Samstag, 16. September 2017

Samstagsplausch KW 37/17: Auslaufparade der Cruise Days 2017

Zurzeit ist die bayerische Tante wieder in Hamburg und voller Unternehmungslust. Am vorletzten Sonnabend schipperten wir zwei Stunden mit Schwiegermutter und ihr durch den Hafen. Bei der Vorbereitung ihres Besuchs sah ich, dass es eine Woche später Fahrten anlässlich des Feuerwerks der Auslaufparade der Kreuzfahrttage, neudeutsch Cruise Days, gibt, und der Gatte meinte, so was könnten wir doch auch zu zweit machen.

Die MSC Preziosa fährt zu ihrem Platz in der Auslaufparade.
Also buchte ich zwei Tickets bei der Barkassencentrale Ehlers, meinem Lieblings-Hafenrundfahrt-Unternehmen (in einem früheren Leben, als ich mein Geld noch auf den Straßen der Stadt verdiente, arbeiteten wir lange Jahre zusammen), aber grundverpeilt, wie ich momentan mal wieder bin, las ich den Ausschreibungstext gar nicht richtig (und vergaß dann am Tag selbst noch mein Stativ zu Hause).

Unser Platz für die nächsten zweieinhalb Stunden: Backbord heckseits der Europa.
So fanden wir uns dann nicht etwa auf einer xbeliebigen abendlichen Hafenrundfahrt wieder, nein, die Anita Ehlers war eines von 24 Begleitschiffen der Auslaufparade. Zwei Stunden lang schipperten wir backbord heckseits der Europa, dem vorletzten Schiff der Parade.

Während der Auslaufparade.
Wir fuhren ganz dicht neben dem großen Kreuzfahrer, und ich fand es faszinierend, den Schleppern mal aus nächster Nähe zusehen zu können. Technisch weiß ich zwar, wie so kleine Schiffe die großen Pötte in den Hafen bekommen, aber so aus der Nähe ist das noch mal viel faszinierender.

Jedes Schiff in der Parade bekommt ein Feuerwerk.
Die Parade verzögerte sich 'n büschen, denn einerseits musste erst noch ein Containerschiff in den Köhlbrand einlaufen, bevor die Ebbe es unmöglich machte, und andererseits verhakte sich beim Ablegen ein Tau in der Schraube der Mein Schiff 3, so dass alle anderen Schiffe aufrücken mussten, denn die Mein Schiff 3 konnte natürlich nicht mitfahren.

Feuerwerk über dem blau leuchtenden Hafen.
Als es dann endlich los ging, lagen alle anderen Barkassen zusammen mit vielen anderen Schiffen in Linie, bildeten also einen Korridor, und wir zogen gemeinsam mit der Europa an ihnen vorbei. begleitet von Feuerwerk und Typhonen.

Da fährt sie ab gen Nordsee, die MS Europa.
Besonders schön war die Rückfahrt, als langsam wieder Ruhe auf der Elbe einkehrte, wir das Achterdeck quasi für uns hatten, die Barkasse ordentlich Fahrt aufnahm, wir die Cap San Diego, die auf Fahrt war, passierten. Und wir hatten ein wahnsinniges Glück mit dem Wetter: Bis zum späten Nachmittag goß es wie aus Eimern, aber gegen 19 Uhr, als wir uns auf den Weg zum Hafen machten, klarte es langsam auf.

Einer der Schlepper fährt gen Feierabend. 
Angesichts der etwa 250.000 Menschen, die die Auslaufparade zwischen Baumwall und Landungsbrücken verfolgten, beeilten wir uns mit dem Nachhausekommen. Der Gatte fiel gleich ins Bett und schlief nach Tagen endlich mal wieder fast zehn Stunden tief und fest durch. Anscheinend brauchte der Kerl nur 'ne ordentliche Nase Schiffsdiesel ...

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1 Kommentar:

  1. Was für ein Event!
    Schade, das. Dein Stativ zu Hause geblieben ist. Trotzdem, eindrucksvolle Bilder. Neben den dicken Schiffen herzuschippern, ist bestimmt ein tolles Gefühl.
    Liebe Grüße
    Andrea

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