Donnerstag, 17. März 2016

RUMS #11/16: Jetzt bin ich auch mal dran - Strickgefilzte gestreifte Hausschuhe in Größe 40/41 (Modell II)

Nach den Puschen für Schwiegermutter und den Puschen für den Gatten kam ich dann endlich auch dazu, die Filzwolle zu verarbeiten, die ich mir schon vor ewigen Zeiten mal beim Discounter kaufte, um das Strickfilzen mal auszuprobieren. Nun, diesen Schritt übersprang ich erfolgreich.

Filzpuschen für mich.
Verglichen mit der Filzwolle Spectra von Gründl* ist die Discounterwolle dünner und weniger flauschig - der Preisunterschied macht sich also bemerkbar (die Discounterwolle kostet die Hälfte). Dafür ist die Wolle nicht geknotet - Konten in der Wolle finde ich immer blöd, und gerade bei teuren Qualitäten auch einfach enttäuschend.

Puschen vor dem Filzen.
Die Discounterwolle soll bei 60°C gefilzt werden - das hatte ich überlesen. Aber das war wohl auch ganz gut so, denn im Vergleich mit Schwiegermutters Puschen fallen diese kleiner aus. Hätte ich sie bei 60°C statt bei 40°C gefilzt, hätten sie vermutlich nicht gepasst.

Filzpuschen beim Trocknen.
Jetzt bin ich erstmal durch mit den Filzpuschen - von Auftragsarbeiten mal abgesehen - und freue mich auf neue Filzprojekte. 

Dieser Beitrag nimmt teil an den Linkparties "Stricklust" und "RUMS".

Gestrickte gestreifte Filzpuschen mit Umschlag in Größe 40/41

Material:

200 g Filzwolle in zwei unterschiedlichen Farben mit einer Lauflänge von 55m/50g
1 (Rund-)Stricknadel, Stärke 8
1 Nadelspiel, Stärke 8
1 Stopfnadel ohne Spitze
Waschlappen zum Ausstopfen der Schuhe während des Trocknens
Latexmilch*

Anleitung:

36 Maschen (M) in Schwarz mit der (Rund-)Stricknadel anschlagen und 32 Reihen (R) glatt rechts in folgendem Farbwechsel stricken.

1. - 24. R.: Mittelblau
25. - 28. R.: Hellblau
29. - 30. R.: Mittelblau
31. - 32. R.: Hellblau

Jetzt die M gleichmäßig auf ein Nadelspiel verteilen (9 Maschen pro Nadel) und bei jeder Nadel 1 M aus dem Querfaden verschränkt herausstricken = 40 M pro Nadel. In folgendem Farbwechsel re weiterarbeiten:

33. - 34. Rd.: Hellblau
35. - 36. Rd.: Mittelblau
37. - 40. Rd.: Hellblau
41. - 42. Rd.: Mittelblau
43. - 46. Rd.: Hellblau
47. - 50. Rd.: Mittelblau
51. - 52. Rd.: Hellblau
53. - 56. Rd.: Mittelblau
57. - 58. Rd.: Hellblau
59. Rd - Rest: Mittelblau


Nach 60 R. / Rd. die Spitze arbeiten. Dafür in jeder Rd. die letzten beiden M jeder Nadel rechts zusammen stricken und das solange wiederholen, bis auf jeder Nadel noch 2 M übrig sind. Diese mit dem Arbeitsfaden zusammen ziehen.

Die hintere Naht möglichst flach schließen. Für den Umschlag 50 M in Hellblau mit dem Nadelspiel aufnehmen und 10 Rd. in re stricken. Alle Maschen lose abketten.

Den zweiten Schuh gegengleich arbeiten, dabei die Farben tauschen, also mit Hellblau anfangen.

Die Hausschuhe gemäß Herstellerangaben in der Waschmaschine filzen.

Nach dem Waschen in Form bringen (bei mir bewährte es sich, den Schuh mit Waschlappen auszustopfen, zumal sich damit auch die Ferse gut formen lässt) und trocknen lassen.

Nach dem Trocknen Latexmilch als Rutschstopp auftragen.

*Affiliate links

Mittwoch, 16. März 2016

Strickgefilzte gestreifte Hausschuhe / Puschen für den Gatten in Größe 46/47

Nachdem nun auch Schwiegermutter ihre Filzpuschen hatte, wollte der Gatte partout auch welche. Ich hatte ihn rechtzeitig vor Weihnachten gefragt, aber da meinte er noch, er wolle lieber ein elektrisches Heizkissen für die Füße*.

Gestrickte, gestreifte Filzpuschen für den Gatten. Mich erinnern sie immer an die Cheshire Cat. 
Die Puschen bereiteten mir einiges Kopfzerbrechen. Zuerst fand ich keine ordentliche Angabe für die Wollmenge. Ich meinte, mich dunkel zu erinnern, dass ich in irgendeiner Anleitung mal las, mensch bräuchte 300 g für diese Größe, könnte diese Information aber nirgendwo wiederfinden.

Filzpuschen für den Gatten.
Gründl, von denen auch diesmal wieder die Wolle stammt, hat zwar eine wunderbare Größentabelle mit Anleitung online, gibt aber nur die Menge bis Größe 40/41 an. Die Anleitung für die Spectra-Wolle geht immerhin bis Größe 46/47. Zu spät fiel mir auf, dass sich die Maschenanzahl von Uni-Filzwolle zu Spectra stark unterscheidet - warum auch immer, denn beide Qualitäten sind gleich, die Maschenprobe ist die selbe.

Die Schuhe haben eine Länge von gut 30 cm - nach drei Mal Filzen.
So täuschte mich dann mein Gefühl, dass die Puschen im Vergleich zu den anderen drei kleineren Paaren sehr groß werden, nicht: Ich musste sie drei Mal filzen, ehe sie dem Gatten passten.

Auf das Heizkissen kann der Gatte jetzt übrigens verzichten.

Dieser Beitrag nimmt teil bei "Stricklust". 

Gestrickte gestreifte Filzpuschen in Größe 46/47 (fallen groß aus)

Material:

400 g Filzwolle in zwei unterschiedlichen Farben mit einer Lauflänge von 50m/50g (ich verwendete die von Gründl in Grau (Fb 02)* und in Schwarz (Fb 03)*)
1 (Rund-)Stricknadel, Stärke 8
1 Nadelspiel, Stärke 8
1 Stopfnadel ohne Spitze
Waschlappen zum Ausstopfen des Schuhs während des Trocknens
Latexmilch*

Anleitung:

48 Maschen (M) in Schwarz mit der (Rund-)Stricknadel anschlagen und 46 Reihen (R) glatt rechts in folgendem Farbwechsel stricken.

1. - 2. R.: Schwarz
3. - 4. R.: Grau
5. - 8. R.: Schwarz
9. - 12. R.: Grau
13. - 18. R.: Schwarz
19. - 24. R.: Grau
25. - 32. R.: Schwarz
33. - 40. R.: Grau
41. - 46. R.: Schwarz

Jetzt die M auf ein Nadelspiel verteilen und dabei in der vorderen Mitte 2 M verschränkt herausstricken, so dass insgesamt 50 M auf 4 Nadeln verteilt sind und in Runden (Rd.) weiterarbeiten.

In folgendem Farbwechsel re weiter stricken:

1. - 2. Rd.: Schwarz
3. - 12. Rd.: Grau
13. - 24. Rd.: Schwarz
25. - 37. Rd.: Grau
Restliche Runden inkl. Spitze in Schwarz arbeiten.

Nach 39 Rd. die Spitze arbeiten. Dafür in jeder Rd. die letzten beiden M jeder Nadel rechts zusammen stricken und das solange wiederholen, bis auf jeder Nadel noch 2 M übrig sind. Diese mit dem Arbeitsfaden zusammen ziehen.

Die hintere Naht möglichst flach schließen. Für den Steg 92 M in Schwarz mit dem Nadelspiel aufnehmen und 10 Rd. in re stricken. Dann noch 2 Rd. Grau arbeiten und alle Maschen lose abketten.

Den zweiten Schuh gegengleich arbeiten, dabei die Farben tauschen, also mit Grau anfangen.

Die Hausschuhe gemäß Herstellerangaben in der Waschmaschine filzen.

Nach dem Waschen in Form bringen (bei mir bewährte es sich, den Schuh mit Waschlappen auszustopfen, zumal sich damit auch die Ferse gut formen lässt) und trocknen lassen.

Nach dem Trocknen Latexmilch als Rutschstopp auftragen.

*Affiliate links zu den verwendeten Produkten:

Montag, 14. März 2016

Gestrickte Filzpuschen in Größe 40/41 (Modell I)

Nachdem Tante ihre Puschen in Empfang nahm, wollte prompt auch Schwiegermutter welche. Also bestellte ich nochmals Spectra von Gründl* für ein drittes Paar - jetzt bin ich mit diesem Farbverlauf aber auch durch und verstrickte gerne mal einen anderen.

Filzpuschen für die Schwiegermutter.
Vor dem Filzen.
Filzpuschen für Schwiegermutter.
Dieser Beitrag nimmt teil bei "Stricklust" und "Montagsfreuden".

Gestrickte Filzpuschen in Größe 40/41

Material:

200 g Filzwolle mit einer Lauflänge von 50m/50g (ich verwendete Spectra von Gründl*)
1 (Rund-)Stricknadel, Stärke 8
1 Nadelspiel, Stärke 8
1 Stopfnadel ohne Spitze
Waschlappen zum Ausstopfen des Schuhs während des Trocknens
Latexmilch*

Anleitung:

40 Maschen (M) mit der (Rund-)Stricknadel anschlagen und 39 Reihen (R) glatt rechts stricken. Dann die M auf ein Nadelspiel verteilen und dabei in der vorderen Mitte 2 M verschränkt herausstricken, so dass insgesamt 42 M auf 4 Nadeln verteilt sind.

Nach 32 Runden (Rd.) die Spitze arbeiten. Dafür in jeder Rd. die letzten beiden M jeder Nadel rechts zusammen stricken und das solange wiederholen, bis auf jeder Nadel noch 2 M übrig sind. Diese mit dem Arbeitsfaden zusammen ziehen.

Die hintere Naht möglichst flach schließen und die Hausschuhe gemäß Herstellerangaben in der Waschmaschine filzen.

Nach dem Waschen in Form bringen (bei mir bewährte es sich, den Schuh mit Waschlappen auszustopfen, zumal sich damit auch die Ferse gut formen lässt) und trocknen lassen.

Nach dem Trocknen Latexmilch als Rutschstopp auftragen.

*Affiliate links zu den verwendeten Produkten:

Sonntag, 13. März 2016

#12von12 im März 2016

Die Woche war ziemlich hart, weniger, weil im Büro viel zu tun ist (es sind ja Ferien), sondern weil ich gesundheitlich angeschlagen bin. Also war ich froh, dass ich gestern einen luschigen Sonnabend verbringen konnte.

#1von12: Frühstück. Ich bin gerade so verspannt im Hier und Jetzt, dass Iboprofen mein Hauptnahrungsmittel ist, um Lumbago zu verhindern. Später gab's dann aber auch noch Marmeladentoast.
#2von12: Erinnerungen. Der Gatte frug nach Lochverstärkungsringen, ich kramte im Büromaterialfundus. Diese Packung ist sicher über 30 Jahre alt. "Papier-Siekmann" gibt es schon lange nicht mehr. Die Ringe kleben übrigens noch.
#3von12: Wäsche waschen.
#4von12: Wochenplan und Einkaufszettel schreiben. Brot und Kassler hole ich für den jeweiligen Tag beim Bäcker bzw. Schlachter. Und bevor Du Dich wunderst: "Kasslergratäng" ist schwedisch geschrieben - das Rezept ist schwedisch.
#5von12: Sonnabendsocken.
#6von12: Bummeln. Da ich in einem Einkaufszentrum arbeite, muss ich nicht noch in der Freizeit in eines, aber der Gatte bestand auf einen Ostergeschenkeeinkaufsbummel.
#7von12: Einkaufen. Dadurch, dass wir mit einem Wochenplan leben, brauchen wir gelegentlich nur wenig Lebensmittel. Im Wagen ist alles für sechs Abendessen für zwei Personen plus Schnobram, außer Kassler und Brot.
#8von12: Abendessen zubereiten.
#9von12: Abendessen. Wir hatten noch Hack im Tiefkühler, Kartoffeln von vorgestern und Lauch, den wir unter der Woche nicht aßen, also gab's Hack-Käse-Lauch-Suppe. Das Rezept gibt's Dienstag in der Kombüse.
#10von12: Frühling in der Vase. 
#11von12: DVD gucken. Eigentlich freute ich mich auf den Samstagskrimi im ZDF, aber den fand ich schon nach 10 Minuten so grottig, dass ich wechselte. 
#12von12: Stricken. Nach vielen Socken habe ich mich an was Größeres gewagt: Eine rot-weiße Strickjacke aus "Lino" von Lang Yarns.
Mal schauen, was die anderen gestern bei "12 von 12" so erlebten.

Donnerstag, 10. März 2016

RUMS #10/16: Doofes Doubleface, doofes! [Ringelreihen-Socken von Anja Belle aus The Knitter 24/2015 / Plus Size]

Als ich wieder mit dem Stricken anfing und auf Twitter nach Strickzeitschriften frug, wurde mir u.a. "The Knitter" empfohlen. Ich fand auch prompt im ersten gekauften Heft einiges zum Nachstricken.

Den Auftakt sollten Ringelreihen-Socken von Anja Belle machen. Okay, die Doubleface-Technik sagte mir alter Frau zwar nichts, aber so schwer kann es ja nicht sein, es gibt ja die Strickschrift.

Die Socken hängen ab.
Tscha, und an der verzweifelte ich nach nach Strich und Faden. Gott sei Dank hatte ich schon die Gandy-Socken gemeistert und wusste dadurch, dass ich nicht generell zu blöd zum Sockenstricken bin.

Die Grundidee des Doubleface, ein beidseitig tragbares Stück zu stricken, habe ich noch verstanden. Ich hab's auch noch geschafft, 64 M in Farbe A anzuschlagen. Danach setzte es aber aus.

Laut Anleitung sollte jedes M im weißen Kästchen erst in Farbe A, dann in Farbe B gestrickt werden und jede M im grauen Kästchen erst in Farbe B, dann in Farbe A, dann jeweils die ursprüngliche Masche von der linken Nadel gleiten lassen.

Original und Interpretation. Die Originalwole, "Crazy Ocean" von Regia Crazy Color fand ich nirgendwo und ersetzte sie durch Corina Terra Pazifik von Fischer. Bis auf den Grünverlauf gefällt sie mir sehr gut als Ersatz.
Öhm, ja, okay, in der Theorie kann ich noch folgen. In der Praxis war mir absolut unklar, wohin denn nun die linke Masche gleitet - auf die rechte Nadel? Ins Nirwana? Nee, das mit dem Nirwana können die nicht ernst meinen, also auf die rechte Nadel.

Aus 64 M wurden 128 M, aber das Muster sah nicht im Entferntesten so aus wie auf dem Bild. Und die Maschen wurden auch immer mehr, denn ich strickte brav für jede M eine M in Farbe A und eine in Farbe B. Ich habe zwar fette Waden, aber das war dann doch zu viel Weite.

Ringelreihen-Socken.
Ich suchte im Inter-Netz nach Doubleface-Anleitungen und kam zu dem Ergebnis, dass ich je 64 M in Farbe A und und in Farbe B anschlagen muss. Das passt dann auch zu den 64 M-Paaren, von denen in der weiteren Anleitung die Rede ist,  löste aber nicht das Dilemma, das sich die Maschen weiterhin verdoppelten. Zudem sah das Muster noch immer nicht ansatzweise so aus wie auf dem Bild.

Ich beschloss, dass Doubleface einfach doof ist, dass ich keine dicken Wendesocken brauche, und strickte klassische Socken. Damit die dann auch um meine fetten Waden passen, nahm ich 80 M in Rot auf ein 2,5er Nadelspiel, strickte 10 Rd Bündchen, nahm 16 weitere M in Rot auf und arbeitete das Muster über 96 M und 50 R.

Schaft und Fuß.
Dann nahm ich 32 M ab und arbeitete Ferse und Fuß über 64 M in Rot nach dieser Anleitung. Die Spitze strickte ich in Blau meliert.

Dieses Vorgehen hatte ich bei den Gandy-Socken schon überlegt, mich aber nicht getraut. Da ich dieses Mal den ersten Socken schon zwei Mal aufribbelte, dachte ich mir, auf ein drittes Mal kommt's jetzt auch nicht an.

Was soll ich sagen? Die Socken passen perfekt um meine fetten Waden, sitzen gut an den Füßen, und das Maschenbild gefällt mir besser als mit einer dickeren Nadel gestrickt. Das mache ich jetzt öfter so.

Auch wenn sie anders aussehen als die von Anja Belle entworfenen: Ich mag meine Ringelreihen-Socken und finde, sie machen einfach gute Laune.

Dieser Beitrag nimmt teil an den Linkparties "Stricklust" und "RUMS".

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