Sonntag, 23. Juni 2019

Samstagsplausch KW 25: Glücklichkeiten

Die letzten vier Wochen waren unwahrscheinlich arbeitsintensiv, und gleichzeitig knockte mich das Wetter immer wieder aus. Meine Migräne feierte Parties. Meine Konzentration reichte maximal für's Büro, weswegen es im Blog etwas ruhiger war.

Das Mammutprojekt ist geschafft, kostete mich aber vermutlich zwei Zähne - mal gucken, was der Zahnarzt übermorgen sagt. Aber es ist geschafft, und ich kann mir selbst auf die Schulter klopfen.

Es gab viel Lobhudelei, und beim Pressetermin eine Elegie meines Ex-Chefs darüber, dass er es oft bedauere, dass ich nicht mehr für ihn arbeite, er sich aber freue, dass das Mammutprojekt jetzt in professionellen Händen sei. Ein Pressevertreter jammerte mir die Ohren voll, dass es im Büro nicht mehr rund liefe, seitdem ich nicht mehr da bin, was ich natürlich auch gerne hörte, aber einzuordnen weiß.

Blaumann I hatte sichtlich Spaß, und am Schluss gingen viele kleine und große Menschen glücklich nach Hause. Viele, die das Projekt seit Jahren begleiten, waren erstaunt, wie anders so ein Pressetermin ablaufen kann, wenn man einfach mal die Zielgruppe einlädt, für die das Produkt ist.

Einen Tag, bevor die Druckmaschinen anliefen, schloss ich die Zeitplanung für das nächste Jahr ab, begannen wir damit, die Neukonzeption in die Wege zu leiten. Momentan bin ich dabei, die Neukonzeptionen für die beiden anderen Projekte, die ich betreue, in die Wege zu leiten. Langweilig wird's also nicht.

Seit diesem Monat ist das Team wieder komplett: Die Nachbesetzung meiner Stelle konnte endlich zu uns versetzt werden. Sie scheint nett zu sein, ist zudem beim FC St. Pauli engagiert und ein Antifa-Urgestein - besser könnte es nicht kommen. Mein Themenbereich wird bei ihr in guten Händen sein, was mich freut.

Der Kollegin, die stets verneint, schmeckt das so gar nicht, denn was bei mir nur im Raum schwebte, aber nicht umgesetzt wurde, wird nun wahr: Sie bekommt eine direkte weisungsbefugte Vorgesetzte. Sie meldete sich prompt krank. Dabei will ihr niemand etwas böses, im Gegenteil, sie wird entlastet, aber das ist nun auch wieder verkehrt. Immerhin: Sie hielt fast ein Jahr tapfer durch! Ich hoffe sehr, dass sie sich wieder fängt.

Diese Woche waren wir zwei Tage auf einer Messe - die Montagskollegin meldete sich prompt für die gesamte Woche krank, wie üblich parallel zur Kollegin, die stets verneint. Da ich in den letzten anderthalb Jahren lernte, ohnehin nicht mit ihr zu rechnen, überraschte es mich nicht (und auch sonst niemanden). Insgesamt war es aber recht entspannt, nur die Abteilung, mit der wir uns den Stand teilten, sorgte für Chaos. Unsere Angebote wurden gut angenommen, und es war einfach schön, engagierte Jugendliche zu erleben.

Dienstag klingte die Nachbarin und brachte mir "Mehr als die Erinnerung*" von Melanie Metzenthin*. Das Paket lag seit Tagen bei ihr, weil der Zusteller keine Nachricht hinterließ, und ich wunderte mich schon, wo es bleibt. Das Rezensionsexemplar ist ausgesprochen liebevoll verpackt, und ich gehöre zu den Glücklichen, bei denen die Hortensie heil blieb. Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch!

"Mehr als die Erinnerung*" von Melanie Metzenthin*
Mittwoch Abend ging's in das Musical "Carrie" im First Stage Theater. Ich kenne weder das Buch noch den Film (für mich ist "Bambi" schon ein Horrorfilm, da ist Stephen King erst recht nichts), wusste nur, dass das Thema "Mobbing" im Mittelpunkt steht, nicht der Horror, und war gespannt, was mich erwartet. Die Produktion ist einfach nur großartig! Hin da!



Freitag hatte ich eine rührende Begegnung in der S-Bahn: Mir gegenüber saßen vier Mädchen auf HVV-Rallye und aßen Futter vom Schotten, als ein Bettler durch die Wagen ging. Eines der Mädchen ging zu ihm und gab ihm einen Burger. Er war sichtlich gerührt, blieb verdattert stehen und sagte "Ich würde viel lieber euch etwas geben, ich hab' nur nichts." Die Mädchen freuten sich über seine Freude. Das war einfach schön.

Als er weiter gegangen war, überlegten die Mädchen, was sie noch an Essen dabei haben und weitergeben können, rechneten zusammen, wie viel Geld sie dabei haben, wie viele Brötchen sie dafür kaufen können, kamen auf vier Brötchen und acht Euro und beschlossen, jedem Bettler, den sie unterwegs treffen, etwas zu essen zu geben. Das rührt doch das Herz!

Gestern konnten wir endlich zwei Wochen Mallorca buchen! Es geht wieder nach Port d' Alcúdia, allerdings in ein anderes Hotel. Wir freuen uns beide schon sehr! Ich hätte bis letztes Jahr nie gedacht, wie gut uns ein Badeurlaub tut. Abends waren wir in "Rotkäppchen und der böse Wolf" von Martin Mosebach im Schauspielhaus. Mein Stück war's nicht, aber es war schön, mal wieder mit dem Gatten unterwegs zu sein und danach noch lange mit ihm draußen zu sitzen - wir mögen diese langen, hellen und lauen Nächte sehr. 

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Ich wünsche Dir eine gute Woche!

*Affiliate links

Montag, 17. Juni 2019

#12von12 im Juni 2019

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt wie jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! Hier sind meine 12 Eindrücke vom 12. Juni 2019.


#1: Das Mittagessen vorbereiten. Im Sommer ist es einfach: Obst mit Joghurt oder Quark geht immer.
#2: Minze ernten, um im Büro Wasser mit Minze und Gurke trinken zu können.

#3: Bushaltestellen-Warteblick.

#4: Meine Bürotasche ist kaputt, und bis Eastpak es schafft, mir einen neuen Schulterriemen zu liefern, kommt diese Tasche mit (Inzwischen weiß ich: Eastpak schafft es nicht. Ich habe woanders einen Riemen gekauft und inzwischen erhalten).

#5: Ich schaffe es endlich, ein paar Restanten in den Zu-verschenken-Korb in den Laden zu bringen ...

#6: ... und tausche den Papierberg gegen eine Flasche Sekt ein. 

#7: Buchführung für das Projekt Verspätungsschal

#8: Abendessen. 

#9: Es gibt Spargel.

#10: Anlassblumen. Um diese Jahreszeit liebe ich Pfingstrosen.

#11: Anlassbücher.

#12: Ins Bett fallen.
Das Rezept zum Tag gibt's wie immer in der Kombüse.

Affiliate links:

Dienstag, 11. Juni 2019

Der Verspätungsschal im Mai

Über Pfingsten habe ich es endlich geschafft, den fünften Monat des Verspätungsschals zu stricken. Wie ich zu dem Projekt kam, kannst Du hier nachlesen. Alle Beiträge zu dem Projekt findest Du hier.

Der Verspätungsschal im Mai. 
Ich war vergleichsweise wenig mit dem HVV unterwegs, bedingt durch Urlaub, Maladie und Feiertage. In der Freizeit sind wir eher mit dem Auto unterwegs. Das ist bei Einkäufen einfach bequemer und bei den Mütterbesuchen praktikabler. Um zu meiner Mutter zu kommen, wäre ich zwischen anderthalb und zwei Stunden unterwegs und müsste bis zu sechs Mal umsteigen - pro Strecke. Mit dem Auto brauche ich zwischen 30 und 60 Minuten und kann Mudderns zudem noch die Freude machen, mit ihr zu all den Läden, zu denen sie zu Fuß nicht kommt, zu fahren.

Die paar Kilometer zur Schwiegermutter könnten wir zur Not zwar auch laufen, aber da wir ihr die schweren Einkäufe abnehmen, ist da immer viel zu schleppen. Auch da ist das Auto praktischer, und bei den vierwöchentlichen Tierarztbesuchen eh (das kleine braune Hundevieh ist inzwischen so alt, dass es nicht mehr in den Bus kommt, keine längeren Fußwege mehr schafft).

Im Mai wurde die neue Buskehre in Bahrenfeld fertig. Damit fiel ein gewaltiger Verspätungsfaktor weg. Der Bus ist seitdem ungewohnt pünktlich. Verspätungen entstanden überwiegend, weil in Othmarschen der Umstieg nicht klappte oder die S-Bahn chaotisch war - in der Regel letzteres.

Im Mai zählte ich 103 Verspätungsminuten auf 27 Fahrten, was im Schnitt 3,84 Minuten Verspätung ergibt. Gemessen an den Vormonaten ist das eine große Verbesserung. Nur eine Fahrt war mehr als 20 Minuten verspätet (nächtlicher Polizeieinsatz auf der S-Bahn-Strecke); das Verspätungsentschädigungssparschwein freute sich über einen Euro.

Aktuelle Zwischenbilanz nach 4 Monaten: 138 Fahrten, 887 Minuten Verspätung, also im Schnitt 6,42 Minuten, Entschädigungspauschale 8 Euro. Gemessen an 324 Euro für die Fahrkarten sind das 2,47 Prozent. Neun der 138 Fahrten waren pünktlich. Das sind 6,52 Prozent. Selbst, wenn ich, wie die S-Bahn, die Fahrten als pünktlich einrechne, die unter 3 Minuten verspätet waren, komme ich nur auf 10,87 Prozent Pünktlichkeit.

Das ist 'n büschen entfernt von den Pünktlichkeitswerten, die S-Bahn und HVV für sich errechnen. Aber klar, wenn ich, wie der HVV, nur die Fahrten als verspätet betrachte, die mehr als 20 Minuten Verspätung haben, komme ich auch auf eine Pünktlichkeitsrate von 94,2 Prozent.

In einem Interview begründete ein Bahnsprecher die ständigen Ausfälle mit der über 100 Jahre alten Technik. Warum zum Henker hat man die dann nicht mal modernisiert?! Ich bin froh, dass die S-Bahn damals schon elektrifiziert wurde, sonst führe sie heute womöglich noch unter Dampf.

Ende Juni wird's spannend: Das S-Bahn-Dreieck Holstenstraße - Altona - Othmarschen wird für sechs Wochen gesperrt. Auf der Ausweich-Busstrecke wird gebaut. Ich vermute, der Verspätungsschal wird dann wieder viele Rottöne zeigen, das Sparschwein gemästet.

Der Beitrag geht rüber zu den Linkparties Dings vom Dienstag, Handmade on Tuesday und Maschenfein. Danke an alle für's Sammeln!

Mittwoch, 5. Juni 2019

#WMDEDGT 6/19: Dankbarkeit

Hilfe, wir haben schon Juni! Heute ist wieder der fünfte Tag des Monats, und Frau Brüllen fragt "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?", kurz WMDEDGT? Vielen Dank für's Sammeln!

Im Halbschlaf höre ich einen Radio-Bericht über die D-Day-Feiern in Großbritannien und schicke ein stummes Dankeschön in den Orbit. Der Gatte weckt mich. Ich hatte eine unruhige Nacht. Panikanfälle, Wechseljahre und Asthma, da kann dann auch das CPAP-Gerät nur wenig ausrichten. Immerhin sagt es mir, dass ich nur drei Stunden schlief und gibt mir so die Berechtigung, mich wie ein Schluck Wasser in der Kurve zu fühlen. 

Beim Kaffeetrinken erstmal die Tabletten-Dose auffüllen. Das mache ich normalerweise am Wochenende, verpeilte es da aber. Frühstücken, Brot und Obst für's Büro fertigmachen, dann los, denn heute ist Teamsitzung, muss ich pünktlich da sein, und angesichts der Situation bei der S-Bahn plane ich da lieber eine Stunde Puffer ein.

Ich bin pünktlich im Büro und werde darauf aufmerksam gemacht, dass ich für Morgen einen Termin verpeilte, abends ins Theater muss anstatt zu einer Blogger-Veranstaltung. Dann Teamsitzung, in der ich mich beim Team für die Unterstützung während der letzten Monate bei meinem Mammutprojekt bedanke. Eigentlich wollte ich Kuchen mitbringen, aber nach dem Sport gestern war ich zu schlapp zum Backen, und die neue Kollegin brachte zum Einstand einen großen Karton Natas mit. 

Die Kollegin, die stets verneint, ist natürlich mit dem Ablauf des Mammutprojekts unzufrieden, weil ein Detail, das sie betrifft, nicht ganz so war wie gewünscht, aber da ich Chef am Vortag schon wahrschaute, hat er schon vieles abgefangen. Außerdem ist die Kollegin nicht glücklich, wenn sie nicht meckern kann.

Klarschiff machen im Büro heißt Ablage der Papierberge und Pflege von Adressverteilern. Ich gucke kurz auf den Planer, mit dem ich meine drei Projekte organisiere, und beschließe, dass ich mir noch diese Woche nehme, um das Mammutprojekt abzuschließen. Ab nächste Woche steht dann ein anderes Projekt im Vordergrund, das im August veröffentlicht werden muss, während im Hintergrund die Arbeit an der Neukonzeption der beiden anderen Projekte weiter läuft. 2020 stehen viele Veränderungen an. 

Mit dem Redaktionskollegen über die Website des Mammutprojekts reden und ihm danken. Angesichts der Kürze der Zeit und der zur Verfügung stehenden technischen Mittel hat er das Beste aus der Seite  herausgeholt.  

Dank einheimsen für die Pressearbeit zum Mammutprojekt, auch vom Ex-Chef, was mich wirklich freut (aber mehr freue ich mich über den Dank vom Mammutprojektteam). 

Kurz granteln wegen einer Kollegin, mit der ich mir die Arbeit an einem Projekt teile, das sie am Liebsten alleine machen würde, dann beschließen, dass ich mich nicht von ihr antreiben lassen und die Diskussion auf die nächste Woche verschieben, wenn ich mit dem Mammutprojekt abschloss.  

Als ich gedanklich schon auf dem Heimweg bin. kommt Chef ins Büro: "Wolltest du nicht noch mit mir über ein Projekt sprechen?" Stimmt. Die Besprechung ist kurz. "Find' ich gut. Mach man." Schnappatmung. Und Freude. Dass mir was zugetraut wird, dass es jemanden gibt, der sieht, was ich kann, ist auch nach einem Jahr immer noch befremdlich. Zu lange war's anders.

Pünktlich Feierabend machen und auf dem Weg zur S-Bahn am Kriegsklotz Fliederbeerblüten ernten. Auf dem Bahnsteig ist wieder der Bettler, der mich seit ein paar Tagen begleitet und mich dauert, denn er läuft barfuß, halb nackt und schmutzverkrustet herum, scheint noch sehr jung und zudem sehr krank zu sein. 

Er bittet um Essbares und verschlingt das, was er bekommt, an Ort und Stelle. Ich lehne erst ab, aber dann fällt mir das Stück Kuchen ein, das ich nicht aß, weil es Natas gab, eigentlich am nächsten Tag essen wollte, aber zu Hause ist ja noch eins und überhaupt. Ich gehe ihm hinterher, frage ihn, ob er den Kuchen möchte. Er nimmt das Stück, sinkt an einem der Stützpfeiler nieder und verschlingt den Kuchen.  

Dankbar für den Wohlstand, in dem ich lebe.  

Ausnahmsweise mal sehr entspannte S-Bahn- und Busfahrt, früh zu Hause. Gleich das Häkelzeugs geschnappt, denn die Weste für Mudderns, an der ich gerade arbeite, muss heute noch fertig werden, damit ich sie beim nächsten Besuch mitnehmen kann. Telefonat mit Mudderns, die sich wie ein kleines Kind über das Titelbild des Mammutprojekts, das eine Broschüre ist, freut, weil es darauf so viel zu entdecken gibt. 

Als der Gatte kommt, setzen wir uns zum Feierabendbier auf den Balkon und lassen den Tag Revue passieren. Er berichtet von einem schweren Schicksalsschlag, den eine Kollegin traf. Dankbar, dass in der Relation bei uns dann alles doch irgendwie nicht so schlimm ist. Wir reden über den mit der Rente einhergehenden Umzug in die lindgrüne Hölle und den dann anstehenden Hausumbau. Der Gatte freut sich inzwischen darauf, was wiederum mich freut. 

Lange auf dem Balkon sitzen, dabei schon mal den Wochenplan machen, denn ich habe Freitag frei und kann stressfrei einkaufen. Der Gatte wünscht sich für Pfingstsonntag das Huhn mit 40 Knoblauchzehen, und ich freue mich über seinen Appetit. Kartoffeln kochen, nachdem der Gatte in der Küche klarschiff machte, und Läuterzucker ansetzen für den Fliederbeerblütensirup

Pellkartoffeln mit Quark zum Abendessen. Der Fliederbeerblütensirup zieht. Sofa, häkeln, lange häkeln, viel zu lange häkeln, dabei mit dem Gatten zusammen fernsehen, die Weste endlich schaffen, die Waschmaschine füttern und für den Morgen programmieren, den inzwischen schlafenden Gatten vom Sofa ins Bett umlagern, dann noch kurz an den PC.

Seit Freitag Abend denke ich oft an das Fräulein auf der grünen Insel, das sich gewaltig verrannte und ziemlichen Mist baute, über dem sich nun neben berechtigter Kritik vor allem aber auch ziemlich üble blaubraune Gülle ergießt. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die ihr Hilfe anbieten, also beschränke ich mich darauf, die blaubraune Gülle zu melden und anzuzeigen, wohlwissend, dass das, was ich finde, nur die Spitze des Güllebergs ist.

Bei aller Verärgerung über den Verstoß des Historiker-Berufsethos, sehe ich hinter den Verfehlungen des Fräuleins doch auch eine große Einsamkeit, die mich dauert. Ansonsten haben Chajm und Juna meine Gedanken bessre in Worte gefasst als ich das könnte.  

Am Ende des Tages ist da noch der 90jährige Jim Radford, ein D-Day-Veteran, über den ich einen Bericht im Heute-Journal sah. Er beeindruckte mich sehr. Dankbarkeit für die Männer und Frauen, die uns vom Faschismus befreiten.

Samstag, 18. Mai 2019

Samstagsplausch KW 20/19: Street Art-Spaziergang mit Angry Koala durch St. Pauli

Auch wenn es jobbedingt drüben in der Kombüse etwas ruhiger geworden ist, bekomme ich doch noch immer mehr Einladung zu PR-Events, als ich annehmen kann. Das liegt zum einen an mangelnder Zeit und Gesundheit, zum anderen daran, dass ich nur zu Events gehe, wenn ich das Produkt auch selbst verwende oder (halbwegs) guten Gewissens empfehlen kann.

Auf Tour.
Der Blick für kleine Kunstwerke wird geschult.
Bunte Fassaden.
Diese Woche verbrachte ich einen lauen Frühlingsabend mit Dark Horse Wines. Zuerst ging's auf die Straßen von St. Pauli, wo uns Julian von Angry Koala Street Art zeigte, dann in die Street Art School in der Rindermarkthalle und schließlich zum Essen samt korrespondierender Weine (Impressionen davon gibt es in der Kombüse).

Mural von Angry Koala.
Am Wegrand.
Der Spaziergang war sehr unterhaltsam und lehrreich, machte wirklich Spaß und öffnete die Augen auch für kleinste Stückchen Street Art. Und als Highlight gab's auch noch eine personalisierte Messenger Bag für jeden!

Die Hamburger Wall of Love (Detail) oder #nohatefamily.
Wall of Love (Detail).
Wall of Love.
Ansonsten war's 'ne anstrengende Woche, weil ich noch arg erklältet war und eigentlich ins Bett gehört hätte, aber Montag die Endabnahme meines Mammutprojektes hatte. Ich schleppte mich von Hustenkrampf zu Hustenkrampf, schlief wegen des Hustens kaum, steckte den Chef an.

Dark Horse Wine trifft auf Angry Koala.
Grüße an den Gatten.
Als ich dann Donnerstag die Druckfreigabe erteilte, beschloss ich, bis zur Abnahme in der Druckerei in der kommenden Woche sei's dann jetzt auch mal gut, und blieb gestern zu Hause. Dass die Ruhe wirklich notwendig war, merkte ich, als ich mich nur kurz hinlegen wollte, aber prompt sechs Stunden tief und fest schlief. Das war das Gesundschlafen, auf das ich seit letzter Woche wartete.

Auch irgendwie Street Art: Historische Inschrift über dem Weinladen St. Pauli
Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und eine gute Woche!

Freitag, 17. Mai 2019

#12von12 im Mai 2019

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt wie jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! Hier sind meine 12 Eindrücke vom 12. Mai 2019.


#1: Endlich das Smartphone einrichten. Es funktioniert übrigens nur im heimischen wlan und kann nicht telefonieren - warum auch immer. Zum Telefonieren brauche ich weiterhin das alte.
Eigentlich wollten wir geruhsam in den Tag starten, aber dann werden wir vor Tau und Tag vom Vermieter eines unserer Tiefgaragenstellplätze herausgeklingelt, weil es angeblich einen Ölfleck auf dem Stellplatz gibt. Ja, da ist irgendwann mal was ausgelaufen, aber das war schon, bevor der Gatte den Stellplatz mietete. Der Gatte ist also schwerst genervt, der ruhige Sonntag erstmal dahin. 


#2: Passt gerade so eben: Teig in Kuchenform.
Wir haben den Stellplatz, solange wir hier wohnen. Das sind fast zwei Jahrzehnte, und seitdem entfernt der Gatte regelmäßig einen inexistenten Ölfleck. So auch heute. Wir vermuten Schikane eines Stellplatznachbarn, zum Beispiel von dem, der eh immer halb auf unserem Platz steht, und tauschen die Stellplätze, so dass mein Wagen jetzt da steht - auf einer Plane, damit beim Wegfahren sichtbar ist, dass der Wagen kein Öl verliert.


#3: Endlich mal den Balkon bepflanzen.
Nach diesem rumpeligen Auftakt wird's dann etwas ruhiger, aber der inexistente Ölfleck wird uns noch die ganze Woche auf Trab halten. Leider gibt es zu diesem Stellplatz keine Alternative.


#4: Der Balkon ist einigermaßen frühlingsfein.
#5: Teepause.
#6: Die Bügelwäsche transportbereit machen.
#7: Schlafende Hunde wecken.
#8: Ihr kühlt Magnumflaschen doch auch in der Regentonne, oder?
#9: Wir brauchen eigentlich keine Speisekarte. Wir essen ohnehin Spargel mit Wiener Schnitzel. Das muss einmal pro Saison sein, mindestens.
#10: Bushaltestellen-Warteblick, heute mal mit äsenden Rehen (und ich warte heute auch nicht auf den Bus, sondern auf den Gatten, der gerade den Wagen parkt). 
#11: Passt. Das wird eine Tasche für meine Mohairjacke.
#12: Vorm Einschlafen noch etwas lesen*.
Das Rezept zum Tag gibt's wie immer in der Kombüse.

* Affiliate links

Montag, 13. Mai 2019

Heute vor 80 Jahren: Kapitän Gustav Schröder und die Irrfahrt der St. Louis

Montags gegen Nazis.
Montags erinnere ich daran, was passiert, wenn es mit der Demokratie bergab geht und wie es anfing, denn die Nazis fielen ja nicht 1933 vom Himmel. Die krochen schon Jahre vorher aus ihren Löchern, wurden nicht rechtzeitig aufgehalten, auch, weil man sie nicht ernst nahm, dachte, es wird schon nicht so schlimm.

Wurde es aber.

In loser Folge gibt's hier also montags Kunst und Denkmäler gegen Faschismus, Nationalismus und Rassismus. Orte, die daran erinnern, gibt es nicht nur in unserer Stadt genug, denn wie gesagt: Wir hatten das schon mal.

Wie es zu dieser Beitragsreihe gekommen ist, kannst Du hier nachlesenAlle Beiträge aus dieser Reihe findest Du, wenn Du hier klickst. Aktuell phantasiert das blaubraune Pack darüber, durch Hamburg zu marschieren. Es bleibt also spannend.

Gedenktafel an Brücke 3 für die Passagiere der St. Louis - hamburgtypisch optisch gut der Umgebung 
Am 13. Mai 1939, heute vor 80 Jahren, legt die St. Louis, eines der großen HAPAG-Transatlantikschiffe, in Hamburg ab. Ziel der Sonderfahrt ist Havanna. Kapitän des Schiffes ist der 1885 im dänischen Haderslev geborene Kapitän Gustav Schröder (hier gibt es einen ausführlichen Artikel über ihn).

An Bord sind 937 Passagiere, überwiegend jüdische Deutsche, die hoffen, in Kuba eine Zuflucht zu finden, denn das Land akzeptiert zu diesem Zeitpunkt auch die Einreise von Juden, die nur ein Touristenvisa haben. 

Als das Schiff zwei Wochen später am Ziel ist, haben sich die Visabestimmungen geändert, verweigert Kuba die Einreise. Kapitän Schröder ankert in der Bucht vor Havanna und beginnt mit verzweifelten Verhandlungen, unterstützt von jüdischen Organisationen. Schließlich dürfen 29 Menschen an Land. 

Schröder kreuzt vor Florida und versucht mit wachsender Verzweiflung, einen sicheren Hafen zu finden. Als sowohl die USA als auch Kanada das Schiff abweisen, erhält die St. Louis Order, zurück nach Europa zufahren. Die Passagiere drohen mit Selbstmord und Meuterei, haben Angst vor der Haft in Konzentrationslagern - einige von ihnen haben bereits KZ-Haft hinter sich und ahnen, dass das nur der Anfang war.

Am 17. Juni 1939 darf das Schiff in Antwerpen anlegen, dürfen die Passagiere von Bord gehen. Großbritannien, Belgien, Frankreich und die Niederlande erklären sich zur Aufnahme der Flüchtlinge bereit. Aber ihre Sicherheit ist trügerisch: Mit dem deutschen Einmarsch in den Niederlanden, in Belgien und Frankreich geraten viele wieder in die Fänge der Nazis. Über 250 der St.-Louis-Passagiere werden ermordet. 

Zugang zu Brücke 3 mit der Gedenktafel für die St. Louis (rechts, perfekt mit der Wand harmonierend). 
Gustav Schröder wird verhältnismäßig früh für sein Verhalten geehrt: 1957 erhält der 72jährige das Bundesverdienstkreuz. Yad Vashem ehrte den Kapitän posthum 1993 mit dem Titel "Gerechter unter den Völkern". Neben einer Straße in Langenhorn und der Gedenktafel an den Landungsbrücken ist seit gestern der Park zwischen der St. Trinitatis-Kirche und der Kirchenstraße nach Kapitän Schröder benannt. Dort befand sich einst das jüdische Herz Altonas. 

Aber das ist eine andere Geschichte.  

Affiliate links

Dienstag, 7. Mai 2019

Plus Size-Socken in Größe 40 aus Regia Cotton Tutti Frutti Wassermelone [Tutorial]

Wie an der Rezepten in der Kombüse unschwer zu erkennen, liebe ich Wassermelone. Trotzdem ging der Hype bislang an mir vorbei. Bei dieser Wolle* konnte ich allerdings nicht widerstehen.

Wassermelonensocken.
Was mich besonders freut: Dass das Wassermelonen-Muster auch bei 96 Maschen noch gut zu erkennen ist. Wegen des Umfangs meiner Waden stricke ich Socken nämlich anfangs über 96 Maschen und nehme dann bis zum Knöchel auf 64 Maschen ab. Ferse und Fuß arbeite ich über 64 Maschen.

Der Beitrag geht rüber zu den Linkparties Dings vom Dienstag, Handmade on Tuesday und Maschenfein. Danke an alle für's Sammeln!

Plus Size-Socken in Größe 40 aus Regia Cotton Tutti Frutti Wassermelone

Material:

120 g Regia Cotton Tutti Frutti Wassermelone* (also 1 Knäuel und 'n büschen)
Nadelspiel 2,5 mm*

Anleitung:

4 x 24 M = 96 Ma nschlagen und zur Runde schließen.

Für das Bündchen 20 Rd 2 re 2 li im Wechsel stricken. Für den Schaft 100 Rd glatt rechts stricken, dabei in Rd 30 / 40 / 50 / 60 / 66 / 74 / 82 und 90 jeweils pro Nadel 2 M zusammenstricken = 4 x 16 M.

Fersenwand in Hebemaschen, dann Käppchenferse und Zwickel, schließlich insgesamt 80 Rd glatt rechts für den Fuß stricken, dann Bändchenspitze arbeiten.

Ich orientiere mich beim Sockenstricken an dieser Junghans-Anleitung, die für mich perfekt klappt.

*Affiliate links

Montag, 6. Mai 2019

Lesung von Juna Grossmann ("Schonzeit vorbei") in der Buchhandlung Felix Jud

Montags erinnere ich daran, was passiert, wenn es mit der Demokratie bergab geht und wie es anfing, denn die Nazis fielen ja nicht 1933 vom Himmel. Die krochen schon Jahre vorher aus ihren Löchern, wurden nicht rechtzeitig aufgehalten, auch, weil man sie nicht ernst nahm, dachte, es wird schon nicht so schlimm.

Wurde es aber.

In loser Folge gibt's hier also montags Kunst und Denkmäler gegen Faschismus, Nationalismus und Rassismus. Orte, die daran erinnern, gibt es nicht nur in unserer Stadt genug, denn wie gesagt: Wir hatten das schon mal.

Wie es zu dieser Beitragsreihe gekommen ist, kannst Du hier nachlesenAlle Beiträge aus dieser Reihe findest Du, wenn Du hier klickst. Aktuell phantasiert das blaubraune Pack darüber, durch Hamburg zu marschieren, schaffte es aber schon nicht, zu den letzten angemeldeten Kundgebungen überhaupt zu erscheinen. Angesichts der NS-Aufmärsche in der letzten Woche in Plauen und anderen sächsischen Orten bin ich sehr dankbar, in einer Stadt zu leben, die stabil ist, aber ich weiß, der Lack der Zivilisation ist dünn. 


Blick auf die Buchhandlung Felix Jud im Neuen Wall.
Seit fast 100 Jahren gibt es in Hamburg die Buchhandlung Felix Jud & Co.. Das Geschäft in der Mellin-Passage (übrigens die älteste erhaltene Einkaufspassage der Stadt) ist eine Institution und für manche die schönste Buchhandlung Hamburgs.

1923 gründet der 24jährige Felix Jud die "Hamburger Bücherstube" in den nahegelegenen Colonnaden - "allen Verhältnissen zum Trotz", denn es sind wirtschaftlich schlechte Zeiten. Zehn Jahre später werden es es auch politisch schlechte Zeiten, vor allem für wache, kritische Geister, und wenn sie dann auch noch den Nachnamen "Jud" tragen, wird's nochmal schwieriger.

Felix Jud trotzt erneut den Verhältnissen und weigert sich, seinen Nachnamen zu ändern - nicht im Stillen, sondern öffentlich: Ein Schaufenster wird mit einer Stürmerkarikatur mit dem Schriftzug "Jud bleibt Jud" dekoriert. Dazu kommen Photographien des Säuglings Felix Jud auf einem Eisbärenfell, als Konfirmant und als erwachsener Mann, ebenfalls kommentiert mit dem Schriftzug "Jud bleibt Jud" - und quer dazu ein Waschbrett mit dem Werbeslogan "Persil bleibt Persil". 

Im Mai 1933 verbrennen die Nazis Bücher ihnen unliebsamer Autorinnen und Autoren. Jud, der neben den klassischen Werken vor allem die neue deutsche Literatur schätzt, muss das Herz geblutet haben. 

Wieder kommentiert die Schaufenster-Dekoration das Geschehen: Jud stellt diverse Bände des Buches "Heitere Tage mit braunen Menschen*" von Richard Katz aus. Katz' Bücher werden übrigens ebenfalls verbrannt; er selbst überlebt im Exil (hier geht's zur Übersicht zu den Terminen, an denen rund um den 10. Mai an den 86. Jahrestag der Bücherverbrennung erinnert wird).

Jud belässt es aber nicht bei Schaufenster-Dekorationen: Er verkauft unter der Hand verbotene Literatur, macht die Leser miteinander bekannt, veranstaltet Lesungen und hält engen Kontakt zu verschiedenen Widerstandsgruppen, darunter die Hamburger Weiße Rose mit ihrem Musenkabinett.

Aufgrund seines Widerstands gegen das NS-Regime wird Jud im Dezember 1943 verhaftet, kommt über das Polizeigefängnis Fuhlsbüttel in das KZ Neuengamme, wird im Rahmen der Prozesse gegen die Hamburger Weiße Rose angeklagt und am 19. April 1945 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Anfang Mai, als die Briten Hamburg erreichen, wird Felix Jud befreit. Der couragierte Buchhändler stirbt 1985 im Alter von 86 Jahren. Seine Buchhandlung und eine Straße in Neuallermöhe erinnern bis heute an ihn.

Am kommenden Montag, 13. Mai 2019, um 19 Uhr stellt Juna Grossmann ihr Buch "Schonzeit vorbei*" in der Buchhandlung Felix Jud vor. Details zur Veranstaltung gibt es hier. Eine Anmeldung ist erforderlich (und dabei kannst Du dann auch gleich Dein signiertes Buch bestellen, falls Du meiner Lese-Empfehlung noch nicht gefolgt bist). Also: Anmelden und hin da, zack, zack!

* Affiliate links

Sonntag, 5. Mai 2019

#WMDEDGT 5/19: Yarncamp, ich komme

Heute ist wieder der fünfte Tag des Monats, und Frau Brüllen fragt "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?", kurz WMDEDGT? Vielen Dank für's Sammeln!

Ich habe den ganzen Sonnabend über schon Schüttelfrost, und gegen Mitternacht ist klar: Das wird 'ne Erkältung - und 'ne schlaflose Nacht. Mit Erkältung kann ich nämlich kein CPAP-Gerät verwenden - erstaunlich, wie schnell ich mich an dieses Hilfsmittel gewöhnte. Ohne kann ich schon gar nicht mehr richtig schlafen. 

So beginne ich den Tag also mit dem Deutschlandfunk, höre die Lange Nacht über Manifeste, gefolgt von Aufnahmen des Rheingau Musik Festivals 2017 sowie Sinfonien von Mahler, Orgelmusik von Liszt und geistlicher Musik von Mozart und Bach. Ich dusele immer mal wieder ein halbes Stündchen ein, bin aber vom Gesundschlafen weit entfernt.

Gegen 7 Uhr schleppe ich mich und meinen Deckenberg auf's Sofa und dusele beim Fernsehen weiter, wo mich der Gatte vormittags findet. Um halb 12 wechsle ich an den Schreibtisch, denn ab 12 Uhr startet die nächste Verkaufswelle für Yarncamp-Tickets, und mein Konto muss noch reaktiviert werden. 

Bei den Early-Bird-Tickets hatte ich kein Glück, rechne mir auch heute kaum Chancen aus, aber ich habe Glück und kaufe exakt um 12 Uhr ein Ticket! Freuen werde ich mich, wenn mein Hirn nicht mehr verschnupft ist. Das Hotel buchte ich schon am 5. November, die Bahnfahrt kann ich erst morgen bzw. Mittwoch buchen, also ist erst mal alles erledigt, kann ich wieder unter den Deckenberg. Vorher besteht der Gatte darauf, dass ich etwas frühstücke. 


Der Verspätungsschal vom 8. bis 26. April. Ich hatte auf 32 Fahrten 259 Minuten Verspätung, also 8,09 Minuten pro Fahrt.
Schlafen und häkeln im Wechsel, und schließlich raffe ich mich auf, den April-Verspätungsschal zu fotografieren. Vom 8. bis 26. April unternahm ich 32 Fahrten mit dem HVV, auf denen ich insgesamt 259 Minuten Verspätung hatte, also 8,09 Minuten pro Fahrt. Das ist eine erneute Steigerung gegenüber dem ersten (6,06 Minuten / Fahrt) und dem zweiten Monat (7,06 Minuten / Fahrt). 

Bei vier Fahrten hatte ich mehr als 21 Minuten Verspätung und bekam jeweils 1 € Entschädigung (bislang freut sich mein Sparschwein über 7 € Entschädigung seit dem 7. Februar, als ich den Verspätungsschal begann). Aktuell habe ich eine Woche Urlaub und bin dann eher mit dem Auto unterwegs.  

Mudderns-Telefonat, dann entschwindet der Gatte zu seiner Sonntagsverabredung, und ich putze Erdbeeren für mein Abendessen. Häkeln, Tatort, beim Salzburg-Krimi fast einschlafen, also hundemüde ab ins Bett und dort feststellen, dass die Nacht nicht besser werden wird. Morgen geht's zum Arzt.