Freitag, 27. Juni 2025

Friday-Flowerday #26/25: Was vom Esmark-Strauß übrig blieb

Als wir vor drei Wochen unseren Dänemark-Urlaub wegen erneuter OP des Gatten absagen mussten, kam ein riesiger Strauß mit Genesungswünschen von Esmark, unserem Ferienhaus-Anbieter. Den Strauß zeigte ich hier. 

Aus einem großen Strauß wurde ein kleines Sträußchen.

Eukalyptus, Nelken, Pompom-Dahlien und Schleierkraut waren recht langlebig und wanderten in eine kleine Steingut-Vase aus Schweden, zu der ich hier schon mal etwas schrieb.

Im Sommer ist der Kamin wirklich ein schöner Platz für eine Blumenvase.

Der kleine Reste-Strauß geht rüber zum Friday-Flowerday. Vielen Dank für's Sammeln!

Donnerstag, 26. Juni 2025

Mai-Socken aus Garnen von Schachenmayr Regia, Fischer-Wolle und Gründl-Wolle

Seit Mai verstricke ich die Wolle der Demenzdecke / Nesteldecke, die ich für meine Mutter strickte. Ich überlegte lange, was ich mit der im Prinzip fertigen Decke anfange. Zuerst wollte ich eine Freundin fragen, ob ihre demenzkranke Mutter die Decke haben möchte, aber die Mutter nestelt nicht und hat auch keine kalten Knie. Das passte also nicht. 

Nachdem ich mit den GumGum-Socken hartnäckig nicht zurecht komme, entschied ich mich für gestreifte Socken.

So eine Nesteldecke wäre auch prima für Babys geeignet, zumal die, die meine Mutter bekommen sollte, auch noch Knisterfolie, Beißringe (wegen der Haptik) und Rassel gehabt hätte, aber in meinem Umfeld gibt es aktuell keine Krabbelkinder. Die Brut der Freundinnen ist zwar erwachsen, aber enkelfaul. 

Das erste Socke-Paar, das ich aus der Demenzdecke strickte.

Die Decke mit einigen Änderungen zu behalten, kam auch nicht in Frage, denn Rosa und Lila sind so gar nicht meine Farben, die Größe passte nicht, die vielen Muster waren mir insgesamt zu unruhig ... Nach langem Nachdenken entschied ich mich also für Tabula rasa und ribbelte. Im Nachhinein bedauere ich, dass ich die Decke nicht vorher fotografierte, denn sie war wirklich hübsch.

Jetzt werden aus der Decke also Mutmach-Socken, die an Frauen mit Brustkrebs gespendet werden. Im Mai strickte ich zusätzlich zu den Yoga-Socken zwei Paar Socken aus den Resten der Decke und Wollresten sowie ein Paar Socken aus einem Garn von Fischer-Wolle. Das Wollsparglas wurde also um etliche Euro reicher, denn ich strickte ja nicht nur vier Paar Socken, sondern verbrauchte auch einige Garnreste. Pro Sockenpaar gehen zwei Euro ins Glas, pro Wollknäuel ein Euro. Ich bin gespannt, wie viel am Jahresende zusammengekommen sein wird.

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Dienstag, 24. Juni 2025

Yoga-Socken in St. Pauli-Farben aus Gründl-Garnen

Eine Kollegin wünschte sich zum runden Geburtstag eine Yoga-Matte vom Kollegium, und da ich schon ewig mal Yoga-Socken stricken wollte, bekam sie die noch obendrauf (ich mache kein Yoga, weswegen es sich nicht anbot, Yoga-Socken für mich zu stricken - ich wüsste schlichtweg nicht, wann ich die tragen sollte). 

Yoga-Socken in St. Pauli-Farben.

Die Farbwahl stand sofort fest, denn die Kollegin ist ein mehr als glühender St. Pauli-Fan. Das Garn kaufte ich ausnahmsweise mal nicht im LYS, sondern bestellte es bei Gründl, wo ich ohnehin gerade Anleitungen und Garne für zwei Projekte kaufte.

Fertig zum Verschenken: Die Yoga-Socken. Ich merke gerade, ich habe vergessen, die Banderole auszumalen ...

Verstrickt wurden Hot Socks uni 100 in Schokolade, Hot Socks Pearl uni in Kirschrot (mit Kaschmiranteil, super kuschelig!) und Hot Socks uni 50 in Weiß. Die Anleitung stammt von Bestrickendes, und gestrickt habe ich mit meinen Lieblingsnadeln, Zing von Knit Pro in 2,5.

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Sonntag, 22. Juni 2025

Samstagsplausch KW 25/25: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten CCLXXV

Der Gatte zeigt wieder Interesse an Veranstaltungen. Gut, es hätte zum Auftakt nicht unbedingt ein Vortrag über "Durchblutungsstörung als Ursache nicht heilender Wunden" sein müssen, aber irgendwas ist ja immer. Jedenfalls bin ich sehr froh, dass er sich für seine Erkrankungen interessiert, denn das ist auch eine Erleichterung für mich, bedeutet weniger Verantwortung, die auf meinen Schulten lastet. Der Vortragende ist der Arzt, der den Gatten auch behandelt. Natürlich muss ich zu dem Vortrag mit. Der Gatte braucht ja einen Fahrdienst, und er hat Angst, dass er nicht alles versteht.

Graffiti am örtlichen Asia-Laden. 

Vorgestern bekam ich quasi Freigang und konnte mal wieder zum monatlichen Stricktreffen. In den letzten zwei, drei Monaten fehlte mir die Kraft dazu. Jetzt hat eine aber einen festen Raum im örtlichen Mehrgenerationenhaus organisiert, und das ist ziemlich genial, denn ich kann zu Fuß dahin gehen (für Autofahrer gibt es kostenlose Parkplätze vor der Tür, eine Rarität hier im Dorf). Bislang trafen wir uns entweder privat, was für mich bedeutete, dass ich mich immer auf wechselnde Routen einstellen musste, was mir aufgrund meiner eigenen Behinderung schwer fällt, oder trafen uns in einem Lokal, was Verzehrzwang bedeutet, was nicht allen gefällt. Da die Gruppe wächst, waren beide Orte auch nicht ideal. Zukünftig treffen wir uns jeden Monat am zweiten Donnerstag in einem Puppenstübchen, zahlen pro Person 3 Euro, in denen Getränke enthalten sind, und tauchen auch im offiziellen Programm auf. Der Verein, der das Mehrgenerationenhaus betreibt, war begeistert, dass es nun auch eine Strickgruppe gibt, die sich abends trifft, denn bislang gibt's nur eine Nachmittagsgruppe. Außerdem war man erfreut, dass es eine "junge Gruppe" ist, was bei der Hälfte der Gruppe für schallendes Gelächter sorgte, sind wir doch zwischen 60 und 80 Jahren alt und damit jenseits von "jung". 

Es war sehr schön, mal vier Stunden lang andere Gesichter zu sehen als medizinisches Personal, Kollegen oder Gatten und sich über andere Themen als die Befindlichkeiten des Gatten auszutauschen. Der Weg hin zum Mehrgenerationenhaus war auch sehr schön, durch den Rathauspark, wo rund um den kleinen See das Leben tobte, und zurück, wo das Lokal am kleinen Teich so stimmungsvoll aussah, dass ich beschloss, dort mit dem Gatten essen zu gehen, wenn er wieder aus dem Krankenhaus zurück ist, und wo in der Kirche gerade der Posaunenchor probte, weswegen ich einen Moment auf einer der Bänke innehalten musste.

Hier gilt seit mittlerweile 275 Wochen: Der Gatte und ich sind weitgehend zu Hause. Im ersten Corona-Jahr wurde der Gatte schwerkrank, im zweiten zeigte sich, dass er nicht mehr gesunden wird, im vierten hatte er einen Schlaganfall. Er ist schwerbehindert und berufsunfähig verrentet. Es geht uns dennoch vergleichsweise gut. Wir halten es gut miteinander aus, wenngleich die Erkrankungen und der Schlaganfall des Gatten zu Wesensveränderungen führten, die ein Zusammenleben manchmal sehr schwer machen. 

Unsere Kontakte sind normalerweise auf das Notwendigste beschränkt, heißt: Arbeit, Ärzte, Einkaufen, Schwiegermutter und Handwerker. Ich bin dankbar, dass Corona bislang Gatten, Schwiegermutter und Tante verschonte, und hoffe sehr, das bleibt so.    

Im Büro war unwahrscheinlich viel zu tun, zumal ich zwei Wochen Urlaub habe, um den Gatten durch's Krankenhaus begleiten zu können. Die Chefin sagt zwar unvermindert, ich solle mich krankschreiben lassen, wenn der Gatte im Krankenhaus ist, weil ich dann nicht arbeitsfähig bin, aber ich warte erst mal ab. Vorerst bin ich froh, dass ich Donnerstag und Freitag überstand, ohne zusammenzuklappen, denn zum Stress im Büro kam, dass der Gatte in einer schlechten Phase ist, wir uns oft anschreien, weil er seinen Frust über seine Gesamtsituation an mir auslässt. Das Pendeln tat ein Übrigens, um die Woche sehr anstrengend zu machen. Dienstag war Zug-Chaos, mussten wir über Bahnsteige sprinten, weil sich Metronom und DB nicht einig waren, welcher Zug wo abfährt, und Mittwoch fielen mehrere Züge aus. Die Info kam zum Glück, als ich noch im Büro war, so dass ich einfach länger arbeitete. 

Ich bin weiterhin sehr stark mit dem Blutzucker-Tagebuch des Gatten beschäftigt. Die neue Diabetes-Beraterin gibt sich unwahrscheinlich viel Mühe, auf ihn einzugehen und erklärt alles so lange, bis er es versteht. Sie ist älter als die anderen Beraterinnen und hat einfach viel Erfahrung. Das hilft. Es ist allerdings weiterhin schwierig, den Blutzucker des Gatten richtig einzustellen. Davon, dass das gelingt, hängt aber maßgeblich der Fortgang seiner diversen Erkrankungen ab.

Diese Woche bekam ich die Medikamente, die der Gatte von Nephrologen braucht. Durch den Praxiswechsel drohte eine Versorgungslücke, denn der Termin in der neuen Praxis ist erst Ende des kommenden Quartals, und die Medikamente reichen nur noch bis kommende Woche. Der Hausarzt verschreibt die Medikamente nicht, da sie seinen Etat zu stark belasten. Jetzt sollte es sich ausgehen. 

Der Urlaub wird arbeitsreich, und ich hänge jetzt schon zwei Tage hinter meinem Plan her, weil ich gestern und heute aufgrund der Hitze kaum etwas schaffte. Mal gucken, wie ich den Rückstand aufholen kann. Ausschlafen ist jedenfalls gestrichen; jeder Tag bleibt minutiös durchgeplant. 

625 Tage sind seit dem Überfall der Hamas auf Israel vergangen. Gestern wurden drei Geiseln tot befreit, darunter der 19jährige Deutsche Shay Levinson. 49 Männer und eine Frau sind noch immer Geiseln. Bring them all home now gilt unvermindert.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse. 

Dienstag, 17. Juni 2025

Socken mit Karo-Hebemaschen aus ONline Supersocke Merino

Von den Bananensocken hatte ich noch ein bisschen Wolle übrig. Zusammen mit einem roten 6fädrigem Garn, von dem ich den Hersteller nicht mehr weiß, weil ich mir aus irgendwelchen Gründen die Banderole nicht aufhob, wurden daraus diese Socken mit Hebenaschen. 

So, wie die Socken aussehen, kann ich sie Weihnachten auch an den Kamin hängen ...

Ich wusste von den IStandWithUkraine-Socken aus Ponderosa-Wolle, dass der Schaft mit diesem Muster sehr eng ausfällt und grübelte länger darüber, wie ich das Muster für meine Waden passend mache. Dazu kam, dass ich mit 6fach-Garn nicht so oft stricke. Jedenfalls war schnell klar, dass ich mit der üblichen Maschenanzahl und Nadel 3 oder 3,5 nicht fröhlich werde.

Das Muster im Detail.

Schließlich entschied ich mich für 60 Maschen bei Nadelstärke 3. Das passte ganz gut.

So sehen die Socken nicht ganz so unförmig aus ... Das Hebemachen-Muster führte ich mit dem roten Garn weiter, nachdem der Rest bunte Wolle aufgebraucht war.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!