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| Es gibt dieses Jahr dann doch noch ein bisschen Adventsstimmung. |
Die Lagerräumung war zum Glück weniger aufwändig als befürchtet, denn überraschenderweise war das Lager fast leer! Ich frage mich seit einer Woche, ob der Gatte zwischendrin mal da war und ein paar Dinge mitnahm oder entsorgte, aber eigentlich fuhr er seit Sommer 2024 nicht mehr selbst Auto. Jedenfalls war es eine unwahrscheinliche Erleichterung, nicht bis zur Erschöpfung arbeiten zu müssen. Ich nahm ein paar Erinnerungen, zwei Möbel, die der Gatte baute, meine Sachen und ein paar Dinge, die ich hoffentlich verkaufen kann, mit. Um den Rest wird sich ein Entrümpler kümmern. Morgen auf dem Rückweg von Schwiegermutter gucke ich nochmal kurz im Lager vorbei, um sicherzugehen, dass ich nichts übersah, was mir wichtig ist.
So blieb dann diese Woche auch Zeit für Schönes wie Wolle kaufen. Frühstück im Hofladen-Café und Besuch des Kunsthandwerkermarkts im Freilichtmuseum.
Hier galt 293 Wochen: Der Gatte und ich waren coronabedingt weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall, im sechsten steckte er sich bei einem neunwöchigen Krankenhausaufenthalt mit Candidozyma auris an. An der Pilz-Infektion starb er im Oktober 2025 im Alter von 64 Jahren. Seit Woche 294 versuche ich mich, im Alleinleben zurechtzufinden. Jetzt ist Woche 298.
Ich hatte gehofft, dass jetzt Ruhe einkehrt, aber das Leben sieht es leider anders und wirft mir immer wieder Steine vor die Füße. Mein kleines Auto, das Karlchen, ist nicht mehr fahrtüchtig und muss in eine Werkstatt geschleppt werden. Der Schrauber, bei dem ich sonst immer war, sagte schon im Frühjahr, ich solle besser mal direkt zu Opel fahren, weil er den Fehler in der Zentralverriegelung nicht beheben kann. Jetzt ist die gesamte Elektrik außer Gefecht gesetzt.
Hier gibt es drei Opel-Werkstätten, die allesamt nur mit dem Auto zu erreichen sind, weswegen ich die Werkstattsuche erstmal aufschob, weil der Gatte wichtiger war und wir ja zum Glück zwei Autos haben. Jetzt half es nichts. Ich klapperte alle drei Werkstätten ab. Opel 1 beschied mir, bei einem acht Jahre alten Auto lohne sich keine Reparatur mehr, weil die Garantie ja abgelaufen sei, gab mir aber großzügiger Weise einen Termin im März. Opel 2 beschied, ja, ich hätte das Auto zwar in einer Filiale der Kette gekauft, aber die Filiale sei ja inzwischen geschlossen, weswegen man keine Unterlagen mehr habe. Man müsse gucken, ob eine andere Filiale den Wagen nehmen würde. Da die Filialen nicht direkt anrufbar sind, sondern zurückrufen, kamen wir nicht zusammen. Bei Opel 3 hörte sich die Kundendienstmitarbeiterin an, was Sache ist, meinte: "Warten Sie mal, ich rufe mal direkt den Chef ans Telefon - oh, er hört sogar!" Der Chef befand, ich solle den Wagen mal dorthin schleppen lassen und dann gucke man ihn sich an, wenn eine Lücke sei.
Ich hoffe also, dass der ADAC Montag das Auto zu Opel schleppt, dass das Karlchen irgendwann im Laufe der kommenden Wochen wiederbelebt werden kann, und dass der Opel des Gatten mich solange zuverlässig fährt. Ich habe nämlich beschlossen, Weihnachten nicht mit dem Zug zur Tante zu fahren, sondern wie sonst auch mit dem Auto und mit Stopp in Hammelburg. So bin ich vor Ort unabhängiger.
Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

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