Donnerstag, 4. Oktober 2018

"Così fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Staatsoper: Einfach opulent

Großen Spaß machte uns die quietschbunte "Così fan tutte"-Inszenierung von Herbert Fritsch in der Staatsoper Hamburg. Leider steht sie in diese Saison nicht mehr auf dem Spielplan, also bleibt die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme in der nächsten Spielzeit.



Die Handlung spielt im Neapel des 18. Jahrhunderts und ist schnell erzählt: Zwei Männer wollen die Treue ihrer Frauen prüfen und gehen mit einem dritten eine Wette ein, dass die Damen standhaft bleiben. Sie ziehen scheinbar in einen Krieg, kehren aber bis zur Unkenntlichkeit verkleidet zurück und versuchen, die Frauen zu verführen. Das gelingt am Ende, aber anders, als gedacht.

Oberflächlich betrachtet, gibt es ein Happy End, aber es ist schnell klar, dass die Hochzeit nur Schein ist, es unter der Oberfläche brodelt.

Das Bühnenbild, ebenfalls von Herbert Fritsch, ist einfach und farbenfroh, erinnerte mich an die Siebziger Jahre. Dazu passen die Kostüme von Victoria Behr perfekt. Die Sängerinnen und Sänger waren ein Genuss, allen voran Maria Bengtsson, die trotz Erkältung die Fiordiligi sang, und Sylvia Schwartz als Despina.

1 Kommentar:

  1. Ich kann ja mit den hysterischen Fritsch-Dauerzappelinszenierungen nichts anfangen. Jahr für Jahr, Stück für die Stück das immergleiche Figurengezitter in knallbunt. Egal, ob Sprechtheater oder Oper. Vor sieben Jahren war so ne Knallchargennummer ja noch einigermaßen amüsant, aber seitdem wiederholt er dieses Prinzip einfach nur wieder und wieder. Langweilig.

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