Dienstag, 31. Oktober 2023

Socktober V: Socken aus myboshi mysocks Pixel und Fortissima von Schoeller + Stahl

Das fünfte Paar für den Socktober bzw. die Aktion Grüne Socke strickte ich ohne Muster. 

Ringelsocken in Größe 38/39.

Das Garn ist wieder myboshi mysocks Pixel im Grünton Genke*, ergänzte um Fortissima von Schoeller + Stahl aus dem örtlichen Wollladen in der Farbe Jagd*.

Wolle und Farben im Detail.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

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Montag, 30. Oktober 2023

#pmdd2023: Der 28. Oktober 2023

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2022 auf Twitter oder Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite.

Erstmal die Zeitung reinholen. Ich freue mich tatsächlich jeden Sonnabend und Mittwoch auf die Kreiszeitung, auch, weil ich früher für sie schrieb.
Leider hat über Nacht niemand die Küche aufgeräumt ... Erstmal Kaffee kochen.

Über Nacht ist auch keine neue Wolle* gewachsen. Eigentlich wollte ich heute in den Wollladen, um ein neues Knäuel zu holen, aber das verschiebe ich auf Montag.

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Der arme Kerl saß einen Tag und eine Nacht auf der Bank am Buchenwäldchen, bis ihn der Gatte gestern Nachmittag rettete. Jetzt bekommt er bei uns erstmal ein Wellnessprogramm und viele neue Freunde, bis hoffentlich über die örtliche Facebook-Gruppe sein Besitzer gefunden wird. Über die Gruppe wurden wie auch auf den kleinen Kerl aufmerksam.

Kaffee und Zeitunglesen. Der Gatte schläft noch, also warte ich mit dem Frühstück.

Der Gatte ist wach und möchte zum Frühstück die letzten Folgen von "Frühstück bei Stefanie" hören.

Nachrichten lesen.

Der Klapprechner ist gerade mein Radio und kommt mit in die Küche, damit der Abwasch nicht so langweilig ist. 

Es ist abgewaschen.

Der Gatte schläft schon wieder, also nutze ich die Zeit zum Bloggen.

Apfelernte. Die kommen Mittwoch mit nach Hamburg und werden zu Apfel-Streusel-Muffins.

Nachrichtenlesen ist seit drei Wochen meine Hauptbeschäftigung.

Heute ist Sonnabend, und wir sind seit gestern wieder im alt-neuen Haus, das noch immer eine Baustelle ist. Nach dem Frühstück legt sich der Gatte wieder hin, und wie so oft, richtet sich mein Tagesablauf nach ihm. Er schwächelt aktuell so sehr, dass ich mir Sorgen mache, wie wir bis zum Umzug alles vorbereitet bekommen sollen. Im Haus hat er x Sachen angefangen und ist nicht in der Lage, auch nur eine abzuschließen. Ich komme mit meinen Arbeiten nicht weiter, weil mir die angefangenen Arbeiten des Gatten überall im Weg sind. Ich kann auch keinen Handwerker beauftragen, die Arbeiten auszuführen, weil der Gatte darauf besteht, die Arbeiten selbst auszuführen. Also haben wir beispielsweise seit einem Jahr kein Licht im Badezimmer ... Am späten Nachmittag ist der Gatte dann so fit, dass wir einkaufen fahren können (nicht, dass ich nicht auch alleine einkaufen könnte, aber der Gatte wollte unbedingt mit, also auf ihn warten).

Der erste Teil des Einkaufs wäre erledigt. Der Gatte bringt den Einkaufswagen zurück.

Es ist immer wieder unglaublich, wie viel Pfand bei uns zusammen kommt.

Ich habe nicht daran gedacht, das Monatsende ist. Das bedeutet immer Schlangestehen vorm Pfandautomaten. Den Gatten parke ich solange im Eingang des Supermarkts, wo es zum Glück eine Bank gibt,

Das Karlchen braucht einen Ölwechsel. Ich habe keine Ahnung, wann ich das erledigen soll.

Der Rest des Tages verläuft auch ruhig. Der Gatte legt sich nach dem Einkaufen wieder hin bis zum Abendessen, und ich gucke, was ich machen kann, ohne ihn zu stören. Abends will der Gatte eine Quiz-Show gucken. Ich leiste ihm Gesellschaft und komme entsprechend zu spät ins Bett.

Alle Einkäufe sind verstaut.

Teezeit. Das Rezept für den Kirsch-Käsekuchen gibt's demnächst in der Kombüse.

Vollmond. Nachher soll es noch eine teilweise Mondfinsternis geben. Wir sind gespannt.

Pflichtprogramm.

Abendessen. Das Rezept für die Kürbis-Paprika-Pfanne gibt es demnächst in der Kombüse.

Passt.

Wunschprogramm des Gatten. Da ich eh stricke, ist es mir egal.

Tatsächlich, eine partielle Mondfinsternis. Ich mag, dass wir in der alt-neuen Heimat den Himmel sehen können, anders als in der Hamburger Wohnung.

Spätabendlicher Abwasch, damit mich am nächsten Morgen nicht wieder ein Berg dreckiges Geschirr erwartet.

Das sieht doch schon nach Socke aus.

Vor dem Einschlafen noch etwas lesen.

Der Blick zurück in die ersten drei Corona-Jahre: Am 28. Oktober 2020 wussten wir zwar schon seit zwei Wochen, dass der Gatte krank ist, ahnten aber noch nicht das ganze Ausmaß, und so arbeitete er noch. Am 28. Oktober 2021 wussten wir um das ganze Ausmaß der Erkrankung des Gatten, wartete er auf seine Verrentung, da er nicht mehr arbeitsfähig ist. Am 28. Oktober 2022 hofften wir auf einen baldigen Umzug - vergeblich. Den Adventskalender, den ich an diesem Tag für meine Mutter kaufte, entsorgte ich ein halbes Jahr später immer noch originalverpackt, als wir nach ihrem Tod ihr Zimmer im Pflegeheim ausräumten. Heute kauften wir die gleichen Süßigkeiten für Halloween wie im Jahr davor, hofft der Gatte auf viele klingende Kinder, die er erschrecken will. / *Affiliate links

Samstag, 28. Oktober 2023

Samstagsplausch KW 43/23: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CLXXXIX

Sonnabend und Sonntag hatten wir Besuch. Ich hatte so von der alt-neuen Heimat geschwärmt, dass eine Blog-Freundin meinte, dieses Bullerbü wolle sie sich gerne mal selbst ansehen. Der Regen warf unsere Planung komplett um, und manches Mal mussten wir improvisieren.

Sonnabend besuchten wir die Kunststätte Bossard. Solange es nur nieselte, schauten wir uns die Außenanlagen an, anschließend die Innen-Ausstellungen. Seit mehr als zwei Jahren gibt es eine Kontroverse zur politischen Einstellung der Bossards, und inzwischen liegt ein erstes Gutachten vor. So sehr ich die Arbeit des IfZ normaalerweise schätze, hier habe ich den Eindruck, es wird alles getan, um nachzuweisen, dass die Bossards unmöglich von Antisemitismus und NS-Geist beeinflusst sein könnten. Gut, man fand in seiner Symbolik zwar ein Hakenkreuz, aber das war sicher nur Zufall. Okay, Bossard war Anhänger der Ariosophie und Lebensreform, propagierte Rassenreinheit, äußerte sich antisemitisch, aber deswegen kann man doch nicht davon ausgehen, dass er Antisemit war. Merke: Wenn etwas quakt wie eine Ende und watschelt wie eine Ente, ist es sicher keine Ente, wenn's um einige Millionen Euro Förderung für einen Museumsneubau geht. 

Im Heide-Erlebniszentrum wird erklärt, wie Wolle hergestellt wird, warum Schäfer stricken und dass australische Wolle schon seit 1850 den heimischen Markt kaputt macht. Ich dachte, das ging erst viel später los.  

Sonntag sollte es einigermaßen trocken sein, also fuhren wir ins Büsenbachtal zum Wandern. Kaum waren wir aus dem Auto ausgestiegen, fing es an zu nieseln. Nach keinem Kilometer wurde aus dem Nieseln ein kräftiger Regen. Also zurück zum Auto. Die einzige Drinnen-Aktivität in der Nähe, die zu dieser Zeit schon geöffnet war, war das Heide-Erlebniszentrum, eine Empfehlung der örtlichen Facebook-Gruppe. Wir hatten keine Erwartungen und wurden mehr als positiv überrascht! Die Ausstellung ist super! Dazu gibt's beizeiten einen Extra-Beitrag. Danach bummelten wir ein bisschen durch das bezaubernde Heidedörfchen Undeloh. Zur Heideblüte bekommt man hier keinen Fuß auf den Boden, aber an diesem Wochenende mit unklarem Wetter war's einigermaßen leer. Anschließend gingen wir noch ein Stück des Heidelehrpfads, bis ich schwächelte.

Auf dem Heide-Lehrpfad.

So schön Besuch über's Wochenende war, so sehr strengte es mich doch auch an. So viel Gesellschaft, frische Luft und Bewegung bin ich seit Jahrenden nicht mehr gewohnt. Zum Glück kennt die Gästin so was und war nicht böse, als ich Sonntag Abend signalisierte, ich bräuchte Ruhe.

"Trinkst du noch Tee mit mir?" frug der Gatte, als wir Montag Nachmittag nach meinem Feierabend in die Stadt gingen. Klar blieb ich noch zum Tee, ehe ich mich nach Hamburg in die Wohnung aufmachte. Das Gependel fällt uns schwer. Vor allem der Gatte verträgt die Trennung schlecht, mag nicht alleine sein. Dienstag Abend waren wir dann wieder zusammen.

Dienstag und Mittwoch waren heftige, lange Arbeitstage mit viel Trubel. Ich bin froh, dass ich tolle Kollegen habe - und dass ich seit heute eine Woche Urlaub habe. In meinem Projekt gibt es spannende Entwicklungen, im Team insgesamt ebenfalls. Die Entwicklungen in meinem Projekt hätte ich stoppen können, aber ich fand, das Projekt dürfe nicht darunter leiten, dass die Projektleitung malad ist. Die Kollegin, die mit mir im Projekt arbeitet, und die Chefs tragen das zum Glück mit, und der Rest des Teams ebenfalls. Es ist unwahrscheinlich beruhigend, dass ich mir in dem ganzen Chaos zumindest beruflich keine Sorgen machen muss. 

Ich hatte keine Kraft, diese Woche zur Grippe-Impfung zu gehen und sagte den Termin ab. Zufällig sah ich, dass die letzte Corona-Impfung schon im Oktober ein Jahr her ist, nicht erst im Dezember, und nun habe ich kommende Woche einen Termin für eine kombinierte Grippe-Corona-Impfung - in der Apotheke. Ich bin gespannt - auf den Ablauf und wie mein Körper damit umgeht. Der Gatte bekam diese Woche seine Grippe-Impfung und spürte diesmal die Nachwehen 24 Stunden später, als wir schon gar nicht mehr damit rechneten. Letztes Jahr kippte er gleich in der Arztpraxis um ... Gegen Corona lässt er sich nicht mehr impfen, denn nach jeder Impfung lag er eine Woche flach. Nicht auszudenken, wie es würde, bekäme er tatsächlich Corona. Beim Arzt erfuhr der Gatte, dass sich seine Kaliumwerte schon etwas verbesserten. Der Stress mit der kaliumarmen Ernährung lohnt sich also. Kommende Woche schon gibt's neue Werte. Meine Blutwerte hingegen werden kontinuierlich schlechter - zu viel Fertigfutter und belegte Brötchen in der Mittagspause, weil ich keine Kraft habe, mir Oats zu machen.  

In der Hoffnung, dass wir tatsächlich in sieben Wochen mit dem Umzug beginnen, fingen wir langsam an, auszusortieren. Dabei fand ich das Reisetagebuch meiner ersten Israelreise 1988 wieder! Ansonsten freue ich mich über jeden Gegenstand, den ich entweder wegwerfe oder zum Recyclinghof bringe. Kommende Woche wird ein Teil des Lagers ausgeräumt, ziehen die Schiffsmodelle des Gatten schon mal um. 

Auf der Baustelle waren die Gärtner fleißig, und das Ergebnis sieht gut aus. Der Chef war gestern da und befand, das eine oder andere müsse nachgebessert werden. Das macht insgesamt einen guten Eindruck, auch, wenn sich die Arbeiten wieder mal ziehen - hoher Krankenstand. Es fehlt noch die Regenrinne, und Gartenhaus und ein paar vom Vorgänger gesetzte Zaunelemente müssen noch gestrichen, Bäume geschnitten werden. 

Ich muss mich um einen anderen Dachdecker kümmern, denn Dachdecker II meldete sich nicht mehr. Ich habe keine Lust, dem Kostenvoranschlag hinterher zu telefonieren, denn so, wie er beim Ortstermin die Montage von Trittstufen zum Schornstein schilderte, wird es kompliziert und teuer. Ihm waren die Dachfenster zu dicht am Schornstein, weswegen er hinter dem Haus ein Gerüst aufstellen will, um auf dem Dach Trittstufen von hinten nach vorne über das Dach und zurück um den Schornstein herum zu verlegen ... Ich habe beschlossen, erstmal abzuwarten, bis der Kamin tatsächlich eingebaut und angeschlossen ist, und dann nochmal zu hören, was der Schornsteinfeger nun wirklich will. Im September 2022 wollte er Trittstufen zum Kaminkehren, im April 2023 nicht. 

Wegen des defekten Wasserrohrs in der Waschküche diskutieren Heizungsbauer und Versicherung noch immer, wer den Schaden eigentlich verursachte. Solange der Keller trocken ist, sollen sie meinswegen diskutieren. Die Rechnung für den Austausch von Heizungsthermostaten und -ventilen verursachte Schnappatmung. Nur: Nützt ja nichts. Zum Teil waren die Ventile noch von 1961, das konnte ja nicht so bleiben. Dass der Kohleofen aus dem System genommen wurde, war sofort zu merken: Im Heizungskeller, der Werkstatt des Gatten, ist es deutlich kühler. Insgesamt sind wir sehr dankbar, dass jetzt fast überall die Heizungen wieder funktionieren. "Ein warmes Haus hat ja nicht jeder", sagte der Gatte gestern, als wir wieder ins Haus, nach Hause, kamen. Im Gästebad zickt die Heizung noch, aber das lassen wir erstmal so, denn der Gatte meint, dort sei es warm genug. Er nutzt es zurzeit, weil er im Eisenbahn- bzw. Gästezimmer schläft. Wir warten jetzt mal ab, wie es den Winter über ist, und ggf. muss ich mich im Frühjahr um die Heizungsreparatur kümmern.

Hier gilt seit mittlerweile 189 Wochen: Der Gatte und ich sind weitgehend zu Hause. Es geht uns vergleichsweise gut. Wir halten es gut miteinander aus. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall. Er ist schwerbehindert und berufsunfähig verrentet. 

Unsere Kontakte sind normalerweise auf das Notwendigste beschränkt, heißt: Arbeit, Ärzte, Einkaufen, Schwiegermutter und Handwerker. Ich bin dankbar, dass Corona uns bislang verschonte und hoffe sehr, das bleibt so. Weiterhin gibt es im Umfeld reichlich Infektionen. 

Der Gatte kommt immer wieder auf unseren Zahnarzt zu sprechen, der im August plötzlich und viel zu früh an einem Hirntumor verstarb. Der Zahnarzt war zwei Jahre jünger als der Gatte, bei dem der Schock tief sitzt. Er überlegt, zukünftig in der alt-neuen Heimat zum Zahnarzt zu gehen. Ich zögere noch, denn ich war knapp 35 Jahre Patientin in der Praxis. Der hiesige Zahnarzt wäre aber kaum fünf Gehminuten entfernt. Wir werden sehen. 

Schwiegermutter geht es gut, Tante hoffentlich auch - Neuigkeiten von ihr bekommen wir nur über Schwiegermutter, und die redet mehr über sich selbst oder schimpft nur über Tante, mit der sie einmal wöchentlich telefoniert. Für uns ist es schwierig, Tante zu erreichen, so dass wir nur hoffen können, dass es ihr gut geht, ihr die Reha nach ihr Schulter-OP gut tut. Schwiegermutter hat sich in den Kopf gesetzt, dass Tante Weihnachten nach Hamburg kommt. Wir sind gespannt, ob das klappt. Unter anderen Umständen hätten wir nicht dagegen, Weihnachten zu Tante nach Dachau zu fahren, aber in diesem Jahr werden wir dann noch mitten im Umzug sein. 

Ein Teil von mir ist seit drei Wochen permanent in Israel. Mittwoch beginnt in Hamburg die Schule wieder, und für die jüdischen Schülerinnen und Schüler wird die Situation wenig kommod. Jüdinnen und Juden machen sich seit drei Wochen so unsichtbar wie möglich. Feierten wir nicht gerade erst 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland?! Es macht mich wütend, dass aufgrund von Sicherheitsbedenken Gottesdienste nicht stattfinden können, Kinder nicht in die Schulen können. Das Ausmaß an Antisemitismus, das sich allerorten zeigt, macht mich sprachlos. Wütend machen mich auch die Forderungen nach einem Waffenstillstand. Die Täter-Opfer-Umkehr, die nach dem Simchat-Tora-Massaker einsetzte, ist unglaublich. Es gibt keine Anstrengungen, die Hamas zur Freilassung der über 200 Geiseln zu bewegen (oder wenigstens Visiten durch das Rote Kreuz zuzulassen) oder zum Aufgeben zu bewegen. Es gibt keinen Druck auf die Unterstützerstaaten der Hamas. Einzig Israel soll eine Waffenruhe einhalten. Wie wahnsinnig diese Idee ist, zeigt sich schon daran, dass die Hamas in den letzten drei Wochen über 8.000 Raketen auf Israel abfeuerte. Die Hamas ist wohlhabend und gut ausgestattet, lebt in sicheren Staaten, während die palästinensische Zivilbevölkerung in Gaza leidet - und sich doch nicht gegen die Hamas wendet, sondern einzig gegen Israel. Es ist ganz klar, dass nur die Hamas ein Ende des Krieges in der Hand hat, nur da sie und ihre Unterstützerstaaten das Ende allen jüdischen Lebens wollen, und zwar nicht nur in Nahost, ihnen niemand Einhalt gebietet, wird es so schnell kein Ende des Krieges geben. Hier sind übrigens die Namen und Fotos der über 200 Kinder, Frauen und Männer zu sehen, die seit drei Wochen in Hamas-Geiselhaft sind: Bring them home now. Die jüngste Geisel ist 9 Monate alt, die älteste 85 Jahre. 

Noch sieben sechs Wochen bis Umzug. Hoffentlich.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Freitag, 27. Oktober 2023

Socktober IV: Socken aus myboshi mysocks Pixel und Fortissima von Schoeller + Stahl

Auch das vierte Paar für den Socktober bzw. die Aktion Grüne Socke strickte ich nach einem Muster der Mustermix-Socktober 2022-Socken von Tanja Steinbach. 

Leider sind die Lichtverhältnisse auf der Baustelle im Haus zu schlecht, um Farben richtig wiederzugeben. 

Das Garn myboshi mysocks Pixel im Grünton Genke* ergänzte ich um Fortissima von Schoeller + Stahl aus dem örtlichen Wollladen. Die Farbe Jagd* passt perfekt.

Wolle und Muster im Detail. Die Farben sind durch schlechtes Licht verfälscht. 

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat und zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln! 

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Samstag, 21. Oktober 2023

Samstagsplausch KW 42/23: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CLXXXVIII

Diese Woche hatte ich einen Termin bei einer internistischen Endokrinologin, um abzuklären, warum ich seit drei Jahren ein Diabetes-Medikament off label bekomme, also ohne Diabetes zu haben. Die Ärztin fragte nach meinen Beschwerden und meinte dann trocken: "Ihre Symptome sind so eindeutig, dass wir uns das Labor eigentlich sparen können." Wir haben dann doch Labor gemacht, aber ich bekam gleich das Rezept, und am kommenden Tag war klar, ich nehme das Medikament weiter. Da ich fünf Wochen pausieren musste, weil meine Tabletten zu Ende waren und ich ohne klare Diagnose kein neues Rezept bekam, müssen die Tabletten wieder eingeschlichen werden. Es ist, als hätte mein Körper darauf gewartet, den Wirkstoff wieder zu bekommen. Als erstes verschwand der Schüttelfrost. Wie die gynäkologische Endokrinologin aus der gleichen Praxis hat auch diese Ärztin einen Plan, ganz anders als die Horror-Hormon-Tante. In vier Wochen ist die erste Laborkontrolle, dann wird vierteljährlich kontrolliert. Yeah. Oder so. Aber ja, ich bin tatsächlich froh, dass die Einnahme jetzt kontrolliert erfolgt. Und die Ärztin lobte mich auch, dass ich fünf Wochen pausierte, anstatt das Medikament vom Gatten zu nehmen, der es als Diabetiker nehmen muss. Ich hielt die Pause für sinnvoll, damit wir mal wissen, was passiert, wenn ich das Medikament nicht nehme.

Hier gilt seit mittlerweile 188 Wochen: Der Gatte und ich sind weitgehend zu Hause. Es geht uns vergleichsweise gut. Wir halten es gut miteinander aus. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall. Er ist schwerbehindert und berufsunfähig verrentet. 

Unsere Kontakte sind normalerweise auf das Notwendigste beschränkt, heißt: Arbeit, Ärzte, Einkaufen, Schwiegermutter und Handwerker. Ich bin dankbar, dass Corona uns bislang verschonte und hoffe sehr, das bleibt so. Weiterhin gibt es im Umfeld reichlich Infektionen. 

Danke für die vielen Ermutigungen, auch per Mail, dass ich meine Reha nicht absagen soll. Das habe ich auch nicht vor, wenngleich ich nicht weiß, wie es werden soll, wenn der Gatte fünf Wochen alleine ist. Aber ich bin fest entschlossen, die Reha anzutreten und wenn ich auf dem Zahnfleisch in die Klinik robbe. Den Gatten mit zur Reha zu nehmen, ist keine Alternative. Zum einen wollen wir beide das nicht. Ich will ganz egoistisch selbst zur Ruhe kommen können, und der Gatte will zu Hause bleiben, hofft, in Haus und Wohnung Arbeiten beenden zu können, will, dass ich zur Ruhe komme, eine gute Zeit habe. Zum anderen wäre ein neuer Reha-Antrag notwendig, und das dauert wieder Monate mit ungewissem Ausgang. Wir arbeiten uns einfach weiterhin von Tag zu Tag vorwärts und hoffen das Beste.

Für unsere Verhältnisse war es eine ruhige Woche. Im Büro ist es stressig, und eigentlich brauche ich mehr als zwei Präsenztage, aber das geht sich einfach nicht aus vor dem Umzug. Das Umzugsunternehmen sandte das Angebote und sorgte dafür, dass es etwas weniger stressig wird als nach der Vorbesprechung gedacht. Anstrengend wird's dennoch, denn wir sind durch. am Ende unserer Kraft. Wir haben 500 Umzugskartons statt 300, also Reserve, stehen beim Auspacken nicht so unter Druck, auch, weil wir dafür jeweils zwei Tage haben, nicht nur einen. Da Raum um Raum umzieht, kann ich auch immer Ruhezonen für den Gatten schaffen, für den es dennoch sehr anstrengend wird, denn selbst, wenn es zu viel für ihn wird, wird er bei den einzelnen Fuhren dabei sein wollen. Anfang Januar, wenn hoffentlich alles geschafft ist, kommen dann noch zwei Männer, um alles anzudübeln, was wir bis dahin nicht an die Wände bekamen - zum Beispiel das Gardinenbrett, das seit Jahresbeginn hier liegt ... 

Seit einer Woche haben wir ja den Fliesenspiegel in der Küche, und jedes Mal, wenn wir in die Küche gehen, freuen wir uns darüber. Das Glasmosaik leuchtet so schön! Es gefällt uns besser als die ursprünglich ausgesuchten Fliesen, die dann plötzlich nicht mehr lieferbar waren. Ich freue mich vor allem über die Freude des Gatten, der die Küche zu seinem Projekt erklärte. Während ich in der Reha bin, darf er die Küche planen, dann hat er ja ausreichend Zeit. Einen Küchenbauer beauftragen wir dann nach der Reha.

Im Garten geht's im Schneckentempo weiter. Immerhin sind schon mal alle Palisaden geliefert, und zwei stehen auch schon. Für eine musste das Gartenhaus angesägt werden - Gärtner III hatte sich vermessen, was auch sonst?! Die jungen Mitarbeiter von Gärtner IV sind entzückend. Sie stellten fest, dass ein Fundament entfernt werden muss. Bei Gärtner III war das ein Drama in mehreren Akten, weswegen das Fundament auch noch da ist. Es ist eine Betonplatte von etwa vier Metern länge, einem Meter Breite und knapp fünf Zentimeter Dicke. Als die Jungs jetzt fragten, ob das Fundament entfernt werden dürfe und wir bejahten, lag ratzfatz das erste große Stück auf dem schon wieder entstandenen Müllberg. Aber wieder mal sind wir gespannt, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden ... Es bleibt also spannend. 

Diesen liebevoll verpackten Seifen-Einkauf musste ich dir einfach zeigen.

In dieser Woche kam mein liebevollst gepacktes Paket von Manar Soap, einem Laden in der Friedberger Judengasse, der einer jungen Syrerin gehört. Sie kam mit Mann und kleinem Sohn 2015 nach Deutschland, ist inzwischen zweifache Mutter und machte sich 2019 mit dem Seifengeschäft selbstständig. Was für eine Biographie! Es blieb natürlich nicht bei der Dackelseife, durch die ich auf den Laden kam. Es wollten auch Seifen als Weihnachtsgeschenk für Schwiegermutter und Tante und für mich mit. 

Die Situation in Israel beschäftigt mich nachhaltig. Ich hätte nicht gedacht, dass es 2023 noch einen Pogrom geben würde, schon gar nicht in Israel. Noch immer sind nicht alle überfallenen Kibbuzim gesichtet, nicht alle Toten identifiziert, und von den Geiseln in den Händen der Hamas rede ich gar nicht erst. Bei dem ganzen Horror trafen mich die Filme, die zeigten, wie Hunde gerettet wurden, die tagelang neben ihren toten Herrchen und Frauchen ausharrten. Hunde sind für strenggläubige Muslime haram, sie zu halten ist zum Beispiel im Iran verboten. Dass beim Simchat-Tora-Pogrom die Hunde am Leben gelassen worden, ihre Menschen hingegen ermordet wurden, heißt, ein jüdisches Leben ist für die Hamas weniger wert als das eines Hundes. Und es ist klar, dass sie Hamas nicht eher Ruhe geben wird, bis alles jüdische Leben vernichtet ist (und nicht nur jüdisches Leben, sondern das Leben aller, die nicht in ihr Weltbild passen).   

Noch acht sieben Wochen bis Umzug. Hoffentlich.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Freitag, 20. Oktober 2023

Socktober III: Socken aus Junior Raggi von Järbo und Flotte Socke von Rellana

Seit dem Yarncamp ist meine Strickblockade gelöst, und dank der grünen Wolle im Goodie Bag strickte ich diesen Monat schon vier Paar Socken für die Aktion Grüne Socke

Draußen ist gerade kein Fotowetter, und das Innenlicht auf der Baustelle sorgt dafür, dass die Farben ungleichmäßig aussehen ... Das kann nach dem Umzug nur besser werden.

In dieses Paar in Größe 42/43 wanderte der Rest des Knäuels Junior Raggi in der Farbe Bluegrass Band von Järbo. Ich ergänzte es mit dem Garn Flotte Socke von Rellana aus dem örtlichen Wollladen. Das Muster stammt wieder aus der Mustermix-Socktober 2022-Socke von Tanja Steinbach.

Wolle und Muster im Detail. Die Farben sind durch die schlechte Beleuchtung auf der Baustelle verfälscht.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat und zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln! 

Mittwoch, 18. Oktober 2023

#12von12 im Oktober 2023

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! 

#1: Noch vor dem Kaffee die Spülmaschine ausräumen.

#2: Früher Arbeitsbeginn in der Wohnung.

Wie jeden Donnerstag geht's auf die Baustelle, ins alt-neue Haus. Ende des Jahres hat das hoffentlich ein Ende. Wir sind beide mehr als am Ende unserer Kraft. Heute wird der Wechsel von Wohnung zu Haus hetzig, denn ich bin mittags verabredet. Das bedeutet vor allem für den Gatten Stress, denn der hat aktuell kein Auto, muss sich nach meinem Zeitplan richten. Es klappt aber, wir sind im Plan.

#3: Mittags gibt es endlich Frühstück. Der Luftfilter ist natürlich dabei.

Mittags komme ich endlich zum Frühstücken, beim Bäcker, in guter Gesellschaft.

#4: Äpfel ernten. Die Früchte sind nach dem Rückschnitt deutlich größer und saftiger, allerdings noch immer sehr sauer, also nichts zum So-Essen. Aber zum Kochen, Backen, Entsaften sind sie perfekt.

#5: Der Gatte inspiziert seine Ländereien.

#6: Gärtner IV hat dafür gesorgt, dass es zumindest schon mal wieder einen Weg gibt.

#7: Die Herbst-Astern blühen noch.

Wieder zurück im Haus, versuchen wir, es ruhig anzugehen. Ich arbeite weiter, muss mich aber nebenbei um einen Wasserschaden im Haus kümmern. Yeah.

#8: Morgen wird eingekauft, also unterbreche ich das Stricken und mache mit dem Gatten schon mal einen Wochenplan. 

#9: Abendessen.

#10: Läuft.

#11: Obwohl wir über Chanukka umziehen, musste ich diese Lichterkette* einfach haben. Eigentlich wollte ich sie schon letztes Jahr kaufen, entschloss mich aber zu spät, und sie war ausverkauft. Bestellt vor dem Simchat-Tora-Massaker, überlege ich, ob ich sie wirklich ins Fenster hängen soll oder besser nicht. Es ist ein Elend. 

#12: Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*

Der Blick in die ersten drei Corona-Jahre: Am 12. Oktober 2020 bekam der Gatte eine schlechte Diagnose. Damals ahnten wir noch nicht, das es nicht die einzige bleiben wird. Damals ahnten wir auch nicht, dass Mudderns Haus und Garten mitsamt Apfelbaum heute uns gehören würden. Am 12. Oktober 2021 wartet der Gatte auf die Verrentung, bin ich malad, gibt es einen Krebsverdacht, der sich zum Glück nicht bestätigt. Am 12. Oktober 2022 hätten wir nicht gedacht, dass wir ein Jahr später immer noch zwischen Wohnung und Haus pendeln, weil die Baustelle nicht fertig wird. / *Affiliate links

Dienstag, 17. Oktober 2023

Socktober II: Socken aus Junior Raggi von Järbo

Im Yarncamp-Goodie Bag war auch Sockenwolle des schwedischen Herstellers Järbo. In Deutschland kann man die Garne über Eddna kaufen. Das vierfädige Garn Junior Raggi in der Farbe Bluegrass Band wurde zu einem Paar in Größe 40/41 für die Aktion Grüne Socke.

Socken in Größe 42/43 aus Garn des schwedischen Herstellers Järbo,

Wieder wählte ich ein Muster aus der Mustermix-Socktober 2022-Socke von Tanja Steinbach, diesmal Muster 1. Ich führte das Muster auf der Oberseite des Fußes fort.

Wolle und Muster im Detail.

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag und Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!