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Freitag, 30. Oktober 2026

#pmdd2026: Der 28. Oktober 2026

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2026 auf Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite.  

Noch vor dem Aufstehen bestelle ich eine Rose. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, dass Zuhause und auf den Grab je eine Rose mit dem Vornamen des Gatten und von mir wachsen. Die nach Sabine Sinjen benannte Rose ist allerdings meistens vergriffen und geht auch heute binnen Minuten weg. Ich habe Glück und bekomme eine. Fehlen noch zwei. 

Schnuffi mahnt mich, jetzt endlich aufzustehen. Er hat recht. Ich bin spät dran.

Das geht gerade noch so.

Heute darf der Zirkus-Hase mit.

Der Hoptimist ist natürlich auch mit an Bord.

Der Zirkus-Hase ist fleißig.

Der Zirkus-Hase bekam eine Quitte aus dem Garten einer Kollegin geschenkt.
Im Bürohaus sind Bauarbeiten, was lange Wege bedeutet. Damit ich das nicht vergesse, hängt sicherheitshalber ein Zettel am PC.

Das geschah an einem 28. Oktober vor 88 Jahren.

Ich bin gespannt, ob ich die Beseitigung dieser Leckage nochmal erlebe.

Heute ist Mittwoch. Ich bin seit 53 Woche Witwe. Ich versuche noch immer, mich nach 26 gemeinsamen Jahren in das Leben ohne den Gatten einzufinden. 

Zu Hause erwarten mich gar gruselige Gespenster.

Der Blumenhase ist ganz stolz auf die hübsche Chrysantheme.

Dem Gatten guten Abend sagen. Heute Morgen war ich etwas in Eile.

Ein bisschen Halloween-Deko für Drinnen.

Die geschenkte Quitte bringt den Wochenplan ein wenig durcheinander.

Morgen muss ich einiges erledigen.

Heute arbeite ich im Echtbüro. Da gerade zwischen Harburg und Hauptbahnhof keine Züge fahren, fahre ich erst eine Stunde über die Autobahn zu einem Park & Ride und dann mit S-Bahn und Bus ins Büro. So bin ich dann vier Stunden unterwegs, um sechs Stunden zu arbeiten. Ich könnte auch in Harburg in die S-Bahn umstiegen, aber die ist auch ohne bummelig 150.000 zusätzliche Fahrgäste chronisch überlastet und fällt oft aus. Dann sitze ich in Harburg fest und komme von da nicht mehr weg. Bin ich erstmal über die Elbe rüber, ist es einfacher. Die Zeit, die ich im Stau stehe, ist berechenbarer als der ÖPNV.  

Die Spülmaschine will spielen.

Vorbereitungen für's Abendessen.

Ich habe liebe Post bekommen.

Pünktlicher Feierabend und eine schnellere Rückfahrt nach Hause, weil ich vor der Rush Hour auf die Autobahn komme. Für stockenden Verkehr ist dennoch gesorgt, denn es sind Zufahrten und Fahrbahnen gesperrt. Irgendwie muss man die Blechlawine doch zum Stillstand bringen! 

Füße hoch und stricken. Ob ich irgendwann den Lulu Slipover nochmal fertig bekomme?!

Endlich zu Hause, passiert nicht mehr viel. Das Fahren strengt mich an. Zum Glück muss ich es nur zwei Mal in der Woche machen, könnte auch zu Hause arbeiten. Also falle ich direkt nach der Tagesschau ins Bett und werde mehr als zehn Stunden schlafen. 

Gespenstermond.

Der Blick zurück in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 28. Oktober 2020 wussten wir zwar schon seit zwei Wochen, dass der Gatte krank ist, ahnten aber noch nicht das ganze Ausmaß, und so arbeitete er noch. Am 28. Oktober 2021 wussten wir um das ganze Ausmaß der Erkrankung des Gatten, wartete er auf seine Verrentung, da er nicht mehr arbeitsfähig war. Am 28. Oktober 2022 hofften wir auf einen baldigen Umzug - vergeblich. Den Adventskalender, den ich an diesem Tag für meine Mutter kaufte, entsorgte ich ein halbes Jahr später immer noch originalverpackt, als wir nach ihrem Tod ihr Zimmer im Pflegeheim ausräumten. Am 28. Oktober 2023 kauften wir die gleichen Süßigkeiten für Halloween wie im Jahr davor, hoffte der Gatte zu recht auf viele klingende Kinder, die er erschrecken wollte. Am 28. Oktober 2024 freute sich der Gatte auf Halloween. Am 28. Oktober 2025 war ich seit einer Woche Witwe, kaufte ein Grab und versuche seitdem, mich nach 26 Jahren Zweisamkeit wieder in das Alleinleben einzufinden.

Freitag, 2. Oktober 2026

#pmdd2026: Der 28. September 2026

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2026 auf Bluesky oder Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite. 

Da ich heute zu Hause arbeite, lässt Schnuffi mich schlafen, bis es hell wird.

Der Gatte würde sagen, Schäfchen guckt mopsig. 

Dem Gatten guten Morgen sagen.

Arbeiten.

Ich habe beschlossen, für das erste Todesjahr des Gatten eine Temperaturdecke zu häkeln. Ich trug die Temperaturen nach und muss noch gucken, dass ich sie für die letzten Tage bis zum ersten Todestag eintrage.

Heute ist Montag, also Heimbüro-Tag. Da meine Kollegin mit am Start ist, ist es ein entspannter Arbeitstag. Ich kann mich um Inhaltliches und Konzeptionelles kümmern und mich in Ruhe mit der Kollegin besprechen. Das ist eine angenehme Abwechslung, denn Ruhe ist in unserem Bereich selten.

Ein bisschen Hausarbeit.

Der Teetisch wäre gedeckt. Und: Ja, ich brauche neue Gläser, weil die jetzigen milchig sind. 

Schnell noch den Wochenplan katualisieren.

Der tägliche Apfel. Die Äpfel des alten Baumes sind endlich groß und reif genug, um sie so essen zu können.

Die Heilwolle, die ich letzte Woche kaufte, ist gewickelt und wird vor dem Stricken gewogen. Die Verkäuferin war sich nicht sicher, ob's 100 Gramm sind, und sagte mir, wo sie normalerwiese verkauft, falls ich mehr brauche. Es sind aber 100 Gramm. Das sollte für zwei Paar einfache Handstulpen reichen. 

Pünktlicher Feierabend und ein bisschen Aufräumen, denn eine Strickfreundin kommt zum Tee. Heute wird allerdings weniger gestrickt als gehäkelt. Waldi der Dritte will fertig werden. Das Teetrinken zieht sich bin in den Abend, so dass außer Schnattern, Häkeln und Teetrinken nichts mehr passiert.

Waldi der Dritte will fertig werden.

Acht Maschen vor Ende muss ich noch ein neues Knäuel anfangen.

Fast fertig. Ein Streifen fehlt noch.

Angesichts der Kuchenschlacht fiel das Abendessen aus. 

Die Apfelernte der letzten beiden Tage.

Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*. Die Holly-Holmes-Reihe* ist nur etwas für Schmerzbefreite. Inzwischen frage ich mich nicht mehr, was Autorin und Übersetzerin beruflich machen, sondern ob die Krimis von einer extrem schlechten KI geschrieben und übersetzt wurden. Aber da ich aktuell gerne mal wieder mindless lese, passt es.

Der Blick zurück in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 28. September 2020 war der Gatte noch gesund und arbeitete. Ich hatte einen Büro- und Ladentag und wechselte die Zeitung an der Fenster-Leckage aus, wie auch am 28. September 2021. Am 28. September 2022 hätten wir laut Aussage des Bauunternehmers, der sich später als ziemlicher Chaot entpuppte, seit zwei Tagen im Haus wohnen können, war der Gatte noch fit genug, um mit dem Schornsteinfeger alleine die Hausbegehung zu machen. Heute kann er das nicht mehr. Am 28. September 2023 pendelten wir noch immer zwischen Wohnung und Baustelle. Am 28. September 2024 freuten wir uns auf den bevorstehenden Mallorca-Urlaub und ahnten nicht, dass es unser letzter gemeinsamer Mallorca-Urlaub sein würde, denn ein Jahr später war der Gatte Palliativ-Patient. Uns sollten noch drei gemeinsame Wochen bleiben. / *Affiliate links

Montag, 31. August 2026

#pmdd2026: Der 28. August 2026

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2026 auf Bluesky oder Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite.

Schnuffi ließ mich etwas länger schlafen, weil ich auf's Frühstück verzichte. Jetzt ist es aber Zeit, aufzustehen.

Dem Gatten guten Morgen sagen.

Das Reise-Rudel ist bereit für den Tag. Die Maus guckt aus unerfindlichem Grunde sehr panisch.

Frisch geduscht für ein Fahrstuhl-Selfie.

Jetzt wird entspannt!

Entspannt wird übrigens im Rudel.

Auf dem Rückweg von der Entspannung hole ich mir kaltes und heißes Wasser - letzteres, weil ich gleich frühstücken möchte.

Da ist Strand in meinem Zimmer. Gestern war der letzte schöne Sommerabend, saßen wir lange draußen im Strandkorb, redeten, lachten und strickten. Ein bisschen Sand verfing sich in meiner Häkeltasche.

Karges Frühstück, aber es gibt gleich wieder Mittagessen.

Nach drei Wochen gelang es mir mit Hilfe einer Mit-Insassin endlich, aus dem Nordic Walking zu kommen. Stattdessen habe ich heute zum ersten Mal "Therapeutisches Gehen" und Zeit, in den Wald zu gucken - oder in das, was davon übrig bliebt.

Auch wenn der Spaziergang nur kurz war, meldet sich meine entzündete Plantarsehne und verlangt nach TENS. Dreißig Minuten Zeit zum Streamen und Stricken.

Vor einem Jahr bekam der Gatte sein Todesurteil. Das Krankenhaus teilte ihm mit, er habe eine Candida-Infektion mit tödlichem Verlauf und noch eine Lebenserwartung von etwa acht Wochen. Der Gatte bat darum, zum Sterben nach Hause entlassen zu werden. Wir durften noch sieben gemeinsame Wochen erleben. Heute bin ich in einer Reha zwecks Trauerbewältigung, um zu lernen, mit dem Tode des Gatten zu leben.

Heute gibt es wieder ein Mittagessen, bei dem klar ist, dass sich Ernährungsberatung und Küche nicht mögen: Burger und Fritten.

Es gibt Tutti-Frutti-Eis als Dessert.

Nachmittägliches Stricktreffen, diesmal nicht im Café, weil es dort zu laut ist.

Es regnet, also geht es unterirdisch zum Abendessen.

Überraschungen zum Abendessen. Der Restezauber ist in der Regel sehr kreativer Salat. Manchmal gibt es auch Reste vom Mittagessen. Außerdem gibt es mittags und abends ein Salatbüfett.

Übersichtliches Abendessen, weil ich keinen richtigen Appetit habe: Brötchen vom Frühstück mit Schinken und Käse sowie ein Restezauber-Salat. 

Mit der Schwiegermutter telefonieren.

Das aktuelle Strickstück ist ein Sophie Shawl.

Das Reise-Rudel möchte vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Der Blick zurück in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 28. August 2020 lebte sich Schwiegermutter gerade in der Seniorenwohnanlage ein, war der Gatte noch gesund, fuhren wir am kommenden Tag nach Dänemark. Am 28. August 2021 war der Gatte schon krank, wartete auf die Entscheidung über seine Verrentung, musste ich arbeiten, holten wir abends Tante ab, um in der kommenden Woche einen runden Gatten-Geburtstag zu feiern. Am 28. August 2022 waren wir noch so optimistisch, spätestens im kommenden Frühjahr ins alt-neue Haus zu ziehen. Am 28. August 2023 bezweifelten wir, dass wir überhaupt noch dort einziehen werden. Am 28. August 2024 waren wir umgezogen und erlebten einen kurzen Moment der Normalität. Am 28. August 2025 erfuhren wir, dass unsere gemeinsame Zeit in Kürze enden würde, hofften aber bis zuletzt auf ein Wunder. / *Affiliate link