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Samstag, 26. September 2026

Samstagsplausch KW 39/26: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCCXLI

Die Woche war sehr abwechslungsreich. Ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, dass meine Tage wieder durchgetaktet sind. Durchgetaktet waren die Tage in der Reha zwar auch, aber anders, ich musste mich nicht ums Kochen kümmern, und es gab viele Ausfälle und Leerlauf durch Urlaube oder Krankheiten. So hatte ich manchmal den ersten Termin um 13 Uhr oder nur zwei Termine, einen um halb acht und den nächsten um 17 Uhr ...

Am Seerosenteich im kleinen Museumsdorf.

Sonnabend war ich mit einer der beiden Sandkasten-Freundinnen zum World Wide Spin in Public Day im kleinen Freilicht-Museum. Natürlich kam Wolle mit nach Hause, und zwar ganz besondere: Heil- oder Lanolinwolle. Sie steckt noch voller Wollfett. Daraus werden Handstulpen für die beiden Freundinnen (und vielleicht reicht es auch noch für ein Paar für mich). Beide haben Probleme mit trockenen Händen, eine auch mit den Gelenken. Bei beidem soll die Wolle helfen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Wolle verstricken lässt. Beim Wickeln merkte ich jedenfalls schon den pflegenden Effekt.

Die spinnen doch!

Außerdem gab es viele Beispiele für Pflanzen- bzw. Solarfärbungen. Das wollte ich schon im letzten Jahr ausprobieren, aber dann verbrachte ich den Sommer ja mit dem Gatten im Krankenhaus. Diesen Sommer verbrachte ich in der Reha-Klinik, also wird es ein Projekt für den kommenden Sommer.

Pflanzengefärbte Wolle in unterschiedlichen Intensität.

Die kräftigen Farben mag ich natürlich am liebsten. Es gab sogar ein ziemlich knalliges Blau!

Diese Farben waren mir ein wenig zu pastellig. Es ist faszinierend, wie sich Farben je nach Menge der verwendeten Pflanzen verändern. 

Praktischerweise war im Museum auch Backtag, so dass wir uns nicht nur an frischem Butterkuchen labten, sondern auch ein frisch gebackenes, noch warmes Sauerteig-Brot mit nach Hause nahmen. Das Haus roch ein paar Tage nach frischem Brot und den Äpfeln, die ich bei uns im Garten erntete. 

Heilwolle mit bunten Einsprengseln.

Den Sonntag verbrachte ich mit der Planung von Freizeit-Gestaltung: Ich buchte eine Karte für "Die Stadt der träumenden Bücher", eine Ausfahrt zum Weihnachtsmarkt auf der Festung Bourtange und verabredete mich für eine Stricknacht im Nachbardorf. Zusammen mit einer der beiden Sandkasten-Freundinnen wurde ein Gutschein für die dritte im Bunde gebastelt, die bald einen runden Geburtstag feiert. Wir wollen sie mit einem Wellness-Tag samt Essengehen überraschen und hoffen, sie freut sich. 

Ich buchte eine Veranstaltung anlässlich des ersten Todestag des Gatten, die ihm sehr gefallen hätte. Am Todestag des Gatten kommt allerdings Schwiegermutter. Nachdem sie mir monatelang erzählte, das Grab ihres Sohnes ginge sie nichts an, wirft sie mir inzwischen vor, ich würde es ihr vorenthalten. Ja, nee, is klaa. Außerdem beschwerte sie sich dann doch wieder darüber, dass sie nicht bei mir übernachten kann, weil ich kein Gästezimmer habe. Ich war zu perplex, um zu entgegnen, dass sie doch selbst verfügte, den Innenausbau zu stoppen, weil der Gatte nichts mehr davon habe.

Hier galt 294 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich, mich im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 341. Die Trauer bleibt meine Weggefährtin. Sie ist nur erträglich, wenn ich konsequent verdränge, dass der Gatte niemals wiederkommt. Das Leben ohne den Gatten ist unendlich schwer. Er fehlt in jeder Sekunde, bei jedem Atemzug.

Tante wurde von falschen Handwerkern, die sie spät abends überrumpelten, bestohlen. Sie ist tief getroffen, und dass Schwiegermutter sie beschimpfte, machte die Sache nicht besser. Ich habe Schwiegermutter nicht daran erinnert, dass ihr das auch zwei, drei Mal passiert ist, also sie noch in ihrem Haus wohnte (und da war sie wesentlich jünger als Tante). Schwiegermutter macht ja keine Fehler. 

Die Arbeitswoche war intensiv, denn im Moment liegt viel an. Das Pendeln war nicht ganz so entspannt, denn nachmittags fielen viele Züge aus. Die wenigen, die fuhren, waren logischerweise komplett überfüllt. 

Mit der Vertretungskollegin sprach ich lange über ihre gesundheitliche Situation. Sie kämpft immer noch mit den Folgen der letzten Infektion im März, kommt buchstäblich nicht wieder richtig auf die Beine und hat Angst vor der kommenden Erkältungssaison. Dass eine Kollegin diese Woche völlig verrotzt und fiebernd (und natürlich maskenlos) zur Arbeit kam, machte es nicht besser. Sie hat Angst vor der nächsten Infektion, möchte aber auch gleichzeitig wieder einen normalen Alltag haben, zur Arbeit fahren oder in den Urlaub ... Es ist ein Elend. Seit dem Sommer ist die Kollegin in der Wiedereingliederung, und ich hoffe, sie zieht die bis zum Jahresende durch. Sie möchte nämlich so schnell wie möglich wieder voll einsteigen. Leider sieht ihr Körper das anders. Wir freuten uns so, gemeinsam im November auf eine Tagung zu fahren, aber dahin werde ich wohl alleine fahren, denn für sie ist das noch zu anstrengend. 

Ein Willkommensgruß von der Vertretungskollegin: Buch, Tee und symbolische Blumen. Den Gruß wollte sie mir schon in die Reha schicken, aber ihr fehlte die Kraft.

Diese Woche startete auch meine Online-Trauergruppe. Sie ließ sich gut an. Lachen musste ich nur, als ich kurz vor Beginn an mir herunter guckte. Sie Therapeutin arbeitet auch als Suchttherapeutin und sagte, sie lege aus der Suchttherapie viel Wert darauf, dass die Klienten nicht im Schlafanzug am Klapprechner sitzen. Nun ja, der Termin ist an einem meiner Heimbüro-Tage. Ich sorgte also schnell noch dafür, dass ich straßenfein aussehe - zumindest oberhalb der Jogginghose.

Diese Woche startete ich auch mit meinem privaten Reha-Sport-Programm: Zusammen mit der überrechten Nachbarin gehe ich eine Stunde zum Frauenschwimmen. So war ich nach 45 Jahren zum ersten Mal wieder im örtlichen Schwimmbad. Ich weiß immer noch nicht, was die angepriesene "feminine Atmosphäre" sein soll, aber ich weiß, dass ich beim nächsten Mal nicht mehr nackicht vom Duschen zur Umkleide schlappen sollte, wenn ich nicht wieder einem Mann in die Arme laufen will, denn Geschlechtertrennung beginnt hier erst ab der Dusche ... In unserem Hamburger Sportverein waren die Geschlechter schon ab der Umkleide getrennt, so dass ich nackt von der Dusche zum Umkleiden gehen konnte. Ich rechnete nicht damit, dass es irgendwo anders sein könnte, nahm es auch beim Weg ins Bad nicht wahr, weil ja um mich herum nur Frauen waren.

Ich habe die Reise gebucht, die ich mir zum runden Geburtstag schenke. Auf der zweiten Hälfte begleitet mich hoffentlich ein lieber Mensch. Ansonsten wird es sehr spannend zu sehen, wie ich damit umgehe, erstmals alleine in einem dänischen Ferienhaus zu sein.  

Mit den "Strickliesels" aus der Reha bin ich noch immer im Kontakt. Mich beeindruckte wieder vor allem diejenige, die als Linkshänderin stricken komplett neu lernte. Sie übte jetzt das Stricken linker Maschen, um mehr Muster und andere Strickstücke stricken zu können. Bislang konnte sie nur rechts stricken, fertigte krause Schals oder rundgestrickte Loops. Mit den linken Maschen wird Stricken nun unendlich. Es ist schön zu sehen, wie sie mit jeder Masche besser wird. Als nächstes möchte sie häkeln lernen, denn ihre beiden Kinder möchten Temperaturdecken. Es bleibt spannend! 

Die politische Lage beobachte ich als Historikerin fasziniert. Als Mensch, Demokratin und Antifaschistin bin ich erschrocken und besorgt und frage mich, wo mein Reisepass ist, für den Fall der Fälle. Der Ausgang der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und vor allem in Berlin ist erfreulich, aber unerfreulich ist, wie die Rechten und Konservativen darauf reagieren. Da wird Antisemitismus vorgeschoben, um Großkonzerne zu schützen und eine Mehrheit für ein AfD-Verbotsverfahren zu verhindern. Chaim Guski analysiert da fundierter und eloquenter als ich. Gleichzeitig baut die AfD das parlamentarische System in Sachsen-Anhalt um, bereitet sich die CDU auf eine Koalition mit der Partei vor, untersagt man gemeinsam im sächsischen Heidenau die Verlegung von Stolpersteinen, plant die AfD unverhohlen ein Zentrum für "Remigration" aka Deportation in Magdeburg. Wie gesagt: Als Historiker ist es faszinierend, den Aufstieg des Faschismus live mitzuerleben. Als Mensch, Demokratin und Antifaschistin könnte ich sehr gut darauf verzichten. Immerhin kann man den Faschisten nicht vorwerfen, dass sie nichts aus der Geschichte gelernt haben. Im Gegenteil. Sie nutzen sie als Blaupause.

Das Wochenende und die kommende Woche wieder anstrengend, da voller Verabredungen. Ich bin gespannt, was meine Soziophobie dazu sagt.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse. 

Samstag, 6. Dezember 2025

#pmdd2025: Der 28. November 2025

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2025 auf Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite.

Morgenkaffee, dabei die gestrige Wollbeute in einen Projektbeutel umpacken und etwas lesen*.

Die Tiefkühler-Liste aktualisieren.

Den Besuch einsammeln. Das Wetter ist ein Graus.

Heute ist Freitag. Ich habe Besuch von einer Freundin, die mir in den letzten Tagen half, einen Lagerraum zu sichten und zu räumen. Der Raum gehörte dem Gatten, der vor fünf Wochen starb. Die Woche war schwer, belastend, und so gönnen wir uns heute zum Abschied und zur Belohnung etwas Schönes: Fremd-Frühstücken im Hofcafé und Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum. 

Vor der Schlacht am kalten Büfett. Wie bei jedem Besuch ist der Tisch liebevoll gedeckt und dekoriert. 

Frühstück, erste Runde.

Auf ins Museum!

Bunt gegen Grau. Vielleicht sollte ich im Garten auch einfach Glasfiguren pflanzen. Die kommen auch im Giersch zur Geltung. 

Es wird heute einfach nicht hell.

Männer und ein Mops stehen um einen Traktor herum.

Ich würde gerne Karussell fahren.

Da hat jemand den Weihnachtsmann ausgesetzt!

Endlich wieder Essen! Grützwurst mit Bratkartoffeln und Apfelmus ist typisch norddeutsch. 

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt.

Der Blick zurück in die ersten fünf Corona-Jahre: Am 28. November 2020 litt der Gatte unter neun Monaten Kurzarbeit und fühlte sich ein klein wenig erkältet. Wir ahnten nicht, das daraus Berufsunfähigkeit und Schwerbehinderung werden sollten. Am 28. November 2021 waren wir zum Adventstee bei Schwiegermutter. Am 28. November 2022 war es fast so wie früher, bevor der Gatte krank wurde: Er war vor mir wach und machte Kaffee, und wir hatte die Hoffnung, spätestens Ostern umgezogen zu sein, kämpften mit den Banken wegen eines Baukredits. Am 28. November 2023 standen wir kurz vor den Umzug. Am 28. November 2024 war der Gatte noch bei mir, voller Hoffnungen und Pläne. Vor fünf Wochen starb er, viel zu jung. Er fehlt mir so unendlich.

Dem Gatten guten Abend sagen.

Ein Päckchen packen. Mit jedem Gegenstand, den der Gatte kaufte und der mich verlässt, kommt eine Trauerwelle. Er hatte sich so auf seine Werkstatt gefreut! Es tut weh, all diese Dinge, an denen der Gatte so viel Freude hatte, zu verkaufen, aber wem nützen sie, wenn sie hier stehen und einstauben?!

Lillet Wildberry, verdient.

Den Wochenplan überarbeiten.

Engelsflügel stricken für die diesjährigen Weihnachtskarten.

Vorfreude. Übermorgen darf ich den ersten Beutel öffnen.

Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

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Mittwoch, 16. Juli 2025

#12von12 im Juli 2025

Auf diesen #12von12-Beitrag hätte ich liebend gerne verzichtet, denn der Gatte ist seit über einer Woche im Krankenhaus, und es ist ungewiss, ob er wieder nach Hause zurückkehrt. Dennoch: Auch diesen Monat gibt's die Bildersammlung bei Caro von "Draußen nur Kännchen". Ich schreibe diesen Beitrag in einer Mittagspause, denn über Mittag habe ich meistens zwei, drei Stunden "gattenfrei". Morgens bin ich gegen acht Uhr im Krankenhaus bis gegen Mittag, komme dann nachmittags wieder bis gegen zwanzig Uhr - es sei denn, der Gatte möchte lieber alleine sein und bittet mich, zu gehen.

#1: Der Wecker klingelt um sechs Uhr. Der Schlafhase des Gatten ermahnt mich, aufzustehen und ins Krankenhaus zum Gatten zu fahren. 

#2: Eine der wenigen Freuden, die der Gatte aktuell hat, ist das tägliche Viertel Wassermelone, das ich ihm mit ins Krankenhaus bringe. Für mich gibt's Espresso und drei Scheiben trocken Toast zum Frühstück, das ich mit dem Gatten zusammen esse.

Heute früh bin ich aber nur kurz im Krankenhaus, denn vormittags kommt Schwiegermutter, um ihren Sohn zu sehen. Sie bleibt über Nacht, was dazu führt, dass ich zum ersten Mal seit über einer Woche ein ordentliches Abendessen bekomme (und am kommenden Tag ein ordentliches Frühstück).

#3: Hier bin ich in den letzten acht Jahren definitiv zu oft. Der Gatte liegt zum sechsten Mal in diesem Jahr im Krankenhaus. 

#4: Während ich auf Schwiegermutter warte, möchte ich im Garten arbeiten, komme aber nicht weit. Der Engel aus Schwiegermutters ehemaligem Garten ist jedenfalls wunderbar eingewachsen.

#5: Die Yucca, die meine Mutter vor Jahrzehnten in den Garten pflanzte, blüht wieder wunderschön und üppig.

#6: Der kleine Apfelbaum, der mit aus Hamburg umzog, hat reichlich Früchte angesetzt. 

#7: Nach Schwiegermutters erstem Besuch im Krankenhaus müssen wir ein paar Kleinigkeiten für den Gatten besorgen. Ich sorge dafür, dass Schwiegermutter ein kleines Mittagessen bekommt. 

#8: Klimawandel ist Moppelkotze, aber die Aprikosen aus dem Alten Land schmecken einfach nur geil. 

#9: Nach dem zweiten Krankenhausbesuch und kurzer Pause für Schwiegermutter geht's zum Abendessen.

#10: Noch immer sind 50 entführte Männer und Frauen in der Gewalt der Hamas - seit unfassbaren 645 Tagen. 

#11: Während Schwiegermutter schon schläft, steht bei mir noch die Wäsche an. Der Sofa-Schlafhase musste in die Badeferien und trocknet nun im Hops-Flausch-Handtuch aus Weißenhäuser Strand. Am kommenden Tag kommt er zum Gatten ins Krankenhaus, um bei der Heilung zu helfen. 

#12: Vor dem Einschlafen wird noch etwas gelesen*.

Der Blick in die ersten fünf Corona-Jahre: Am 12. Juli 2020 waren wir mit Schwiegermutters Umzug beschäftigt, war der Gatte noch gesund. Am 12. Juli 2021 war der Gatte schon krank, der Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente gestellt, lebte er sich gerade im neuen Status Quo ein. Drei Jahre später stellten wir einen Antrag auf Pflegestufe. Am 12. Juli 2022 lebte meine Mutter seit einer Woche im Pflegeheim und war guter Dinge, während wir uns darauf einrichteten, ihr Haus zu unserem zu machen. Als wir morgens auf dem Weg ins Haus an ihrem Pflegeheim vorbeikamen, war sie gerade mit ihrer Gesellschafterin auf dem Weg in die Stadt. Es sollte eines der letzten Male sein, dass sie den kompletten Weg schaffte. Am 12. Juli 2023 pendelten wir seit einem Jahr, stolperten von einer Handwerkerpleite in die nächste und hofften auf ein baldiges Baustellen-Ende. Am 12. Juli 2024 wollten wir eigentlich nur ruhig auf der Baustelle vor uns hin leben, aber das Schicksal sah anderes mit uns vor und stellte unser Leben vier Monate später auf den Kopf. Eine Folge ist der aktuelle Krankenhausaufenthalt des Gatten - der sechste in diesem Jahr. / *Affiliate links

Freitag, 1. November 2024

#pmdd2024: Der 28. Oktober 2024

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2024 auf Twitter oder Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite.

Montag morgen und der Kaffee ist leer ... 

Kaffee auffüllen und die Maschine anwerfen. 

Während der Kaffee läuft, duschen und danach im aktuellen Lieblingsduft schwelgen.

In meiner Küche ist 'ne AfD-Demo ... Die Reste vom gestrigen Abendessen werden eingefroren.

Frühstück. Der Honig aus Rendsburg, eine Reha-Erinnerung, ist leider alle.

Kaffee für mich und Tabletten-Bereitstellung für den Gatten (er bekommt auch Kaffee, darf aber noch schlafen).

Heute ist Montag, ein Heimbürotag, der früh startet. 

Arbeiten. 

Der Nachmittag ist mit allerlei Gefrickel gefüllt. Eigentlich wollte ich im Garten ein paar Büsche zurückschneiden, denn morgen wird die Biotonne abgeholt, übermorgen sind die Grünabfälle dran, aber der Dauerregen hält mich davon ab. 

Ich komme endlich dazu, die Socktober-Socken für die Aktionen Grüne Socke und Mutmach-Socken zu verpacken. Es zeigt sich allerdings, dass bei den Mutmach-Socken noch Platz für vier weitere Paare ist. Der Karton macht sich also noch nicht auf den Weg. 

Der kleine Apfelbaum trug üppig, wurde gestern abgeerntet. Die Hortensien stehe in einer Vase, weil sie Wurzeln bilden sollen. Ich bin gespannt, ob es klappt.

Einen Arzttermin für den Gatten in einen ohnehin schon vollen Terminkalender stopfen. Dienstag habe ich Termine im Zwei-Stunden-Takt. Yeah. Oder so.

Ich habe Flausen im Kopf und würde gerne dieses Jahr noch eine Woche Bildungsurlaub machen. Zum Glück buche ich nicht spontan, denn als ich wenig später zum Briefkasten gehe, wartet dort die Einladung in die Reha des Gatten. Falls ich ihn dort besuchen oder abholen möchte, passt es nicht mit dem Bildungsurlaub. 

Wir haben Wäschestau ... Etwas kann ich mit zwei Maschinen zum Glück abbauen.

Wir haben eine nigelnagelneue Pfanne übrig, ein Fehlkauf, denn sie ist nicht induktionstauglich. Über die örtliche Foodsharing-Gruppe findet sie binnen Minuten ein neues Zuhause.

Dadurch, dass der Gatte endlich in die Reha darf, darf ich jede Menge Arzttermine verlegen und verschaffe mir erstmal einen Überblick. Wenig später werden Januar bis März 2025 durchorganisiert sein ... 

Ich freue mich immer wieder, dass das Backzubehör, das ich am Häufigsten brauche, kommod in der Küche verstaut ist. Keksausstecher und Formen, die ich selten brauche, wohnen hingegen auf den Hochschränken in großen Boxen.

Heute wird ein Altländer Apfelkuchen mit Äpfeln aus eigener Ernte gebacken.

"Die Jungs", unser mobiler Hausmeisterservice, soll wieder kommen, und damit sie wissen, was sie erwartet, schreibe ich eine Liste. Und: Doch, doch, ich weiß, wie man "Fliesenspiegel" schreibt.

Hier müsste selbst der Gatte sehen, dass das Geschirr gespült werden muss, aber sicher ist sicher. Das Magnetschild* an der Spülmaschine ist eine große Hilfe für ihn.

Ein frühes Abendessen für mich, denn ich will ja noch ins Kino.

Auch abends ist das Wetter usselig. Ich würde lieber am warmen Kamin sitzen und stricken, aber ich habe eine Kinokarte und freue mich wie Bolle auf den Film, also raus in Regen und Dunkelheit. 

Viele Jahre lang leuchtete in der lindgrünen Hölle maximal jede zweite Straßenlaterne. Seit einer Woche brennt durch Umrüstung auf energiesparende Technik endlich jede Laterne, kann ich ohne Taschenlampe los.

Durch's Laub schlurfen und an meine Mutter denken. Sie machte das, solange sie noch laufen konnte. Das waren die wenigen Momente, in denen sie vor Glück strahlte.

Der Veranstaltungsmonitor im Gemeindehaus braucht gerade selbst Hilfe.

Na, welchen Film gucke ich mir wohl an?

Popcorn für mich ganz alleine, und ein Buch muss natürlich auch mit dabei sein.

Wieder zu Hause. Ich mag die kleinen Geister*.

Die Rezepte zum Tag sind jeweils verlinkt und in der Kombüse zu finden.

Ich habe aktuell viel zu wenig Bewegung. Das tägliche Treppentraining erfasst die App leider nicht.

Noch etwas mit dem Gatten sofasitzen und an der aktuellen Socke stricken.

Das blaue Hasi rettete der Gatte vor einem Jahr. Es hat sich inzwischen gut im Hasen-Rudel eingelebt. 

Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Der Blick zurück in die ersten vier Corona-Jahre: Am 28. Oktober 2020 wussten wir zwar schon seit zwei Wochen, dass der Gatte krank ist, ahnten aber noch nicht das ganze Ausmaß, und so arbeitete er noch. Am 28. Oktober 2021 wussten wir um das ganze Ausmaß der Erkrankung des Gatten, wartete er auf seine Verrentung, da er nicht mehr arbeitsfähig ist. Am 28. Oktober 2022 hofften wir auf einen baldigen Umzug - vergeblich. Den Adventskalender, den ich an diesem Tag für meine Mutter kaufte, entsorgte ich ein halbes Jahr später immer noch originalverpackt, als wir nach ihrem Tod ihr Zimmer im Pflegeheim ausräumten. Am 28. Oktober 2023 kauften wir die gleichen Süßigkeiten für Halloween wie im Jahr davor, hoffte der Gatte zu recht auf viele klingende Kinder, die er erschrecken will. / *Affiliate links