bananensöckchen.

Von der Demenz-Decke, die ich für meine Mutter stricken wollte, habe ich noch drei Beißringe übrig. Einen in Hasenform häkelte ich an eine Schnullerkette, die an einen Schnuller-Clip kam. So kam auch ein wenig vom hasophilen Gatten mit ins Geschenk.

Das Muster der Babydecke im Detail.

Die Decke in voller Pracht.


Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag, zum Flickensalat und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln! 

Dieser Beitrag wurde zum DvD-Lieblink vom DvD 405 gewählt. Herzlichen Dank! Was für eine Freude!