Das Treppenhaus im Sonderausstellungsgebäude des Archäologischen Museums finde ich besonders schön, vor allem im Gegenlicht.
Posts mit dem Label Harburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Harburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 18. Mai 2018
Mittwoch, 23. November 2016
Sieben Sachen Sonntag 46/16: Eiszeiten und Knusperhäuschen
Dieser Sonntag begann verhältnismäßig früh: Ich war verabredet und musste dazu über die Elbe, nach Harburg. Für'n ordentlichen Hamburger ist das ja schon Ausland.
Wir gucken uns die Eiszeiten-Ausstellung im Helms-Museum an. Hier ist die Kunst der Mammutjäger zu sehen, während sich der andere Teil der Doppelausstellung im Museum für Völkerkunde mit den Menschen des Nordlichts beschäftigt. Die gucken wir uns mal auf einem anderen Sonntag an.
Die Ausstellungsobjekte sind faszinierend. Mich begeistern vor allem die Funde aus Hamburg - kaum vorstellbar, dass bis vor 15.000 Jahren vor unserer Zeit hier Wollhaarnashörner lebten. Einzig die Hasen fehlten mir auf der Liste der Tiere, deren Knochen die Archäologen fanden. Der Gatte, dem ich später davon erzählte, folgerte messerscharf, Hasen wären eben zu schlau, um sich jagen zu lassen ...
Pünktlich zu meinem Geburtstag im nächsten Jahr eröffnet die Duckomenta im Helms-Museum.
Wir nutzen die Helms-Lounge, um uns über die Ausstellung auszutauschen und zu klönen. Auch wenn sich die Speisekarte verlockend liest: Das Frühstück liegt noch nicht so lange zurück. Deswegen gibt es nur ein Eis und den Entschluss, mal auf einem Sonntag Abend in Ruhe zum Essen zu kommen.
Auf den Zusammenbau des Lebkuchenhäuschens freute ich mich schon lange. Völlig aus dem Häuschen war unerwarteterweise der Gatte, der um mich herumtänzelte und fragte, ob das Haus auch beleuchtet ist, ob es ein Soundmodul hat und und und.
Am liebsten hätte er es mit mir zusammen aufgebaut, aber er war verabredet und musste los. Hätte ich geahnt, dass ihn das Häuschen so begeistert, hätte ich früher angefangen und ihn mitmachen lassen. Als er abends wiederkam, war das Haus beleuchtet. Um das Soundmodul darf er sich kümmern.
Den Tag beende ich strickend - die Liste diverser Weihnachtswünsche muss schließlich abgearbeitet werden. Aktuell sind Filzpuschen für die Schwiegermutter auf der Nadel.
Dieser Beitrag geht rüber zum Sieben Sachen Sonntag.
Affiliate links
![]() |
| #1: Navigieren lassen. |
![]() |
| #2: Staunen. Ein Mammut ist in einen Wollhaarnashörnknochen graviert (Replik). |
![]() |
| #3: Vorfreude. Noch ist die Venus von Willendorf im Museum zu sehen. Ab nächsten Sommer wird die Venus von Willenduck gezeigt. |
![]() |
| #4: Eis löffeln. |
![]() |
| #5: Knusper, knusper knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen? |
Am liebsten hätte er es mit mir zusammen aufgebaut, aber er war verabredet und musste los. Hätte ich geahnt, dass ihn das Häuschen so begeistert, hätte ich früher angefangen und ihn mitmachen lassen. Als er abends wiederkam, war das Haus beleuchtet. Um das Soundmodul darf er sich kümmern.
![]() |
| #6: Tupfen. Auf die Socken müssen Antirutschnoppen. |
![]() |
| #7: Stricken. |
Affiliate links
Montag, 8. Februar 2016
Wo man schon mal einen 400 Jahre alten Teller zerbrechen kann oder: Bei #Ausgegraben im Helms-Museum
Zum zweiten Mal lud das Archäologische Museum Hamburg (AMH), von alten Frauen wie mir immer noch "Helms-Museum" genannt, zu einem Social-Media-Abend ein, diesmal in die aktuelle Sonderausstellung "Ausgegraben. Harburg archäologisch". Sie läuft bis zum 10. April 2016.
Als ich erzählte, wohin ich gehe, war ich erstaunt, wie wenig Menschen das AMH kennen. Für'n ordentlichen Hamburger ist eben alles südlich der Elbe schon Balkan. Ich hingegen ging in Harburg zur Schule, war als Kind schon öfter im Helms-Museum, dann als Studentin, später mit diversen Kindern, und heute treffe ich mich mindestens einmal im Jahr dort mit E., um eine Sonderausstellung zu sehen.
Falls Du das AMH noch nicht kennst: Hin da! es lohnt sich! Es tut auch gar nicht weh, mit der S-Bahn über die Elbe zu fahren - die S-Bahn bringt Dich sogar wieder zurück nach Hamburg, versprochen!
Aber zurück zum Social-Media-Abend: Knapp 50 Twitterer, Instagramer und Blogger folgten der Einladung des Museums zu einer Führung und anschließendem Beisammensein bei wunderbarstem Kehrwieder-Bier und Bretzeln.
Nach einer kurzen Einführung ging's in die Ausstellung. "Ausgegraben" präsentiert die Ergebnisse zweijähriger, umfangreiche Ausgrabungen auf der Harburger Schlossinsel und im Bereich der Harburger Schlossstraße. Es war eine der bisher größten Stadtkerngrabungen Hamburgs und gehörte zu den größten archäologischen Grabungsprojekten dieser Art in Deutschland.
Ausgestellt ist ein Teil der über 36.000 Funde, die von den Anfängen Harburgs als Grenzfestung und dem späteren Herrschaftssitz der Harburger Herzöge, von dem Militärwesen des 17. und 18. Jahrhunderts und der Industrialisierung erzählen.
Die Ausstellung ist in unterschiedliche Bereiche des täglichen Lebens gegliedert. Haus und Hof haben ebenso ihren Platz wie Handel und Handwerk, Wein, Weib und Gesang oder die Religionen. Es gibt viele Entdeckungen zu machen wie die erste Gelenkschere, Playmobil-Vorläufer aus Knochen oder den Umstand, dass Pilgern durchaus ein Beruf sein konnte und Harburg am Jakobsweg lag.
Unter museumsdidaktischen Gesichtspunkten finde ich es bei den Sonderausstellungen des Helms-Museums schade, dass oft nur Flachware präsentiert wird, denn wie auch Archäologe Kay-Peter Suchowa am Ende der Führung, als er ein paar Funde herumreichte, sagte: "Zum Lernen gehört Begreifen."
So spannend die Ausstellung ist: Der Besucher ist doch in einer ziemlich passiven Rolle. Eine Führung ist daher sehr zu empfehlen. Suchowa führte launig durch die Ausstellung und ließ sich auch nicht irritieren, als versehentlich eine 400 Jahre alte Fayence zu Bruch ging. "Die war eben schlecht geklebt."
Danke an das Helms-Museum für den inspirierenden Abend und den wegweisenden Umgang mit Social Media im Museum!
Links:
#Ausgegraben-Tweetwall
#Ausgegraben-Storify
Mein Stativ, das so viele Blicke auf sich zog
Dieser Beitrag macht mit bei den "Montagsfreuden".
![]() |
| Erstmal einen Überblick verschaffen. |
![]() |
| Gleich geht's los. |
![]() |
| Während der Führung wurde fleißig getwittert, gefragt und geknipst. |
![]() |
| Getöpfertes und Geschnitztes. |
![]() |
| Nicht ausgegraben, aber sehenswert: Der Kronleuchter im Treppenhaus. |
![]() |
| Blieb sicher allen im Gedächtnis: Die bislang erste bekannte Gelenkschere Deutschlands (unten). Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde in Harburg ausgegraben. |
![]() |
| Fayencen aus dem 17. Jahrhundert. |
![]() |
| Dieser Krug hat's mir angetan. Er ist 400 Jahre alt, passt aber wunderbar zu meinem Geschirr aus den 1970ern. |
![]() |
| Keramik aus ein paar Jahrhunderten. |
![]() |
| Da war der Teller noch eins: Archäologe Suchowa animiert zum Anfassen einiger Fundstücke, denn: "Zum Lernen gehört auch das Begreifen". |
![]() |
| Da war der Teller wieder ein Puzzle: Beim Herumreichen ging die Fayence entzwei. |
Links:
#Ausgegraben-Tweetwall
#Ausgegraben-Storify
Mein Stativ, das so viele Blicke auf sich zog
Dieser Beitrag macht mit bei den "Montagsfreuden".
Abonnieren
Posts (Atom)


















