Freitag, 15. Oktober 2021

#12von12 im Oktober 2021

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! 

#1: Noch mit Laub: Der Bushaltestellenwarteblick.

#2: Ich freue mich jedes Mal wie Bolle, dass diese Sneaker nach Jahrenden endlich passen, weil ich auch an den Füßen abnahm.

#3: Am Klinikeingang steht die Uhr, die schon vor 132 Jahren das Krankenhaus zierte. Auf der anderen Seite steht ein hübscher Sinnspruch, der sich leider nicht fotografieren ließ. 

#4: Ein Teil der Stolpersteine für 1 Professorin und 15 Professoren, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zwischen 1933 und 1934 entlassen wurden.

#5: Seit gestern sind Coronatests kostenpflichtig und dürfen nur von medizinischem Personal durchgeführt werden. Auch diese Teststation wird daher abgebaut.

Vor einem Jahr begann es mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Gatten, dem es Gott sei Dank langsam wieder etwas besser geht. Vor einem halben Jahr setzte ein Arzt bei mir einen Tumorverdacht in die Welt. Vor drei Wochen wurden tatsächlich zwei Tumore gefunden, und morgen wird geguckt, ob sie gut- oder bösartig sind. Dementsprechend bin ich neben der Spur und aktuell krankgeschrieben, weil ich Nerven zeige, seitdem ich den Behandlungsvertrag mit dem Krankenhaus unterschrieb, die Einweisung bekam und erfuhr, dass ich für die eigentlich ambulant geplante Untersuchung besser einen Koffer packe, falls ich doch stationär aufgenommen werden muss.

#6: Koffer und Tasche für's Krankenhaus sind gepackt. Natürlich muss der Maskenhase mit.

#7: Schon mal den Kuchen für den Tee vorbereiten.

#8: Teezeit auf dem Sofa mit Strickzeug, Großfußhasen und Gatten.

Der Tag beginnt früh, denn ich muss zur Ernährungsberatung in die große Klinik, also einmal durch die Stadt. Auf dem Rückweg kaufe ich Brötchen für ein spätes Frühstück. 

#9: Vogelfutter mischen und verteilen.

#10: Das Abendessen wird sommerlich.

Der Rest des Tages ist unspektakulär: Sofasitzen und stricken, fernsehen,  zwischendrin den Koffer für's Krankenhaus packen, früh ins Bett. 

#11: Der Dienstag gehört dem Doctor. Außerdem stricke ich den Schal fertig.

#12: Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Die Rezepte zum Tag gibt's kommende Woche in der Kombüse. / *Affiliate links

Sonntag, 10. Oktober 2021

Samstagsplausch KW 40/21: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten LXXXII

Vorgestern hatte ich einen unbeschwerten Abend im Kreise kochbegeisterter Menschen - das war eine schöne Abwechslung! In der Location gab's einen Kronleuchter, der viele von uns begeisterte: Er bestand komplett aus Glasgeschirr! 

Ein Kronleuchter komplett aus Glasgeschirr. Zitronenpresse, Teller, Schüsseln, Flaschen - alles mögliche findet sich hier.

Nach so langer Zeit wieder unter Menschen zu sein, mitten in einer Pandemie, war ungewohnt, aber ich ließ alle Vernunft beiseite, denn wer weiß, wie lange ich so etwas noch machen kann und wie lange ich noch alles essen kann. 

Das Warten auf die Nachricht, ob die beiden Tumore nicht vielleicht doch gutartig sind, zermürbt. Die Chance auf gutartige Tumore ist bei Magen- und Speiseröhrentumoren sehr, sehr gering. Das ständige Beschwichtigen der Ärzte kostet mich daher mehr Kraft, als mich die Wahrheit kosten würde. Ich will keine Beschwichtigungen mehr, ich will kein Tumorgucken mehr. Ich will endlich eine Biopsie und Therapievorschläge, wissen, wie lange ich noch einigermaßen unbeschwert leben kann. Ich kann schlichtweg nicht mehr, schleppe mich von Weinkrampf zu Weinkrampf. 

Ich will nicht mehr hören, dass es bislang nur Raumforderungen sind, keine Tumore. In der ersten, mündlichen Diagnose war von Tumoren die Rede, im schriftlichen Befund dann von Raumforderungen. Ich will auch nicht mehr hören, dass Raumforderungen / Tumore bösartig sein können, es aber nicht sein müssen, wo längst klar ist, dass Tumore in Magen / Speiseröhre so gut wie nie gutartig sind. Kann bitte endlich einer der Ärzte die Diagnose Krebs aussprechen und mich entsprechend behandeln?! Wie gesagt, ich kann schlichtweg nicht mehr.

Vorsorgevollmacht und Bankvollmacht für den Gatten stehen. Um die Patientenverfügung drücke ich mich noch. Ansonsten versuchte ich so, mich so gut wie möglich abzulenken. Ich war oft im Garten, das Wetter lädt ja dazu ein. Ich konnte sogar zwei Mal in Ruhe auf der Terrasse sitzen, Meisen und Rotkehlchen beobachten. 

Hier gilt seit mittlerweile 82 Wochen: Der Gatte und ich sind weitgehend zu Hause. Unsere Kontakte sind auf das Notwendigste beschränkt, heißt: Arbeit, Ärzte, Einkaufen, Mütter. Inzwischen sind wir alle geimpft und fahren die sozialen Kontakte langsam wieder hoch.  

Als ich vorgestern nach Hause fuhr, war ich irritiert, wie leer Ottensen und meine Buslinien abends zwischen 22 Uhr und 23 Uhr sind - an einem Freitag. Sind das noch die Corona-Auswirkungen oder die Herbstferien? In der letzten Buslinien war ich mit dem Fahrer sogar ganz alleine! Dabei ist die Linie um diese Zeit normalerweise voller feiernder Jugendlicher, passiert sie neben Ottensen doch einen großen Kinokomplex und eine S-Bahn-Station mit beliebtem Burger-Laden. 

Dienstag ging mir für mein aktuelle Strickprojekt die Wolle aus, also fing ich an, Spüllappen zu stricken, denn in Dänemark sah ich in einem Wollgeschäft Geschenksets mit Spüllappen, Spülbürste und Spüli. Das werden dieses Jahr meine Weihnachtsgeschenke, ergänzt um Handcreme und, wenn ich es zeitlich noch schaffe, ein Einkaufsnetz. Die Spüllappen sind ein kleines Projekt, können auch im Krankenbett gestrickt werden, so dass die Wolltasche mit in den Krankenhauskoffer wanderte. Momentan ist für kommende Woche zwar eine ambulante Untersuchung angesetzt, aber das kann sich im Laufe der Untersuchung ändern, meinte meine Hausärztin, und da sie bislang immer recht hatte, hörte ich auf sie und packte einen Koffer.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Dienstag, 5. Oktober 2021

#WMDEDGT 10/21: Lavendelzeit II

Heute ist wieder der fünfte Tag des Monats, und Frau Brüllen fragt "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?", kurz WMDEDGT? Vielen Dank für's Sammeln!

Ich bin seit gestern krankgeschrieben bis zur Einweisung ins Krankenhaus kommende Woche und ggf. auch länger, denn die Chance, dass die beiden zufällig festgestellten Tumore gutartig sind, ist sehr, sehr gering. Ich rufe mir seit der Diagnose vor zwei Wochen immer wieder in Erinnerung, wie viele Menschen in meinem Umfeld eine Krebserkrankung überlebten, dass ich mehr Menschen kenne, die Krebs überlebten als daran starben, aber da ich weiß, wie schlecht die Chancen bei Magen- und Speiseröhrenkrebs stehen, hilft das nicht. 

Eigentlich wollte ich heute zum Frühschwimmen, um psychisch wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen und weil ich immer denke, wer weiß, wie lange Sport noch geht, nein, inzwischen nicht mehr wegen Corona, sondern wegen Krebs, aber ich mag nicht, bleibe liegen und höre Radio. Ich habe wirr geträumt und versuche, das Geträumte zu sortieren.

Aufstehen, Kaffee kochen, den Gatten wecken, dann über eMails gucken und auf die guten Wünsche der Kolleginnen antworten. Es gibt sogar Grüße von der Ex-Chefin und Kollegin I. Ich bin dankbar für das verständnisvolle Team, in dem ich arbeite, und froh, dass ich vor drei Jahren den Arbeitsbereich wechselte, denn im früheren Bereich hätte ich nicht krank sein oder mich monatelang um den kranken Gatten kümmern können. 

Ich zerbreche mir den Kopf über die Vorsorgevollmacht, die ich am Sonntag erstellte. Will ich das alles wirklich so haben? Ich bin überfordert. Die Vorsorgevollmacht wird erstmal so abgelegt, wie sie ist - vielleicht bleibt mir ja noch Zeit zum Überarbeiten. Als nächstes werden die Unterlagen der vielen Untersuchungen des letzten halben Jahres abgelegt - ich brauche nur noch die für Gastroenterologie/Onkologie und Endokrinologie.

Eine Maschine Wäsche anwerfen und schon mal einen Koffer vorbereiten für einen eventuellen Krankenhausaufenthalt in der kommenden Woche. Momentan ist zwar nur eine ambulante Untersuchung geplant, aber nach Aussage meiner Hausärztin das kann sich nach dem Eingriff kurzfristig ändern, und wenn der Gatte angerufen wird, dass ich bleibe, soll er nicht suchen müssen. Meine Hausärztin ist neben dem Humangenetiker die, die die Tumormarker ernst nahm, mich nicht mit "Machen Sie sich keine Sorgen!" beruhigen wollte, und neben dem Humangenetiker ist sie diejenige, die mit dem Tumorverdacht recht behielt, also höre ich auf ihre Hinweise. 

Auf's Sofa wechseln, mit Mudderns telefonieren, dann serviert der Gatte ein spätes Frühstück. Auf dem Sofa sitzen, stricken und fernsehen - meine momentane Lieblingsbeschäftigung. Außer Sofasitzen und stricken passiert heute nicht viel.

Während der Gatte seine tägliche Packstationsrunde dreht (er kauft unvermindert das Internet leer), sortiere ich aus dem Vorratsschrank Lebensmittel für den neuen Foodsharing-Fairteiler aus - endlich gibt es einen in unserem Stadtteil! Dann will die Waschmaschine geleert, die Wäsche aufgehängt werden. Kurz ins Netz und mit Entsetzen, Wut vom antisemitischen Übergriff auf Gil Ofarim im Westin Hotel in Leipzig lesen. Antisemitismus ist allgegenwärtig (und in vier Tagen jährt sich der Anschlag in Halle zum zweiten Mal). Eine sichere Heimat sieht anders aus, denke ich, als ich die Umschläge für meine Krankschreibungen mit den Sondermarken "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" frankiere.

Der Gatte ist zurück und bereitet für uns Bickbeeren mit Banane und Vanille-Quark als Mittagsimbiss zu. Ich schaue eine fünf Jahre alte Reportage über Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen und freue mich, als ich ehemalige Kollegen sehe. Kurz vermisse ich diese Zeit. Der Gatte macht sich nochmal auf den Weg, diesmal in den Getränkeladen. Ich koche währenddessen Tee, friere einen Teil der Steckrübensuppe vom Vortag ein (den Rest gibt es am kommenden Tag) und hole Aprikosen aus dem Tiefkühler, denn morgen wird gebacken

Teezeit, als der Gatte wieder da ist. Er berichtet nochmal in Ruhe vom gestrigen Arztbesuch und ist genervt, dass sich kein Arzt für die Drittimpfung findet. Sein Hausarzt impft gar nicht, und die, die ich fragte, impfen nur Ü80, selbst, wenn sie laut Praxis-Aushang auch Ü60 und Risikogruppen impfen. Nun sind es bis zu einer möglichen Drittimpfung zwar noch drei Monate, aber er hätte gerne die Perspektive (ich auch, auch für mich, aber nun ja). Dann die Getränkekisten aus dem Auto holen und ein bisschen um den Haushalt kümmern, die Spülmaschine anwerfen. 

Irgendwann ist Zeit für's Abendessen. Heute ist Dienstag, also gehört der Abend dem Doctor. Der Gatte mag nicht mitgucken, sondern geht in die Werkstatt. Ich stricke währenddessen meinen Schal fertig - im Prinzip. Bevor ich abkette, lege ich ihn um und stelle fest, dass er mir zu kurz ist. Ich mag keine Schals, die ich nicht zwei Mal um den Hals wickeln kann. Also Wolle* nachbestellen und eine Woche warten, bis sie da ist, ich den Schal weiterstricken kann (Schachenmayr bekomme ich leider nicht im stationären Einzelhandel, sonst hätte ich gleich am nächsten Tag Nachschub).

Vor dem Einschlafen noch etwas lesen* und dabei wieder über den Tolino ärgern. Auch nach dem letzten Update kann ich nur in Zwei-Punkt-Schrift lesen, stellt sich das Gerät mitten im Lesen ab, speichert nicht ordentlich ... Kein Vergleich zum Kindle, nur kann ich auf dem leider keine Bücher aus der Onleihe lesen. 

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Sonntag, 3. Oktober 2021

Samstagsplausch KW 39/21: Leben und Arbeiten in Corona-Zeiten LXXXI

Ich hatte gehofft, dass mir der Facharzttermin diese Woche schon etwas mehr Klarheit bringt über die beiden Tumore, die ich gewann, aber es gab nur einen Termin für eine weitere Magenspiegelung in zehn Tagen. Da werden dann auch noch keine Gewebeproben entnommen, sondern da wird nur geguckt. Je nachdem, wie die Tumore dann zurück gucken, gibt es einen weiteren Termin für eine Magenspiegelung mit Gewebeentnahme. Ob die Tumore dann endlich entfernt oder nur weiter beobachtet werden, steht in den Sternen.

Der Facharzt ist im Gegensatz zu mir tiefenentspannt. Ich hingegen bin mit den Nerven am Ende und bedauere, dass ich dem Ratschlag meiner Hausärztin nicht folgte, die mich krankschreiben wollte. Ich möchte mir die Krankschreibung aufsparen, wenn wirklich nichts mehr geht, aber eigentlich geht schon jetzt nichts mehr. Ich bin von der Gesamtsituation einfach total überfordert und schaffe es immer weniger, zu funktionieren. Ich schlafe nachts kaum noch und kämpfe mit Asthma.

Hier gilt seit mittlerweile 81 Wochen: Der Gatte und ich sind weitgehend zu Hause. Unsere Kontakte sind auf das Notwendigste beschränkt, heißt: Arbeit, Ärzte, Einkaufen, Mütter. Inzwischen sind wir alle geimpft und fahren die sozialen Kontakte langsam wieder hoch. Die Mütter und Tante bereiten sich auf die Drittimpfung vor. Der Gatte und ich gehören zu Risikogruppe 2, der Gatte ist zudem über 60 Jahre alt, aber eine Drittimpfung ist hier noch nicht in Sicht, denn alle Ärzte, die ich bislang fragte, impfen erstmal alle über 80 Jahre. Also abwarten (und erstmal gegen Grippe impfen lassen).

Corona als Erkrankung hat meine kleine Familie Gott sei Dank bislang verschont. Beruflich und menschlich betraf es uns aber schon. Der Gatte war in Kurzarbeit, erkrankte aber vor fast einem Jahr so schwer, dass er inzwischen verrentet ist. Er war lange im Krankenhaus, wird jetzt engmaschig überwacht, braucht evtl. eine OP. Meine beruflichen Projekte sind durch Corona betroffen, aber mein Arbeitsplatz an sich ist sicher. Das ist eine große Erleichterung. 

Ansonsten wurden bei mir gerade zwei Tumore diagnostiziert, bereite ich mich auf Krankenhausaufenthalte vor. Noch ist unklar, wie weit die Tumore streuten, wie Behandlungsmöglichkeiten, Lebenserwartung etc. sind. Und dann ist da ja noch eine kleine Chance, dass die Tumore gutartig sind. Die Vorsorgevollmacht steht, um den Termin für die Bankvollmachten kümmert sich der Gatte in den nächsten Tagen. Ich muss mich dringend um die Patientenverfügung kümmern, kann mich aber gerade gar nicht darauf konzentrieren. In zehn Tagen muss sie allerdings fertig sein, denn dann packe ich für's Krankenhaus. Und den Antrag auf Kontenklärung bei der Rentenversicherung habe ich zumindest schon mal ausgedruckt.

Der Gatte merkt, dass ich einfach keine Kraft mehr habe, und versucht, so viel zu übernehmen, wie es sein Gesundheitszustand zulässt. Er kümmerte sich um eine Herzsportgruppe - endlich. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sein Hausarzt ihm eine Verordnung ausstellt, aber der brachte das nach der langen Phase, in der der Gatte nur sitzen und atmen durfte, ja selbst ins Gespräch. Der Gatte übernimmt wieder öfter Hausarbeit, langsam und mit vielen Pausen, wir haben ja Zeit, und fährt einkaufen. Das hilft mir sehr viel! Er will sogar wieder kochen! Im Gegensatz zu mir entspannt ihn das Kochen, aber er war lange nicht in der Lage, sich so lange zu konzentrieren. Das kommt jetzt ganz, ganz langsam wieder, auch, wenn's einen Schritt vor und mehrere zurück geht. Aber es hetzt ihn ja niemand.

Zudem überraschte mich der Gatte mit einem Wellness-Wochenende an der See, weil er meint, ich bräuchte Erholung, und Dänemark wäre ja für mich auch nicht so wirklich erholsam gewesen, weil ich da das meiste selbst machte. Was für eine entzückende Idee! Ich zuckte kurz ob der Kosten, dachte mir dann aber, dass das angesichts unserer Erkrankungen auch egal ist. In der Zeit, die uns bleibt, wollen wir genießen, was geht, und solange wir noch fit genug dafür sind!

Nach diesem Motto gehe ich kommende Woche auch zum ersten Mal seit Mai 2019 zu einem Blogger- bzw. Presse-Event! Mir ist zwar eher danach, auf dem Sofa zu sitzen und zu stricken, aber es tut mir sicher gut, so viel wie möglich zu unternehmen, solange ich es noch kann. Nicht, dass ich irgendwann vertanen Gelegenheiten hinterher trauere!

Den Müttern geht's gut, Tante hoffentlich auch. Da ich länger nicht mit Schwiegermutter sprach, hörte ich nichts von Tante, aber morgen macht sich ein Paket für sie auf den Weg mit dänischen Pralinen und Urlaubsfotos. Früher trafen wir uns bei Schwiegermutter zum Fotogucken, aber Tante kommt ja nicht mehr so oft hierher. Schwiegermutter hat endlich das Gefühl, dass ihre Wohnung in der Seniorenwohnanlage ihr Zuhause ist. Mudderns überstand zwei Wochen ohne ihre Gesellschafterin gut. Ich bin aktuell damit beschäftigt, ihren Prepaid-Vertrag bei Mobilcom zu kündigen, und das ist aus mehreren Gründen großes Kino. Mal schauen, ob das ohne Anwalt abgeht. Sie weiß weiterhin nichts von meinen Tumoren, denn eine Mutter mit depressivem Schub ginge aktuell über meine Kräfte. Ihre Gesellschafterin weiß aber Bescheid.

Der an Corona erkrankte Kollege arbeitet wieder, hat aber immer noch Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigungen, ebenso wie sein Mann, der sich auch infizierte. Er ist froh, dass er geimpft ist, da Risikogruppe. Ohne Impfung wäre die Infektion nicht so glimpflich verlaufen.

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea. Vielen Dank für's Sammeln! Über's Kochen und Einkaufen berichte ich in der Kombüse.

Freitag, 1. Oktober 2021

#pmdd2021: Der 28. September 2021

An jedem 28. eines Monats ist Picture my Day-Day, kurz pmdd. Ich finde, das ist ein schönes Tagebilderbuch. Mitmachen ist einfach: Fotos vom Tag machen, bloggen oder mit #pmdd2021 auf Twitter oder Instagram einstellen. Gesammelt wird alles auf dieser Seite.

Bushaltestellenwarteblick.

Ich habe noch immer keine Jahreskarte, denn die lohnt sich nicht, da ich die meiste Zeit im Heimbüro bin.

Der 28. September ist ein ziemlich anstrengender Tag. Dienstags ist es bis Jahresende so, dass ich immer mal wieder für eine extrem unzuverlässige Kollegin einspringen muss. Normalerweise meldet sie sich früh per WhatsApp krank, dann kann ich nochmal einen Kaffee trinken und fahre später ins Büro, aber heute muss ich früh los, weil ich wegen einer Deadline ein paar Stunden konzentriert am Schreibtisch arbeiten muss. Das kann ich im Vertretungsdienst nicht, denn da ist Kundenverkehr. 

Eine Kollegin überraschen. Als sie das Glücksschwein sah, fragte sie, ob ich ihr auch eines häkeln könne. Klar.

Der wöchentliche Coronatest.

Während ich auf das Testergebnis warte, aktualisiere ich die Kalorienzähl-App.

Nervenstärkung und Erinnerung an den letzten Dänemark-Urlaub.

Ob ich es nochmal erlebe, dass das Fenster abgedichtet wird?!

Mudderns schrieb mir einen Brief, der aus Gründen mit ins Büro musste, und ihre Briefe sind immer bunt beklebt.

Mittagessen.

Endlich mal wieder Ablage ...

Schön ist er ja nicht, der Blick aus meinem Bürofenster, aber immerhin sehe ich Himmel.

Street Art, von Ordnern gezähmt.

Entweder, ich entsorge das Altpapier endlich mal, oder ich kleistere es als Street Art an die Wand.

Blumen gießen.

Auf in den Feierabend.

Bushaltestellenwarteblick.

Die Kollegin ist aber erfreulicherweise da, und so komme ich mit meinem Arbeitspensum schnell durch, mache halbwegs pünktlich Feierabend.

Endlich zu Hause.

... und schon wieder unterwegs.

Zu Hause möchte ich eigentlich nur die Füße hochlegen und stricken, aber das ist nicht.

Schon mal den Plan für die kommende Woche schreiben in der Hoffnung, morgen auf den Wochenmarkt zu kommen.

Die monatliche Tablettenration des Gatten muss aufgefüllt werden, und dabei braucht er Hilfe.

Wer im Dunklen Kräuter für's Abendessen erntet, muss im Hellen erst mal gucken, was geerntet wurde.

Nachtisch.

Der Dienstag gehört endlich mal wieder dem Doctor.

Oh, ein Retro-Doctor.

Das aktuelle Strickstück.

Erst nach dem späten Abendessen kann ich auf's Sofa zum Strickzeug.

Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Da ich die Retro-Doctor-Folge zu Ende sehen will, komme ich zu spät ins Bett.