Dienstag, 26. Juni 2018

Schal im Fetzenmuster aus Scheepjes Whirl Red Velvet Sunrise (Plus-Size / Tutorial)

Von dem Garn für diesen Pullover bestellte ich sicherheitshalber mehr, weil ich nicht wusste, wie viel ich brauche. Der Händler, bei dem ich es bestellte, nimmt Garne nur 14 Tage lang zurück. So schnell stricke noch nicht mal ich, der nachgesagt wird, sie stricke rasend schnell. So kam's, dass ich am Ende fast zwei Knäuel übrig hatte. Ein bisschen wurde zu diesem Schal.

Hase mit Schal.
Ganz schön viel Schal für so einen kleinen Hasen.
Der ganze Schal.
Das Muster im Detail.
Schal im Fetzenmuster aus Scheepjes Whirl Red Velvet Sunrise

Material für einen Schal mit ca. 230 cm Länge und 20 cm Breite:

117 g Scheepjes Whirl Red Velvet Sunrise* (60% Baumwolle 40% Acryl, Lauflänge 215 g = ca. 1000 m)
Stricknadel 3 mm / 40 cm

Anleitung:

Die Strickschrift zum Fetzenmuster gibt es beispielsweise hier bei Ravelry. Da ich es nicht in Runden stricke, läuft ein Mustersatz über 28 Reihen, wobei die Rückreihen links gestrickt werden.

50 M anschlagen und wie folgt aufteilen: 5 M Perlmuster, 40 M Fetzenmuster, 5 M Perlmuster. Nach 28 Mustersätzen alle M abketten. Fäden verziehen, Schal tragen und sich freuen - fertig.

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Montag, 25. Juni 2018

Ehemaliges Zwangsarbeitslager der Deutschen Reichsbahn am Billhorner Deich 76

Montags gegen Nazis
Montags erinnere ich daran, was passiert, wenn es mit der Demokratie bergab geht und wie es anfing, denn die Nazis fielen ja nicht 1933 vom Himmel. Die krochen schon Jahre vorher aus ihren Löchern, wurden nicht rechtzeitig aufgehalten, auch, weil man sie nicht ernst nahm, dachte, es wird schon nicht so schlimm. 

Wurde es aber.

In loser Folge gibt's hier also montags Kunst und Denkmäler gegen Faschismus, Nationalismus und Rassismus. Orte, die daran erinnern, gibt es nicht nur in unserer Stadt genug, denn wie gesagt: Wir hatten das schon mal.

Wie es zu dieser Beitragsreihe gekommen ist, kannst Du hier nachlesen. Alle Beiträge aus dieser Reihe findest Du, wenn Du hier klickst.

Rothenburgsort war bis zum Zweiten Weltkrieg ein Arbeiterstadtteil, geprägt von SPD- und KPD-Wählern. Selbst bei der Wahl am 5. März 1933 erreichten die beiden Parteien zusammen noch 67 %, während die NSDAP mit 14 Prozent nur etwa halb soviel Stimmen erhielt wie in Hamburg insgesamt. Bevor am Abend die Wahllokale schlossen, schafften die Nazis Tatsachen, besetzten das Rathaus und rissen auch in Hamburg die Macht an sich.

Billhorner Deich 76: Hier befand sich zwischen 1941 und 1944 ein Zwangsarbeiterlager der Reichsbahn.
Heute kennen viele Rothenburgsort ausschließlich als Industriestadtteil, was an der Stadtplanung der Nachkriegszeit liegt. Damals war sogar im Gespräch, den vom Feuersturm zerstörten Stadtteil zum Binnenhafen umzuwidmen.

Der Stadtteil wurde und wird von verschiedenen Bahnlinien durchschnitten. Am Billhorner Deich 76 befand sich die Bahnmeisterei 2 der Deutschen Reichsbahn, die für den Erhalt der Strecken verantwortlich ist. Im Zweiten Weltkrieg befand sich an dieser Adresse ein sogenanntes Ostarbeiterlager. Die Männer, die in diesem Lager untergebracht waren, wurden zum Arbeiten in den von den Nazis besetzten Gebieten der Sowjetunion angeworben oder verschleppt. Parallel zu den Ostarbeitern waren hier auch Polen und Italiener eingesetzt. Das Lager umfasste mindestens 83 Personen und war für 120 Menschen ausgelegt.

Die Männer waren auf dem Verschiebebahnhof der Bahnbetriebswerks Rothenburgsort eingesetzt. Die Arbeit war körperlich schwer: Die Männer wurden beispielsweise bei Gleisräumarbeiten eingesetzt. Sie waren sommers wie winters der Witterung ausgesetzt, und das bei unzureichender Kleidung und mangelnder Ernährung.

Heute erinnert nichts mehr an das Zwangsarbeitslager. Das Rotklinkergebäude, das inzwischen unter Denkmalschutz steht, scheint von verschiedenen Damen des horizontalen Gewerbe genutzt zu werden; jedenfalls finden sich einige einschlägige Inserate mit dieser Adresse.

Im Hinterhof, wo sich heute eine Einrichtung für betreutes Wohnen befindet, war bis vor zwei Jahren noch ein Schutzbau zu sehen, ein Bunker mit acht Röhren, der 400 Personen Platz bot. Ostarbeitern, die solche Bunker häufig bauen mussten, war ihre Nutzung übrigens verboten.

Auf dieser Internetseite gibt es eine Übersicht über Zwangsarbeiterlager in Hamburg, und hier finden sich Bilder des Bunkers.

Dienstag, 19. Juni 2018

Socken mit Strukturmuster aus Lana Grossa Meilenweit in Größe 46/47 (Tutorial)

Dieses Garn habe ich bei mir "Konfettigarn" genannt. Mit den bunten Einsprengseln gefällt es mir sehr gut, und ich überlege, ob ich noch Garn kaufe, um auch ein Paar Socken für mich daraus zu stricken. Mal schauen.

"Konfettisocken".
Detailblick auf Muster und Wolle.
Die Socke im Werden.
Socken mit Strukturmuster aus Lana Grossa Meilenweit in Größe 46/47 (Tutorial)

Material:

150 g Lana Grossa Meilenweit 6fach, Farbe 8816, Lauflänge 390 m
Nadelspiel 3,5

Anleitung:

56 M (4 x 14 M) anschlagen und für das Bündchen 10 Rd 2 re / 2 li stricken, dann weiter mit dem Strukturmuster, siehe Bild.

Fortlaufendes Strukturmuster. X steht für linke, leere Felder für rechte Maschen.
80 Rd im Strukturmuster stricken, dann die Käppchenferse in Hebemaschen arbeiten. 69 Rd re für den Fuß stricken, dann die Spitze arbeiten.

Abnahmen in Rd. 72 / 74 / 76 / 78, ab Rd 80 dann in jeder Rd, bis nur nur 2 M auf jeder Nadel sind. Spitze schließen.

Alle Fäden verziehen und die zweite Socke arbeiten.

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Montag, 18. Juni 2018

Gedenkstein für die Zevener Opfer der NS-Herrschaft im Skulpturengarten des Christinenhauses

Montags gegen Nazis
Montags erinnere ich daran, was passiert, wenn es mit der Demokratie bergab geht und wie es anfing, denn die Nazis fielen ja nicht 1933 vom Himmel. Die krochen schon Jahre vorher aus ihren Löchern, wurden nicht rechtzeitig aufgehalten, auch, weil man sie nicht ernst nahm, dachte, es wird schon nicht so schlimm. 

Wurde es aber.

In loser Folge gibt's hier also montags Kunst und Denkmäler gegen Faschismus, Nationalismus und Rassismus. Orte, die daran erinnern, gibt es nicht nur in unserer Stadt genug, denn wie gesagt: Wir hatten das schon mal.

Wie es zu dieser Beitragsreihe gekommen ist, kannst Du hier nachlesen. Alle Beiträge aus dieser Reihe findest Du, wenn Du hier klickst.

Der Gedenkstein für die Zevener Opfer der NS-Herrschaft im Februar 2017.
Heute führt der Weg nach Zeven. Wenn man durch den Skulpturengarten des Königin-Christinen-Hauses streift, findet man auf der Rasenfläche am Durchgang zu Rhalandstraße einen recht unscheinbaren Findling mit der Aufschrift "Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart". Es ist ein Zitat aus der berühmten Rede Richard von Weizsäckers zum Befreiungstag 1985.

Der Gedenkstein. 
In den letzten Jahren wurde viel getan, um an die jüdische Geschichte Zevens zu erinnern. Besonders beeindruckte mich die Arbeit von Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen, die 2010 einen im Novemberpogrom 1938 zerstörten Betsaal rekonstruierten und die jüdische Geschichte der Stadt erforschten. Mehr zur Geschichte der Zevener Gemeinde und ihrer Zerstörung kann man auch hier lesen.

Sonntag, 17. Juni 2018

#12von12 im Juni 2018

Das erste halbe Jahr ist schon wieder vorbei - das geht mir definitiv zu schnell! Heute ist wieder mal der 12. des Monats, und Caro von Draußen nur Kännchen sammelt unsere Impressionen - vielen Dank dafür!


#1: Alsterblick auf dem Arbeitsweg.
Heute ist Dienstag. Das heißt, ich habe Ladendienst und starte spät in den Arbeitstag. Es soll ein heftiger Arbeitstag werden: Gestern erschien eine neue Broschüre, heute berichtet die Presse darüber, ist Werbung geschaltet. Noch vor Ladenöffnung werden die Leute Schlange stehen. 


#2: Warten auf den Bus.
#3: Geburtstagsgrüße von Kollegen.
#4: Pakete versandfertig machen.
Zum Feierabend werde ich binnen viereinhalb Stunden etwa 300 Broschüren ausgegeben und weitere 150 versandfertig gemacht haben. Dazu kommen die Leute, die grußlos in den Laden kommen, sich die gewünschte Broschüre schnappen und den Laden grußlos wieder verlassen. 


#5: Auf dem Heimweg noch schnell am Briefkasten vorbei gehen.
#6: Fahrkartenkontrolle in der S-Bahn.
Auf dem Heimweg schaue ich noch schnell im Supermarkt vorbei, denn dem schon in der Küche stehenden Gatten fiel ein, dass wir beide vergessen hatte, das Hackfleisch für's Abendessen aus dem Tiefkühler zu nehmen. 


#7: It's Gin o'clock.
#8: Abendessen im Werden. Es gibt Ofengemüse.
#9: Kräuter sammeln im Garten und auf dem Balkon.
#10: Kräuterausbeute.
Nach dem Abendessen fallen wir auf's Sofa. Der Dienstag gehört schließlich dem Doctor. 
#11: Der Doctor ist da. 
#12: Den kommenden Tag planen.
Im Bett lese* ich noch etwas, und das war's dann auch schon mit dem 12. Juni 2018.

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