Montag, 11. September 2017

Strand-Impressionen aus Agger (Dänemark)

Von unserem Ferienhaus aus erreichten wir die Nordsee in Agger nach einer kurzen Rad- oder Autofahrt. Die Radwege rund um Vestervig sind meistens asphaltiert und lassen sich sehr gut fahren. Selbst dort, wo es nur einen schmalen Streifen an der Straße gibt, fahre ich gerne Rad, denn anders als in Hamburg nehmen die dänischen Autofahrer Rücksicht auf Radfahrer.

Wellen brechen sich an einer Mole.
Strand.
Das Örtchen Agger liegt an der westlichen Einfahrt in den Limfjord und hat etwa 400 Einwohner. Als wir im Juni dort waren, waren noch kaum Touristen da, waren De Sorte Huse ("Die schwarzen Häuser") und das Fischereimuseum noch geschlossen. Uns stand ohnehin der Sinn mehr nach Strand.

Strand.
Strand.
Agger hat Dänemarks längsten Behindertenpfad, ein befestigter Weg, der vom Strand weg entweder ins Naturschutzgebiet Agger Tange oder zum Leuchtturm nach Lødbjerg führt. Für alle, die nicht so gut zu Fuß sind, Rollstuhl oder Rolator nutzen oder Kinderwagen schieben, ist das wunderbar, und auch wir freuten uns über einen einfach zu erreichenden Strand (in Holmsland Klit müssen ja erst mühselig Dünen bezwungen werden, um zum Strand zu gelangen).

Blick über Strand und Behindertenpfad Richtung Agger Tange.
Eine der Figuren von Jens Erik Jeldsen.
So ruhig und beschaulich Agger wirkt, so viele Überraschungen hält der Ort auch bereit: Es gibt viel Kunst, Kultur und Musik. Im Mai findet das Heavy-Metal-Festival statt, im Sommer das Musikfestival "Cold Hawaii" und das Hafenfest. Es gibt Kirchenkonzerte, außerdem trifft man sich zum Singen am Strand, Künstler und Kunsthandwerker wollen entdeckt werden ...

Am Strand.
Blick auf's Meer.
Vor zwei Jahren gab es ein Skulpturenfestival mit internationalen bildenden Künstlern. Einer der Künstler ist Jens Erik Kjeldsen. Die Werke des Grönländers, der überwiegend mit Lemvig-Granit arbeitet, schmücken den Behindertenpfad am Strand. Mir machte es Spaß, immer mal wieder einen Blick auf die Figuren zu werfen.

Kunst an der Mole.
Blick auf's Meer: Denkmal für die Fischer und ihre Familien.
Wie gesagt: Als wir Anfang Juni in Agger waren, war es noch sehr ruhig, hatten wir den Strand phasenweise für uns ganz alleine. Nach dem Strandspaziergang kehrten wir gerne in die Vesterhavshytten auf ein Eis oder einen Hotdog ein, und auf der Heimfahrt hielten wir gerne beim købmand.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen