Dienstag, 3. März 2026

#pmdd2026: Der 28. Februar 2026

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2026 auf Bluesky oder Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite. Ich mag dieses Bilder-Tagebuch sehr.

Ich kann inzwischen länger schlafen, schlafe auch oft wieder eine Nacht durch, aber gegen halb neun besteht Schnuffi dann doch darauf, dass es Zeit ist, aufzustehen.

Damit war schon länger zu rechnen ... 

Dem Gatten Gguten Morgen sagen.

Der Espresso, den ich im Sommer kaufte, als der Gatte im Krankenhaus war, und den ich nach seiner Rückkehr einfror, ist alle. Wenn ich aus Kopenhagen zurück bin, wird neuer gekauft. Ich vertrage ihn besser als Filterkaffee. Lifestyle-Teilzeit sei Dank, habe ich morgens auch die Muße, in Ruhe Espresso mit viel Milch zu trinken.

Frühstück.

Tiefkühler-Tetris ... In einer Woche müssen da die Lebensmittel untergebracht werden, die sonst während meines Urlaubs verdürben. Das wird spannend. 

Heute laufen auf unterschiedlichen Kanälen den ganzen Tag Nachrichten.

Die drei Thomas-Beckett-Rosen, die ich nach dem Tode des Gatten kaufte, scheinen den Winter überstanden zu haben! Eine kommt auf den Friedhof, eine an den Lieblingsplatz des Gatten in den Garten und die dritte in den Vorgarten, aus dem der Gatte einen Rosengarten machen wollte.

Auch das geschah an einem 28. Februar.

Die Wäscheberge abtragen. Zum ersten Mal trockne ich heute Wäsche auf dem Balkon.

Es ist Ultimo, also Kassensturz im Wollsparglas. 

Ich habe eigentlich keine Kraft zum Backen, aber ich möchte Kuchen haben, und um zum Bäcker zu gehen, fehlt erst recht die Kraft ... 

Das sieht doch schon mal ganz gut aus. 

Zum ersten Mal den Wollwickler* ausprobieren. Hat was von 'nem Puzzle. 

Doch, ich glaube, das muss so aussehen.

Es hat geklappt!

Heute ist Sonnabend. Der Gatte hat mich vor 17 Wochen verlassen. Ich bin noch immer gelähmt vor Trauer. Dementsprechend ist es ein ruhiger Tag. Ich könnte, müsste, sollte im Garten arbeiten oder den Vorgarten fegen oder den Keller aufräumen oder mich um den Nachlass kümmern oder oder oder, aber mir fehlt jegliche Kraft. 

Teezeit mit frischgebackenen Marmor-Muffins. Ich bin heute so kraftlos, dass ich noch nicht mal stricken mag ... 

Ich habe die Blumen schön. Den Fruchtgummi-Strauß brachte Besuch mit. Langsam sollte ich die Gummis mal essen, damit sie nicht hart werden, aber der Strauß ist doch so hübsch ... 

Blick in den Abendhimmel.

Bloggen fällt mir seit Wochen schwer, da einfach zu wenig Kraft. 

Das Abendessen vorbereiten. 

Auch daraus wird das Abendessen.

Das Abendessen. Ich bin immer wieder stolz, wenn ich es trotz fehlender Kraft schaffe, mir etwas zu kochen.

Ich schaffe es heute tatsächlich noch, die vielen Peppies in Google Maps zu übertragen!

Noch klappt es mit der Wolldiät. Aber noch bin ich auch nicht in Kopenhagen. Auf der Liste stehen mehrere Wollgeschäfte.

Das Ausräumen der Spülmaschine verschiebe ich auf den kommenden Tag.

Im Iran wird jetzt sicher gefeiert, genau wie bei den Exil-Iranern hier. Mal schauen, ob das Land eine demokratische Zukunft hat. Ich bin skeptisch.

Auch nach 17 Wochen hofft Schnuffi jeden Tag auf die Rückkehr seines Herrchens, das durch die Schlafzimmertür ging, um mit dem Treppenlift auf sein Sterbebett zu fahren. 

Mit dem Kuschel-Rudel vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Der Blick zurück in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 28. Februar 2020 war Corona nur eine Erkältung, maximal so schlimm wie eine Grippe (was auch nur Leute sagen können, die noch nie eine richtige Grippe hatten), verlebten wir den letzten Tag unseres Hochzeitstagsurlaubs in Dänemark. Am 28. Februar 2021 hatten wir uns in den Corona-Alltag eingelebt und die (leider vergebliche) Hoffnung, der Gatte würde wieder gesund. Außerdem hatten wir Impftermine und die (ebenfalls leider vergebliche) Hoffnung, mit der Impfung verschwände auch Corona. Am 28. Februar 2022 hatte meine Vertretung ihre Feuertaufe und bestand sie mit Bravour. Es war der erste Arbeitstag nach dem Hochzeitstagsurlaub in Dänemark. Am 28. Februar 2023 hatten wir plötzlich ein Haus, pendelten seit mehr als einem halben Jahr und hofften auf baldigen Umzug. Am 28. Februar 2024 waren wir vier Wochen entfernt von der Übergabe unserer Wohnung und der Beendigung des Hamburg-Kapitels. Am 28. Februar 2025 hatte der Gatte zwei OPs hinter sich und war guter Dinge, weil sie erfolgreich waren. Er ahnte nicht, dass noch sechs weitere OPs anstehen sollten und er keine acht Monate später sterben würde. / *Affiliate links

Sonntag, 1. März 2026

Samstagsplausch KW 09/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCXI

Mich erreichten einige Nachfragen, warum die Beantragung der Witwenrente bei mir so schwierig ist. Das weiß ich auch nicht. Der Antrag wurde am 5. Dezember 2025 elektronisch (!) von der zuständigen Sachbearbeiterin bei uns im Rathaus gestellt, ging also direkt bei der Rentenversicherung ein. Zwei Formulare für Arbeitgeber und Krankenkasse bekam ich mit zum Nachreichen. Mein Arbeitgeber füllte das Formular umgehend aus, so dass es zeitnah zur DRV ging. Bei der Krankenkasse liegt das Formular seit Anfang Dezember. Nachfragen werden nicht beantwortet. Ich war daher letzte Woche direkt bei der Krankenkasse, um das Formular auszufüllen und an die DRV zu schicken.

Die DRV brauchte geschlagene drei Monate, bis Anfang Februar, um den Eingang meines Rentenantrags zu bestätigen und festzustellen, dass zwei Formulare fehlen - das vom Arbeitgeber und das von der Krankenkasse. Das vom Arbeitgeber ging anscheinend in den letzten drei Monaten bei der DRV verloren, und das andere lag ja unbearbeitet bei der Krankenkasse. Das Arbeitgeber-Formular habe ich in Kopie eingereicht, das von der Krankenkasse habe ich inzwischen an die DRV schicken können, und jetzt hoffe ich ganz optimistisch, dass ich in den kommenden drei Monaten vielleicht tatsächlich schon blitzschnell einen Bescheid über die Höhe meiner Witwenrente bekomme. Den kann ich dann von einer unabhängigen Rentenberaterin, die sich netterweise über dieses Internetz bei mir meldete, weil sie meinen Blog liest, prüfen lassen. 

Finanziell ist das alles Gott sei Dank noch nicht dramatisch, zumal es mit der Auszahlung der drei vollen Renten, die es nach einem Todesfall zur Überbrückung gibt, problemlos und sehr prompt klappte, aber ich wüsste halt schon ganz gerne irgendwann mal, mit welchem Betrag ich monatlich zurechtkommen muss, ob ich die Rücklagen wie geplant für die Renovierung des alt-neuen Hauses nehmen kann.  

Auch bei den Versicherungen und beim Erbschein heißt es weiterhin warten, warten, warten. Aber wenn ich es richtig verstand, brauche ich keinen Erbschein, um die beiden Autos des Gatten umschreiben zu lassen. Beim Astra fehlt mir ja der Fahrzeugbrief. Vielleicht ist er im Tresor, den der Gatte aus der Wohnung mitnahm, aber der lässt sich nicht öffnen. Entweder, ich bin zu blöd oder die Tür ist verzogen oder beides. Jedenfalls hoffe ich, dass Kaufvertrag, letzter TÜV-Bericht, Testament und Generalvollmacht reichen, um einen neuen Fahrzeugbrief zu bekommen (und um das Karlchen auf mich umschreiben zu lassen). Dann werde ich den Astra schweren Herzens verkaufen. Zwei Autos sind einfach absoluter Blödsinn (von den Kosten ganz zu schweigen). Am Astra hängen aber einfach so, so viele Erinnerungen!

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich mich, im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 311, und die Trauer wird nicht weniger. 

Ansonsten war ich diese Woche endlich mal wieder zum Blutspenden. Ich habe das sehr lange regelmäßig gemacht, bis mein Blut zurückgewiesen wurde, ohne dass man mir einen Grund dafür nannte. Mein Hausarzt fand auch keinen Grund. Ich bin gespannt, ob mein Blut diesmal okay ist. Als ich beim Blutspenden im hiesigen Möbelhaus ankam, war's einigermaßen skurril, denn rechts und links von der Tür lagen erstmal zwei Menschen auf dem Boden. Entweder kamen sie gar nicht erst zum Spenden, weil sie vorher ohnmächtig wurden, oder es erwischte sie auf dem Weg nach Hause. Ich war wohl auch etwas blass um die Nase, denn ich musste noch vor dem Spenden Cola trinken, und nach dem Spenden wurde mir noch im Liegen ebenfalls Cola aufgedrängt. Danach bekam ich buchstäblich eine Extrawurst: Ich mochte weder Mohnkuchen noch Erbsensuppe, wusste aber, dass ich etwas essen muss, und bekam deswegen eine Wurst mit Brötchen ohne Erbsensuppe - und Cola. So viel Cola trank ich ewig nicht mehr. Dass ich nach dem Blutspenden den Wocheneinkauf erledigte, inkl. des Schleppens zweier Wasserkästen, war übrigens nicht meine beste Idee. Ich bin halt schon sehr sehr lange keine 30 mehr - da steckte ich das nach dem Blutspenden locker weg. 

Das Kennenlerngespräch mit Chefin I stand an - sie ist neu im Team. Das Gespräch war wie erwartet problemlos. Sie betonte wieder, dass sie nach Möglichkeiten suchen wird, mich im Team zu halten, wenn ich aufgrund meiner Lifestyle-Teilzeit in finanzielle Schwierigkeiten kommen sollte. Sie prüft eine Einstufung in eine höhere Entgeltgruppe, die ohnehin überfällig wäre, und guckt, ob sich irgendwo 25% auftreiben lassen, damit ich ggf. in Vollzeit arbeiten kann, nicht auf zwei Stellen arbeiten muss - die denkbar schlechteste Lösung. Das finde ich großartig, denn ich möchte gerne in der jetzigen Position und mit dem jetzigen Team weiterarbeiten. Ansonsten bekam ich mal wieder zu hören, dass ich zu schnell und zu viel arbeite - dabei habe ich mein Tempo schon arg gedrosselt, fehlt mir immer noch die Konzentration.  

Durch's Büro galoppieren wieder mal diverse Viren. Eine Kollegin schickten wir schlichtweg nach Hause, damit sie nicht weiter zur Virenschleuder wird, eine andere meldete sich einen Tag nach unserem Vier-Augen-Gespräch krank. Zum Glück tat mein Luftfilter, was er tun soll, denn ich habe keinen Bock auf Erkältung, RSV, Grippe, Corona ... Ich verstehe nicht, dass zwar alle realisieren, dass sie nach analogen Veranstaltungen grundsätzlich erkältet ausfallen, sich aber nicht schützen. Seit drei Jahren höre ich regelmäßig, dass es klug wäre, eine Maske zu tragen, nur außer mir trägt sie keine. Stattdessen nehmen die Kolleginnen die Viren aus den Schulen und Jugendzentren mit, um sie in Büro und Familie weiter zu verteilen, von wo sie wieder in Schulen und Jugendzentren gehen. 

Schwiegermutter erwischte mich zwei Mal auf dem Taschentelefon. Die Gespräche waren total wirr. So soll ich Sterbeurkunden ihres Mannes entwendet haben. Ich weiß schon, warum ich in ihrer Wohnung nicht an irgendwelche Schränke gehe, ohne dass sie neben mir steht ... Da sie mir vorher erzählte, sie habe ihren Schreibtisch aufgeräumt und alles weggeworfen, was sie nicht mehr brauche, kann ich mir vorstellen, wo die Sterbeurkunden landeten. Ihre Demenz schreitet anscheinend rasend schnell voran. Ich habe mir im März einen Tag Urlaub genommen, um zu ihr in die Seniorenwohnanlage zu fahren, um Papierkram für die Räumung der Wohnung nach ihrem Tode zu erledigen. Ansonsten habe ich beschlossen, mich weitgehend herauszuhalten, mich nicht verantwortlich zu fühlen. Ich habe keine Kraft, mich auf eine demente Person einzustellen, und die Verletzungen, die Schwiegermutter mir permanent während meiner Ehe zufügte, habe ich auch nicht vergessen, ebenso wenig wie den Angriff auf den Gatten im Mai 2025 anlässlich ihres 90. Geburtstags. So bösartig, heimtückisch und hinterlistig, wie sie "normal" schon ist, wird das bei Demenz kaum besser. Ich weiß, ich bin eine schlechte Schwiegertochter, aber das bin ich schon seit 26 Jahren. Davon abgesehen, werde ich an eingeübten Ritualen nicht rütteln. So werde ich selbstverständlich zum Osteressen zu Schwiegermutter fahren und natürlich auch einen Rüebli-Kuchen mitbringen - wie in den letzten 26 Jahren auch. 

Eigentlich will Schwiegermutter auch, dass wir einen Notartermin für Patientenverfügung und Testament machen. Sie weigert sich allerdings, unseren Notar zu nehmen, sondern einen nehmen möchte, den die Seniorenwohnanlage empfiehlt. Allerdings ist sie nicht in der Lage, da einen Termin auszumachen und will auch nicht, dass ich das mache. Also drehen wir uns da im Kreis. Wenn ich die Juristerei richtig verstand, ist der Notartermin unnötig, weil ich das Erbe des Gatten antrat und somit automatisch in der Pflicht bin, solange ich das Erbe nicht ausschlage. Ich lasse das alles auf mich zukommen. Für etwas anderes habe ich ohnehin keine Kraft.  

Wie kraftlos ich bin, merke ich daran, dass mich das Dasein an sich komplett überfordert, mich alles aus der Bahn wirft, sei es ein zickendes Taschentelefon, das vermutlich ersetzt werden muss, sei es zwei Blasen, die ich mir lief und mit deren Behandlung ich völlig überfordert bin, sei es die bevorstehende Kopenhagen-Reise ... Immerhin habe ich es geschafft, mir zwei Socken als kleines Reise-Strickprojekt auszusuchen und die Wolle dafür zu wickeln. Ich bin gespannt, ob ich die Strickanleitungen begreife. Außerdem habe ich mir ein Strickprojekt ausgesucht, für das ich in Kopenhagen Wolle kaufen möchte, als Souvenir sozusagen. Sonst bin ich im Wollgeschäft total überfordert und komme wie sonst auch mit Sockenwolle nach Hause.

Kassensturz im Wollsparglas: Im Februar erstrickte ich sagenhafte 63,50 Euro!

Zu den schönen Momenten in dieser Woche gehörten der Klönschnack mit der 91jährigen Strick-Nachbarin, die sich über die geliehenen Gewürz-Bücher freute, und das kurze, aber intensive Treffen mit den beiden Sandkastenfreundinnen. Begegnungen mit Menschen strengen mich einfach sehr an. Ansonsten war ich kaum in der Lage, den Sessel zu verlassen, schaffte es weder zum Friedhof, ins Kino oder in den Garten, schaffte nur mit Mühe den Haushalt und die tägliche Versorgung. Immerhin habe ich es am Wochenende geschafft, die Steuer-Unterlagen für 2024 zusammenzustellen. Das war emotional sehr anstrengend, sah ich dabei doch nochmal das Jahr mit dem Gatten vor mir, den letzten Dänemark-Urlaub, den letzten Mallorca-Urlaub, die vielen schönen Momente ... Jetzt bin ich gespannt, ob ich Steuern nachzahlen muss.  

Die Rosen, die ich für den Gatten kaufte, scheinen den Winter gut überstanden zu haben - alle drei. Die, die am Besten aussieht, kommt nach meinem Urlaub auf's Grab. Die beiden anderen kommen an den Lieblingsplatz des Gatten im Garten und in den Vorgarten, aus dem der Gatte einen Rosengarten machen wollte. 

Jetzt, mit beginnenden Frühling und länger werdenden Tagen wird meine Trauer mitnichten weniger. Im Gegenteil. Jetzt beginnen die Jahreszeiten, die der Gatte besonders liebte. Es geht mir noch schlechter als im Winter. Die Trauer ist einfach unendlich, begleitet mich mit jedem Atemzug, egal, wie unbeschwert ich auf andere wirken mag.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Sonntag, 22. Februar 2026

Samstagsplausch KW 08/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCX

Normalerweise wären wir jetzt in Dänemark oder am Weißenhäuser Strand, um unseren 24. Hochzeitstag zu feiern, aber seit dem Tod des Gatten vor 16 Wochen ist nichts mehr normal. 

Sonnenuntergang. Diese Woche gab's gelegentlich Abwechslung von Dauer-Grau.

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich mich, im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 310. 

Die Woche war anstrengend, aber momentan strengt mich ja das pure Dasein an. 

Mein Antrag auf Kontenklärung bei der Rentenversicherung ist gestellt. Da fehlten bislang die Zeiten vor dem 30. Lebensjahr. Finanziell wird das nichts bringen, ich werde nicht die Grundrente erreichen, und aufgrund des Hauses bekomme ich auch keinen Grundrentenzuschlag. Trotzdem muss das alles einmal erfasst werden. Es ist für mich schwer, damit klar zu kommen. Eigentlich wollte ich nächstes Jahr in Rente gehen. Durch die Renten des Gatten wäre das vermutlich möglich gewesen. Stattdessen muss ich mir nächstes Jahr eine Vollzeitstelle suchen für die kommenden acht bis zehn Jahre bis zur Rente, und auch danach weiß ich nicht, ob es sich finanziell ausgeht. Momentan ist das alles noch kein Drama, reichen die Rücklagen, aber auf Dauer ist es keine Perspektive, von den Rücklagen zu leben. 

Nach einem Vierteljahr ist zumindest mein Antrag auf Witwenrente in der Bearbeitung. Diese Woche hatte ich einen Termin bei der Krankenkasse wegen eines fehlenden Formulars. Dabei stellte sich heraus, dass die Krankenkasse das Formular nicht wie vermutet zwei Mal verschlampte, sondern dass sie es schlichtweg seit Mitte Dezember nicht bearbeitet. Der Sachbearbeiterin, bei der ich war, war das sehr unangenehm. Sie kann sich zwar nicht aus, weil die Beantragung von Witwenrente nicht zu ihren Aufgaben gehört, gab sich aber alle Mühe, so dass ich am Schluss mit einem ausgefüllten Formular gehen konnte. Das ist jetzt auf dem Weg zur Rentenversicherung. Mal schauen, wie lange es bis zur Entscheidung dauert, ob ich Witwenrente bekomme.

In dieser Woche kam der Befund der Mammographie in der Vorwoche. Gott sei Dank ist er negativ! Seit einer Krebs-Diagnose im April 2021 bin ich da sehr angespannt. Wo der Krebs sitzt, weiß ich allerdings noch immer nicht. So lebe ich also weiterhin mit der Diagnose und bin gespannt, wann und wo sich das Biest zeigen wird. 

In der Hoffnung, dass es Mitte März nicht mehr schneit, habe ich zwei Termine zur Sperrmüll-Abholung gemacht. Die letzten beiden Termine habe ich storniert, weil unsere kleine Straße vereist war, es unklar war, ob sich die Müllabfuhr hinein traut. Seit Ende Dezember war hier wegen des Winterwetters jede Woche Müll-Lotto angesagt. Die Tonnen stellte ich kaum an die Straße, und beim Sperrmüll hatte ich keine Lust, den womöglich hin und her zu tragen. Ergebnis der seit Wochen oft ausfallenden Müllabfuhr ist ein ernsthaftes Rattenproblem (neben versperrten Gehwegen, weil viele ihre Tonnen einfach stehen lassen in der Hoffnung auf nachträgliche Abholung). Dass mir tagsüber Ratten vor die Füße laufen, hatte ich zuletzt an den Hamburger Landungsbrücken ... Morgen kaufe ich Köder für die Boxen, die der Kammerjäger hier ließ. Ich werde jetzt einfach dauerhaft Köder auslegen.

Ich habe endlich wieder einen Karton für Momox packen können. Die Regale des Gatten sind allerdings kaum leerer geworden. Um die ganzen Sachen aus seiner Werkstatt zu verkaufen, fehlt mir aktuell einfach die Kraft, ebenso für die Sachen, die sich nicht über Momox verkaufen lassen. Ich hoffe, ich habe zum Sommer hin Kraft für einen Flohmarktstand, hoffentlich mit der Unterstützung von Freundinnen, denn ich befürchte, dass ich das alleine nicht packe.

Vorgestern traf ich in der Mittagspause die 91jährige Nachbarin. Irgendwie mag ich es ja, dass man sich in der Kleinstadt so oft über den Weg läuft. Jedenfalls erzählte sie, dass es ihr auch sechs Jahre nach dem Tod ihres Gatten immer noch schwer fällt, für sich alleine zu kochen, es immer zu viel wird usw. Zufällig habe ich Kochbücher für ein bzw. zwei Personen, und so trafen wir uns am Spätnachmittag zum Klönen, Stricken und Kochbuchgucken. Sie meinte irgendwann, sie hätte gerne ein Buch, in dem steht, was man mit allen Gewürzen macht. Sie kenne ja nur Salz und Pfeffer, kaufte sich letztens einfach mal Chili, obwohl sie nicht weiß, was sie damit soll. Morgen bringe ich ihr dann meine Gewürzbücher vorbei ... So viel Neugier mit fast 92 Jahren ist einfach entzückend!

Mit Tante telefonierte ich zwei Mal länger. Anfang der Woche ging es ihr nicht so gut, war sie niedergeschlagen, aber gestern hatte sie sich Gott sei Dank wieder berappelt, war guter Dinge. Mit Schwiegermutter telefonierte ich einmal, nachdem sie mich nicht wie zugesagt anrief. Sie wusste aber schon nicht mehr, dass sie mich zwei Tage vorher anrufen wollte, und die Auseinandersetzungen zwischen Tantes ominöser Hilfe und Tante erwähnte sie auch nicht mehr. Sie war ziemlich wirr, erzählte, dass sie seit Tagen damit beschäftigt sei, Unterlagen zu sichten und wegzuwerfen, weil sie einfach nicht stillsitzen kann, sich immer beschäftigen muss. Und natürlich kam die obligatorische Frage, wann ich endlich zu Besuch komme. Den Winter kann ich jetzt ja nicht mehr als Ausrede nutzen. 

Kommende Woche bin ich mit den Sandkastenfreundinnen verabredet. Wir haben es tatsächlich binnen eines Tages geschafft, uns auf einen Termin zu einigen!

Im Büro ist reichlich zu tun, stehen weiterhin viele Entscheidungen für die kommenden vier, fünf Jahre an. Zum Glück schlief ich ein paar Nächte einigermaßen durch, konnte mich dadurch besser auf die Arbeit konzentrieren. Meine entzückende Kollegin ist zum Glück auch immer noch im Hintergrund. Anders als ich arbeitet sie sehr akribisch, entscheidet nicht spontan oder intuitiv. Sie ist da momentan mein Sicherungsnetz. Sie wäre inzwischen auch fit genug, das Projekt ab dem kommenden Jahr zu leiten, so wie es geplant war. So wird's wohl auch kommen, wenn ich für eine Vollzeitstelle in einen anderen Bereich wechseln muss. Meine Stelle ist nun mal auf 75% angelegt, kann nicht einfach auf 100% erhöht werden. Die fehlenden 25% müssten von einer anderen Stelle aus dem Team kommen, und das ist momentan nicht möglich, da niemand weniger arbeiten möchte. Ich könnte mir für die fehlenden 25% woanders eine Stelle suchen, aber ich möchte nicht mehr zwischen zwei Stellen pendeln. Ich war heilfroh, als diese Zeit nach langen Jahren endlich vorbei war. Es fällt mir schwer, aus dem jetzigen Team wegzugehen, denn beruflich bin ich endlich angekommen. Nur so, wie es jetzt aussieht, habe ich finanziell keine andere Möglichkeit.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Sonntag, 15. Februar 2026

Samstagsplausch KW 07/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCIX

Dass der Februar durch den Tod des Gatten ein schwerer Monat würde, war mir schnell klar. Im Februar vor 26 Jahren haben wir uns offiziell verlobt - inoffiziell, nur für uns sagten wir schon ein Vierteljahr früher Ja zu einander, ganz kurz nach unserem Kennenlernen. Im Februar vor 24 Jahren heirateten wir. Im Februar ist Valentinstag. Alle drei Tage zelebrierte der Gatte liebevollst mit Blumen, Geschenken, Essenseinladungen. Da wir vor 24 Jahren aus beruflichen Gründen keine Hochzeitsreise machen konnten, uns gerade mal für ein langes Wochenende frei nehmen konnten, fuhren wir jedes Jahr über unseren Hochzeitstag weg, wenigstens für ein langes Wochenende. Damit hörten wir erst 2023 auf, nachdem der Gatte einen Schlaganfall hatte und wir mit dem alt-neuen Haus beschäftigt waren.

Der Abendhimmel auf dem Friedhof kann Drama.

Ich bin froh, dass ich gestern und letzten Sonntag lieben Besuch hatte, um mir die schweren Februarwochen etwas zu erleichtern, mich auch zum Friedhof zu begleiten und mit mir zu weinen. Blumen, Schnobkram und selbstgebackenen Kürbisstuten brachte der Besuch auch noch mit!

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich mich, im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 309. 

Die DRV meldete sich endlich zum Antrag auf Hinterbliebenen-Rente. Der Antrag ist also nach gut einem Vierteljahr in Bearbeitung. Es fehlen zwei Formulare. Eines verschlampte die DRV, das zweite ging zwei Mal bei der Krankenkasse, die es ausfüllen muss, verloren. Kommende Woche habe ich einen Termin bei der Krankenkasse, um das Formular in meinem Beisein ausfüllen zu lassen. Bei dem anderen hoffe ich, dass der DRV eine Kopie reicht, sonst muss ich meinen Arbeitgeber nochmal damit behelligen. 

Ich schlafe seit bummelig zwei Wochen etwas besser, was heißt, dass ich mehr Energie für meinen Alltag habe. Das führte dazu, dass ich es inzwischen schaffte, alle Versicherungen vom Tode des Gatten zu unterrichten und einige Mitgliedschaften zu kündigen. Mal gucken, wann das alles abgewickelt ist. Das hängt auch maßgeblich davon ab, wann ich den Erbschein bekomme. Ich hoffe, das klappt noch in diesem Jahr.

An der Tür zu meinem Arbeitszimmer hängt jetzt eine Pinnwand mit vielen Zetteln der Vorgänge, die ich im Auge behalten muss, und die Vorgänge liegen hübsch sortiert auf der Bettseite des Gatten - da ist einfach am meisten Platz. Ich versuche, jeden Tag ein paar Minuten die Unmengen von CDs, Videospielen und Büchern des Gatten zu sichten für das nächste Momox-Paket. Das kostet unwahrscheinlich viel Kraft. Für die Großbaustellen Keller und Dachboden ist erst recht keine Kraft da. Auch wenn ich besser schlafe, bin ich doch immer noch froh über jeden Tag, an dem ich es schaffe, aufzustehen. 

Im Büro ist viel zu tun, ich muss alles an Kraft und Konzentration aufbringen, was ich finden kann. Die neue Chefin (Chefin I, wir haben jetzt zwei Chefinnen) ist sehr bemüht und fürsorglich. Als sie hörte, dass meine Kollegin und ich arge Technik-Probleme mit unserem CMS haben, kam sie sofort, um sich das CMS samt technischer Tücken demonstrieren zu lassen. Das ist neu! Ergebnis: Wir kümmern uns um ein neues CMS! So schnell fallen bei uns selten Entscheidungen. Außerdem befand Chefin I, ich könne unmöglich mit dem alten Monitor arbeiten, an dem ich arbeite, sondern bräuchte zwei große Bildschirme, um meine Augen zu entlasten. Mit so viel Fürsorge kann ich nur schlecht umgehen. 

Ich versuche, mich auf die bevorstehende Kopenhagen-Reise zu freuen. Im Moment überwiegt das Gefühl, das wird endlos anstrengend. Deswegen fahre ich auch nicht über unseren Hochzeitstag weg - die Kraft fehlt. Eine Wien-Reise ist im Gespräch, worüber ich mich freue, aber auch hier überwiegt aktuell die Sorge, dass die Kraft nicht reichen könnte. Von der angedachten Jordanien-Reise rede ich gar nicht erst. Richtig in die Urlaubsplanung starten kann ich ohnehin erst, wenn ich weiß, wann meine Reha beginnt (falls überhaupt) und wie langfristig meine Finanzen aussehen werden.

Diese Woche musste ich auch zur zweijährlichen Brustkrebsvorsorge. Durch den Umzug kam ich etwas aus dem Takt, musste dem Termin hinterher telefonieren. Dafür fand das Screening jetzt in der Kleinstadt statt, konnte ich ganz kommod zu Fuß gehen und danach noch einen Teil des Wocheneinkaufs erledigen. Hier findet das Screening nicht in einem riesigen Zentrum statt, sondern kuschelig in einem Bus, wo ich zusammen mit fünf anderen Frauen wartete. Wir bekamen alles voneinander mit - Datenschutz wird überschätzt. Ich bin gespannt auf das Mammographie-Ergebnis, lebe ich doch seit April 2021 mit einer Krebs-Diagnose, ohne zu wissen, wo in meinem Körper dieses Biest schlummert.

Schwiegermutter versinkt immer schneller in der Demenz. Aktuell werde ich zwischen ihr und Tante aufgerieben. Tante möchte ja, dass ich mich um ihren Nachlass kümmere, wenn Schwiegermutter dazu nicht mehr in der Lage sein sollte. Das bekam diese ominöse Hilfe mit, die sich mit ihrem Mann um Tante kümmert. Und diese ominöse Hilfe realisierte auch erst jetzt, dass ich Weihnachten dafür sorgte, dass sie nicht als erstes in Tantes Wohnung darf, sobald Tante stirbt. Der Plan dieser Hilfe ist nämlich, sich alle Wertsachen unter den Nagel zu reißen, und das sagt sie auch ganz unverblümt. Weihnachten sorgte ich dafür, dass Schwiegermutter und ich erst den Nachlass sichten, bevor diese Hilfe etwas verkaufen und das Haus ausräumen kann. Das ist mit der Dame auch so in ihrem Beisein abgesprochen, aber sie realisierte das erst jetzt. Ich vermute, dass sie zumindest die Bankkonten leerräumen wird, bis wir da sind. Jetzt will diese Person sich nicht mehr um Tante kümmern, und die ist verzweifelt, weil sie Hilfe braucht. Man könnte eine andere Lösung finden als diese Dame, aber das will Tante nicht.

Jedenfalls habe ich abwechselnd Schwiegermutter und Tante am Telefon. Schwiegermutter unterstellt Tante bösartig zu sein, nur mir gegenüber freundlich zu tun. Ich habe Tante in den letzten 26 Jahren nie anders als lieb und freundlich kennengelernt, was auch dem Empfinden des Gatten entspricht, der sie ja 64 Jahre lang kannte. Sie war ihm immer lieber als seine eigene Mutter. Insofern traue ich eher dem Gatten und mir. Ich weiß, wie bösartig und hinterhältig Schwiegermutter sein kann, auch bei klarem Verstand.

Bei Schwiegermutter kommt jetzt noch eine fürchterliche Weinerlichkeit hinzu, weil sie Angst hat, mich zu verlieren. Ich kenne das von meiner Mutter, grenze mich ab, aber das kostet unwahrscheinlich viel Kraft. Ich hatte gehofft, ich könnte den Tod des Gatten in Ruhe verarbeiten und langsam so etwas wie ein eigenes Leben entwickeln, aber nicht mir dieser Schwiegermutter, die versucht, sich an mich zu klammern. 

Seit heute scheint zumindest bei Tante ein wenig Ruhe eingekehrt zu sein. Ich führte ein längeres Telefonat mit ihr, die dieser Dame ausredete, einen Anwalt einzuschalten, um gegen Schwiegermutter und mich vorzugehen, und besprach mit ihr, wie sie diese Dame notfalls loswerden kann. Tante hat ja einen Pflegedienst, und die Aufgaben, die diese ominöse Hilfe für sie erledigt, kann auch eine Haushaltshilfe vom Pflegedienst übernehmen - gegen Bezahlung, aber ihre komische Hilfe arbeitet ja auch nicht umsonst, sondern zockt Tante kräftig ab. Ich sagte Tante zu, dass ich mich kümmern werde, wenn ihre komische Hilfe tatsächlich abspringt, notfalls gerne ein paar Tage zu ihr fahre, um vor Ort alles zu regeln, und hoffe, das beruhigt sie etwas. 

Aktuell geht es Tante zwar nicht gut, aber generell ist sie quietschfidel. Dass diese Hilfe permanent in Tantes Beisein darüber redet, was sie mit Tantes Sachen macht, wenn sie erst mal tot ist, finde ich, gelinde gesagt, geschmack- und anstandslos. Sie hat sogar auf einige Dinge schon Aufkleber mit ihrem Namen geklebt! Wenn ich könnte, wie ich wollte, hätte ich Weihnachten schon sehr deutliche Worte gefunden. Aber ich mache natürlich nichts, was Tante schadet. 

Zum Glück ruft Schwiegermutter ausschließlich über das Taschentelefon an, und das ist die meiste Zeit über stumm. So kann ich wenigstens entscheiden, wann ich zurückrufe. Schwiegermutter redet inzwischen so wirr, dass ich Mühe habe, ihr zu folgen. Ich bin gespannt, wie lange das noch gut geht. Noch ist keine Demenz diagnostiziert, gilt Schwiegermutter nur als speziell - und das ist sie schon ihr ganzes Leben ... 

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Freitag, 13. Februar 2026

#12von12 im Februar 2026

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt wie jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! Hier kommen meine Februar-Bilder. 

#1: Schnuffi und ich halten nichts vom Aufstehen bei Dunkelheit. Es will gefühlt morgens einfach nicht früher hell werden, und das Dauergrau hebt auch nicht gerade die Laune.

#2: Dem Gatten guten Morgen sagen.

#3: Lifestyle-Teilzeit leben und langsam in den Arbeitstag starten mit Strickzeug, Milchkaffee und Marmeladenbrot.

#4: Nach dem Krebs gucken. Ich habe seit April 2021 eine Krebs-Diagnose, weiß aber nicht, wo im Körper sich das Biest versteckt.

#5: Erste Frühlingsboten zwischen dem Streusand.

#6: Letzten Mittwoch bestellte ich einen Hasen-Leuchter für den Gatten. Heute konnte ich ihn abholen. Ich hoffe, er gefällt ihm.

#7: Bunte Blumen gegen das Dauergrau.

#8: Mittagspause mit Granola nach einem Rezept aus Shermins neuem Kochbuch*.

#9: Ich halte die Wolldiät bis auf eine Ausnahme eisern ein.

#10: Auf zum Stricktreffen. Jedes Mal, wenn ich die Münzen für den Teilnahmebeitrag suche, muss ich daran denken, wie der Gatte mir im Sommer drei Euro aus seiner Kleingeldsammlung gab und verschmitzt lächelnd meinte, ich solle mir einen schönen Abend machen. Das war ein Vierteljahr vor seinem Tod.

#11: Vor dem Stricktreffen war ich noch schnell einkaufen. Es glitzert, und es zeigt Minnie Mouse - das Brillen-Etui musste einfach mit!

#12: Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*. Schnuffi fehlt im Bild. Er hält immer noch Aussicht nach seinem Herrchen, das am 16. Oktober 2025 zum letzten Mal durch die Schlafzimmertür ging. Schnuffi denkt noch immer, dass sein Herrchen doch irgendwann wieder zurückkommen muss. 

Der obligatorische Rückblick in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 12. Februar 2020 beschäftigen mich meine Wechseljahrsprobleme, stand eine OP an. Fünf Jahre später bin ich immer noch mit den Wechseljahren beschäftigt. Am 12. Februar 2021 machte ich meinen ersten Corona-Test. Am 12. Februar 2022 waren die Tests schon Routine ... Dabei hoffte ich so sehr, spätestens mit der Impfung würden wir diese Moppelkotze los. Am 12. Februar 2023 war ich vom Pendeln erschöpft, arbeitete noch an der Nesteldecke für meine inzwischen verstorbene Mutter. Die Decke ist inzwischen aufgeribbelt und wurde zu Socken und Mützen. Am 12. Februar 2024 war ich in der Reha. Am 12. Februar 2025 war der Gatte guter Dinge, hatte er doch zwei schwere OPs und einen Krankenhaus-Keim überstanden. Er wusste nicht, dass noch sechs schwere OPs, diverse Infektionen mit Bakterien, Keimen und letztlich tödlichen Pilzen auf ihn warteten und er nur noch acht Monate zu leben hatte. / *Affiliate links