Im März entdeckte ich die Reihe um den Münchner "Kommissar Pascha", Zeki Demirbilek, und im April erschien der siebte Band, "Tödliche Auszeit*" von Su Turhan. Wenn es keine Wende im Stile der Duschszene mit Bobby Ewing gibt, dürfte es der letzte Band gewesen sein, kommt die Reihe zu einem drastischen Ende.
Worum geht's? Kommissar Pascha ist entschlossen, hinzuwerfen. Doch dazu kommt es nicht, als eine junge Polizistin, die zum Schutz der Münchner Sicherheitskonferenz in die Landeshauptstadt einberufen wurde, spurlos verschwindet. Zeki und seine Kollegen geben alles, um die Tat aufzuklären. Die Spuren führen in den Teilnehmerkreis der Sicherheitskonferenz – doch sicher ist bald niemand mehr.
Man merkt deutlich, dass Turhan keine Lust mehr hat - und der Verlag anscheinend auch nicht, denn das Buch ist nachlässig korrigiert und lektoriert. Falsche Grammatik, nicht in der dialekt geprägten direkten Rede, wo's zu verschmerzen wäre, und unlogische Szenen wie die mit der Nichte von Isabel Vierkant, die entführt und verschnürt in einem Kofferraum liegt und es trotz gefesselter Hände schafft, sich am ganzen Körper abzutasten. Zeki scheint zudem völlig abgedreht, so dass sein vermutlicher Tod am Ende fast schon eine Erlösung ist - für den Kommissar und die Leserin.
Nachdem mir der Thriller "Das Schweigen der Angst*" von M. Sean Coleman gut gefiel, las ich gleich den ersten Band, "Der Ruf der toten Mädchen*". Obwohl beide Bände ineinander abgeschlossen sind, schadet es nicht, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, weil dann manche Bezüge deutlich werden. Im ersten Band klärt die Theologin und Expertin für Übersinnliches Dr. Alex Ripley eine Serie von Teenager-Selbstmorden im englischen Lake District, und im zweiten Band beschäftigt sie sich mit einer Wunderheilerin an der Küste von Nordwales. Beide Bücher sind spannend und haben für mich genau das richtige Maß an Thrill - wobei für mich allerdings auch "Bambi*" ein Horrorfilm ist.
Von Vielschreiber Sebastian Thiel las ich vor etwa vier Jahren schon "Geheimprojekt Flugscheibe*" und war nicht so sehr angetan, da das Thema des Krimis zwar spannend war, die Umsetzung aber nicht so gelungen. Mit "Deutscher Frühling*" aus der Reihe Zeitgeschichtlicher Krimis im Gmeiner-Verlag machte ich einen weiteren Versuch, ohne wirklich überzeugt zu werden. Protagonisten sind der ehemalige Polizist Hardy Schmittgen und die Halbwüchsige Luisa Porovnik, die sich in den brutalen letzten Kriegstagen buchstäblich durchschlagen.
Viel besser gefiel mir "Rheinlandbastard*" von Dieter Aurass. Von Aurass möchte ich unbedingt mehr lesen und habe mir schon die Reihe um den Frankfurter Hauptkommissar Gregor Mandelbaum vorgemerkt.
Der historische Krimi rund um die Kinder schwarzer französischer Soldaten und weißer deutscher Mütter spielt im Jahr 1924 in Coblenz am Rhein. Soldaten der französischen Besatzung fallen einer Mordserie zum Opfer. Fremdenhass? Rache? Oder hat der Täter ein ganz anderes Motiv?
Als der französische Ermittler Didier Anjou bei seinen Untersuchungen an seine Grenzen stößt, muss er wohl oder übel den jungen deutschen Kommissar Adalbert Wicker um Hilfe bitten. Zu Anjous Ärger vermutet dieser den Täter in den Reihen der Soldaten selbst. Doch Licht ins Dunkel kann erst Wickers heimliche Geliebte bringen, die französische Krankenschwester Babette. Sie ist nicht nur der Schlüssel zu dem Fall, sondern auch zu Anjous verdrängter Vergangenheit. Kann die Liebe zwischen Babette und Adalbert den Hass zwischen Franzosen und Deutschen besiegen?
In Hörspielfolge 202, "Die drei ??? Das weiße Grab*" nehmen sich die drei Detektive sich Auszeit in den Bergen, die aber anders verläuft als vorgestellt. Nach dem Abgang einer Lawine stecken sie in einer Hütte fest! Mit ihnen zwei Wanderer und eine Bewohnerin des nahegelegenen Bergdorfs. Und als wäre die Situation nicht heikel genug, beginnen die Detektivinstinkte der drei ??? Alarm zu schlagen. Gibt es etwa eine Verbindung zwischen den Personen und dem geheimnisvollen Unfall, der vor einiger Zeit hier passierte? Die Geschichte riss mich nicht so sehr mit, denn es war zu früh ersichtlich, wie alles zusammenhängt.
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